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Aus dem Archiv der Gelehrten: Vom Argonier zum Saxhleel

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Vom Argonier zum Saxhleel. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Vom Argonier zum Saxhleel

Dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Archiv der Gelehrten (Quelle)

VOM ARGONIERIN ZUM SAXHLEEL

Von Vizekanonikerin Heita-Meen

Missverständnisse und Unterdrückung haben Schwarzmarsch Jahrhunderte lang vergiftet. Meine Eigeschwister mussten die Unterwerfung durch das Kaiserreich und die Versklavung durch die Hände der Dunmer ertragen. Gepanzerte Stiefel traten auf unsere Traditionen und unsere Kultur. Wir haben das Glück, die Marsch zu haben. Ihre Gefahren halten unglückselige Trockenhäute fern. Ohne diese wären unsere Gebräuche vielleicht längst zu Staub zerfallen. Trotz unserer Wirren leitet uns der Hist noch immer. Und zum ersten Mal in meinen Erinnerungen haben wir die Gelegenheit, den Kreislauf zu brechen.

Ich habe mein junges Leben als Sklavin verbracht. Als eine Wütende. Es konnte nicht einfach gewesen sein, unter den Tyrannen des Hauses Dres durch Gräueltaten aufzufallen, aber Ratsmann Glathis Dres hat es geschafft. Nachdem ich bewusstlos geschlagen wurde, weil ich den Gästen eines Banketts in falscher Reihenfolge Stühle zugewiesen habe, konnte ich nicht mehr anders. Als ich wieder in den Salzreisfeldern arbeiten konnte, wartete ich auf eine passende Gelegenheit, überwältigte die betrunkenen Wachen und floh mit den anderen.

Wir flohen in die Dornmarsch. Als wir auf eine Gruppe Argonier trafen, wurde uns zu spät klar, dass es sich um Verräter handelte: Abschaum vom Stamm Archein, dem Haus Dres zu Diensten. Hungrig und erschöpft waren wir leicht zu fangen. Die Sonne verließ meinen Himmel. Wenn ich zurückblicke, so sehe ich das subtile Werk des Willens des Hists. Im Dorf der Archein überkam mich eine Vision. Ihr Histbaum sprach, zeigte mir Blut und Schrecken – die akavirische Invasion, Nord und Dunmer, die wie tote Blätter zu Boden fallen.

Das war eine Gelegenheit. Ein Wendepunkt. Aber wie konnte ich das ausnutzen? Man brachte uns zurück nach Dorn. Almalexias Schlachtruf folgend waren kaum Dunmer zurückgeblieben. Für meine Verfehlung wurde ich von Glathis selbst ausgepeitscht. Im Innenhof holte Glathis zu seinem ersten Peitschenhieb aus. Ich ergriff seine Peitsche und erwürgte ihn damit. Ich werde nie vergessen, wie er mich ansah, als das Licht seine Augen verließ.

Ohne Zeit zu verlieren forderte ich den Zenturio der Archein-Wachen um deren Position heraus, so wie es das Recht-des-Kampfes erlaubt. Sie konnte sich nicht weigern und gleichzeitig den Respekt ihrer Kohorte behalten. Das Duell war kurz. Ich übernahm das Kommando und zog nach Sturmfeste weiter, wo ich dasselbe tat. Ich bin dankbar, dass kein weiteres Saxhleelblut vergossen werden musste. Schreitet-in-Asche, die sich an uns wandte, als wir uns näherten, konnte Sturmfestes Panzerrücken überzeugen, sich uns anzuschließen.

Ich enthüllte meinen Plan. Wir würden nach Morrowind marschieren, nach Steinfälle, und uns dort in die Schlacht stürzen – gegen die Akaviri. Wir würden die Dunmer verteidigen und das Blatt zu unser aller Gunsten wenden. Dass einige meiner Strategie widersprachen, wäre eine ziemliche Untertreibung. Ich erzählte von meiner Vision durch den Hist und gewährte jedem das Recht, auf eigenen Wunsch hin in die Marsch zurückzukehren. Noch immer zahlreich zogen wir voran.

Als wir uns der tobenden Schlacht näherten, stand den Dunmer die Angst in ihre Gesichter geschrieben: bewaffnete Sklaven, die auf sie zustürmten. Aus ihrer Furcht wurde Unglaube, als wir uns ihren Reihen anschlossen. Unsere Panzerrücken gaben ihnen die nötige Kraft, die Invasoren zurückzudrängen und sie in die Flucht zu schlagen.

Und jetzt sind wir anerkannt. Wir haben Verbündete, keine Herren, und das zum ersten Mal in unseren Erinnerungen. Wir sind frei unter dem Gesetz und wir holen uns unsere Dörfer zurück und stärken unsere Traditionen. Es fließt weiter bitteres Blut zwischen vielen Saxhleel und unseren neuen Verbündeten und nicht jeder Stamm hat sich angeschlossen – nur diejenigen aus Dornmarsch, Schattenfenn und Trübmoor. Das ist keine Überraschung. Ich hoffe, dass sie es mit der Zeit tun werden und ihnen klar wird, dass dies unsere Gelegenheit ist, Verständnis zu erlangen und so unsere Lebensart zu erhalten.

HEITA-MEEN BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Vizekanonikerin Heita_Meen! Als ich das letzte Mal in Schattenfenn war, war ich gezwungen, zu gehen, bevor Ihr mir etwas über die uralten Steinruinen unserer Ahnen erzählen konntet. Auch wenn die Trockenhäute gern so tun, als wären die Saxhleel nicht dazu in der Lage, solche Werke hervorzubringen, sind wir doch unzweifelhaft deren Erbauer. Was ist passiert, dass unser Volk aufgehört hat, die Xanmeer von einst zu bauen, die aus unseren Legenden, die zu Ruinen zerfallen sind?“ – Von Eis Vuur, Warden, freischaffender Gelehrter

Vizekanonikerin Heita-Meen sagt: „Leider, Eibruder, bin ich selbst keine Gelehrte und nur als Haussklavin der Dres aufgewachsen. Seit dem Befreiungskrieg war ich zu sehr mit den Belangen von heute beschäftigt, als dass ich mich um die vergangener Zeiten hätte kümmern können. Allerdings habe ich mir von Gideons Vizekanon sagen lassen, dass andere genauso neugierig wie Ihr sind und Saxhleelforscher aus Trübmoor sich mit ebendieser Frage beschäftigen. Vielleicht könnt Ihr selbst dorthin reisen und herausfinden, was sie bisher erfahren haben, sobald die Straßen nach Trübmoor nach den Monsunen wieder nutzbar sind. Und bis dahin bleibt feucht!“

„Ich möchte gerne die Verbindung zwischen Argoniern und Histbäumen verstehen. Habt ihr Rituale oder betet ihr zu den Bäumen? Wie beeinflussen die Hist eure Leben? Wie fühlt es sich an, vor einem dieser empfindsamen Bäume zu stehen?“ – Von Sashlyr

Vizekanonikerin Heita-Meen sagt: „Das ist eine Frage, die sich nur schwer in Zungenworte fassen lässt, besonders da ich wie viele unseres Volkes keine Wesen von sogenannter göttlicher Natur ‚anbete‘ und nicht verstehe, wie es sich anfühlt, so etwas zu tun. Da keiner von uns das Innerste des jeweils anderen verstehen kann, wie sollen wir da eine gleichermaßen bedeutsame Analogie finden? Aber ich werde es versuchen. Natürlich haben wir unsere Rituale, denn Rituale sind der Schlamm, der die Häuser der Gemeinschaft aufrechterhält, aber wir ‚beten‘ nicht zum Hist, denn unsere Gedanken und Wünsche fließen ineinander. Der Hist ist der Fluss und wir Saxhleel sind die beständigen Wellen, wo der Fluss über Steine fließt. So ist es klar, oder ist es das nicht?“

„Mich hat schon immer die Wahrnehmung der Zeit durch die Saxhleel fasziniert. Man sagt, euer ganzes Leben ist ein einziger Augenblick. Könnt Ihr erklären, wie das ist? Blickt ihr nicht in die Zukunft und erinnert euch an die Vergangenheit?“ – Von TheHumanFloyd

Vizekanonikerin Heita-Meen sagt: „Menschen stellen die Zeit häufig als eine Folge von Ereignissen, eine Geschichte oder eine Erzählung dar. Das wirkt auf uns wie ein merkwürdig eng gefasster Blick darauf, zusammen mit kurioserweise fehlerhaften Wiederholungen. Wir sehen die Zeit nicht als Linie von der Vergangenheit in die Zukunft, sondern mehr als breite Welle, die über den Sand bricht, wenn die Wogen heranbranden, oder wie die Sturmfront, die während der Monsune über die Marsch peitscht. Ursache und Wirkung sind nicht voneinander getrennt, sie sind ein einziges Ereignis, ganz gleich wie viel Zeit zwischen dessen wahrnehmbareren Wirrungen liegt. Wie könnte es sonst sein?“

„Ich habe gehört, dass Argonier fantastische regenerative Eigenschaften besitzen. Wenn ein Argonier beispielsweise ein Bein verliert, wächst das dann wieder nach?“ – Von TheHumanFloyd

Vizekanonikerin Heita-Meen sagt: „Ich zeige die Schuppen ratloser Ungläubigkeit. An welchem Ort KOMMEN Menschen auf solche Vorstellungen? Waxhuthi!“

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