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Geschichte der Toten – Gewinner des 2. Wettbewerbs

Vor einigen Tagen hatte Zenimax zum 2. mal die Spieler dazu aufgerufen eine Geschichte zu einem Bild zu schreiben. Auch dieses mal ging es um das Skelett, welches auf dem Bild zu sehen ist. Es hat einen Speer im Kopf und neben Ihm liegen noch einige verschimmelte Nahrungsmittel herum.

Geschichte der Toten – Gewinner des 2. Wettbewerbs

Zu gewinnen gab es auch dieses mal wieder für alle Gewinner jeweils einen 25$ Gutschein für den Bethesda Shop. sowie ein ESO T-Shirt nach Wahl. Folgend findet Ihr die Geschichten die gewonnen haben.

TESO MitarbeiterZenimax on Geschichte der Toten (Quelle)

UNBENANNT

Von Vizzinator

Ich liebe meine Arbeit, oder besser, ich habe sie geliebt. Ich kann in meinem jetzigen Zustand eher schlecht reisen. Einst zog ich durch ganz Tamriel vom Schwarzmarsch aus bis hin zu Hochfels und ich habe es sogar bis auf die Sommersend-Inseln geschafft. Mein Boss war immer gut zu mir. Er nahm mich überall mit hin und behandelte mich immer wie eine Verlängerung seines eigenen Arms. Zusammen bestritten wir jeden Konflikt, den ich je erlebte. Zuletzt sah ich ihn, als wir zusammen mit einer Gruppe angeheuerter Händler reisten. Es schien immer viel Ereignisreicher, wenn wir auf diese Art reisten. Zudem lebten wir vom Land, was ich bis heute bevorzuge.

Wie ich die Jagt liebe. Meist Tiere und Fisch, wobei ich bei der Fischjagd eher nass und ohne Fisch endete. Ich habe sogar Menschen gejagt, jedoch nie als Sport. Nur jene, die als Bedrohung erschienen oder ein Ziel waren. Nehmt diesen armen Schluck als Beispiel. Alles begann mit einer kurzen Pause unserer Gruppe. Ein Ork prahlte, dass es nichts Besseres gäbe, als einen soliden Zweihänder durch den Torso des Feindes zu stoßen. Ein Bosmer argumentierte, dass ein präzise geschossener Pfeil aus der Ferne viel vorteilhafter wäre. Mit brüllendem Gelächter antwortete der Ork. „Und was werdet Ihr mit diesen winzigen Zahnstochern machen, wenn der Feind euch direkt im Nacken sitzt? Glaubt Ihr wirklich, dass euch die Rohlederrüstung schützt?“ Und hier kam ich ins Spiel. Speere sind gut für den Angriff und die Verteidigung in der Ferne sowie im Nahkampf. Beide Streithähne wandten sich mir zu. „Ha! Ein Stock ist und bleibt ein Stock! Ob nun Pfeil oder Speer! Stahl ist die einzig Wahre Verteidigung!“ brüllte der Ork. „Es gibt keinen Speer der sein Ziel, wie ein Pfeil trifft, egal wer diesen auch führen mag!“ gab der Bosmer arrogant bekannt.

In diesem Moment wandte sich mein Boss zum fünften Mitglied unserer Gruppe, einem Bretonen, den wir im nächsten Ort planten loszuwerden. Er sülzte ununterbrochen von der bretonischen Kultur während er herumsaß und seinen Käse von einem Teller aß; wer macht denn sowas?! Ich gab keinen Wiederspruch, als mein Boss mich in die Luft hob, sein Ziel anvisierte und mich durch die Luft schleuderte. Ich bin bereits zuvor geflogen, jedoch nie mit solcher Geschwindigkeit. Ich bohrte mich tief in den Schädel des nichtsahnenden Bretonen. Und hier sitze ich bedauerlicherweise noch heute, stetig wartend, dass mich jemand befreit und wie früher verwendet. Ich frage mich bis heute, warum ich mit dieser Leiche hier zum Verrotten zurückgelassen wurde.

UNBENANNT

Von Winnower

„Du bist albern.“

„Nein, es wird funktionieren. Wenn ich es dir doch sage!“

Lucian grinste seinen kleinen Bruder verspottend an. Lucian war ein Krieger, ein Elite der mittleren Infanterie der 23. kaiserlichen Legion. Sein Bruder Aloysius hatte es gerade einmal zu einem Schreiner geschafft und nun stand er mit dieser lächerlichen Stange in seinen Händen dort, völlig davon überzeugt, dass sie eine effektive Waffe wäre.

„Eine Spitze am Ende dieser Stange und du denkst du kannst sie werfen? Sie wird niemals in einer geraden Linie fliegen, geschweige denn jemanden verletzen. Wenn dies eine Waffe wäre, hätte sie bereits jemand anderes erfunden. Niemand in ganz Tamriel verwendet etwas dieser Art.“

„Lucian, ich schöre es. Dies ist die beste Erfindung der letzten Jahre. Sie wird in kommenden Kriegen eine entscheidende Rolle spielen, nicht wie dieses „Steigbügel“-Ding, das uns dieser Kerl letztes Jahr verhökern wollte. Ich werde sie „Speer“ nennen, wie dieser aedrische Zauber, den die Templer verwenden.“

„Ich wette du kannst damit nicht einmal diese Flasche Wein von meinem Kopf stoßen. Hier, ich nehme sogar meinen Helm ab und balanciere die Flasche aus … so. Los, versuche es doch.“

„Nein Lucian, das ist viel zu gefährlich. Du könntest dich verletzen.“

„Du warst schon immer ein Schwächling und ein Angsthase. Nun zeigt sich, dass du auch noch dumm bist. Vater wird sicher nicht über deine Zeitverschwendung erfreut sein …“

Am Ende seiner Geduld griff Aloysius zum „Speer“ und warf ihn mit all seiner Kraft in Richtung der Weinflasche. „GOORCH“ erklang es, als sich die Spitze durch Lucians Schädel bohrte.

Während Aloysius vor Entsetzen davonlief, musste er zugeben, dass Lucian Recht hatte. Er hatte die Flasche verfehlt und Vater würde mit Gewissheit sehr zornig sein. Zumindest wenn er es denn jemandem erzählen würde.

RETTUNG IN CYRODIIL

Von Micasicard

Die Nacht brach über den bewaldeten Ebenen Cyrodiils südlich von Bruma ein. Zwei menschliche Formen spionierten ein kaiserliches Lager bergab aus.

„Kannst du sie mit deinen Katzenaugen sehen?“, fragte Beowurf, ein mächtiger Nord.

„Nein. Vielleicht ist sie nicht Teil dieser Schwadron“, antwortet der Khajiit. „Seid Ihr sicher, dass der Gastwirt die Wahrheit sprach?“

„Ich glaube ihm, Shan und wir müssen uns beeilen. Melina darf die Kaiserstadt nicht erreichen, sonst wird sie morgen hingerichtet.“

Die zwei Gefährten krochen lautlos durch die Farne, um einen besseren Blick von dem kaiserlichen Lager zu erhalten.

„Da!“, sagte Shan während er auf eine Gefangene zeigte, die nahe kaiserlicher Zelte an einen Pfahl gebunden war. Einige Wachen standen in der Nähe der jungen Elfin, unwissend der zwei von Dunkelheit umhüllten Abenteurer.

„Wir müssen diskret vorgehen, wenn wir nicht das ganze Lager aufwecken wollen. Ich gebe Euch Deckung“, sagte Beowurf.

„Genau“, antwortet Shan, während er in der Dunkelheit verschwand.

Er schaffte es zum Lager und kletterte auf einen großen Stein. Melina war ihm abgewandt. Mit Diskretion und atemberaubendem Geschick schlich er zu dem in der Erde steckenden Pfahl. Er zog sein Messer und begann die Seile zu durchtrennen. Die Wachen schenkten der jungen Bosmer keinerlei Aufmerksamkeit als Melina erwachte.

„Schhh, ich bin es, Shan“, sprach ihr Retter.

In diesem Moment spürte der Khajiit eine Präsenz hinter sich. Er wandte sich um und sah, wie ein Kaiserlicher Luft holte, um zum Alarm zu rufen. Im selben Augenblick bohrte sich eine Lanze durch seinen Schädel. Die Wache fiel schwerfällig zu Boden, den Rücken dem Stein zugewandt. Mit zertrennten Seilen auf der Erde kletterten die Diebe zurück in Richtung von Beowurf.

„Ihr hättet mir ruhig meine Lanze zurückbringen können“, scherzte der Nord. „Ich bin froh Euch wiederzusehen, Melina.“

Die befreite Gefangene sprang in Beowurfs Arme und fing an zu weinen. Unterhalb des Felsens wurde Alarm geschlagen, Lärm und Geschrei konnten vom Lager vernommen werden. Die Wachen rannten herum, aufgebracht, dass ihre Gefangene direkt unter ihrer Nase entkommen konnte.

„Bei Talos, lasst uns verschwinden, bevor sie aufsatteln. Wir können unsere Wiedervereinigung später feiern“, spach Beowurf.

Und so verschwanden die drei Abenteurer in der klaren Luft der Nacht. Sie folgten dem glänzenden Stern Azuras am Himmel. Sie waren auf dem Weg nach Norden, nach Himmelsrand.

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