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Aus dem Archiv der Gelehrten: Über das Wesen der Reikmannen

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Über das Wesen der Reikmannen. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Über das Wesen der Reikmannen

Auch dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Aus dem Archiv der Gelehrten (Quelle)

ÜBER DAS WESEN DER REIKMANNEN

Von Arthenice Belloq

Als ich die Geschichte meiner Versklavung durch die Krähenfrauen – ein barbarisches und brutales Leben – niederschrieb, habe ich nicht erwartet, dass es jemand liest und sich darüber Gedanken macht. Ich war sehr überrascht, als ich von Gelehrten, Historikern, Magiern und anderen dieser Sorte Briefe erhielt und sie mich sogar besuchen kamen. Es scheint, als wurde regelmäßig nach dem Band verlangt, den ich beim Meister der Erstdrucke in der Magiergilde in Wegesruh zurücklies. Und daher fertigten sie wohl mehrere Kopien an.

Es scheint offensichtlich zu wenige Informationen über die Reikmannen und ihre Bräuche zu geben. Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, sind viele der Versklavten nicht so einfallsreich (oder hatten so viel Glück), wie ich und die Klans sind nicht wirklich daran interessiert, Außenseiter zum Tee einzuladen und mit ihnen über ihre gefährliche Magie oder ihre Anbetung der Daedra zu sprechen. Auch wenn ich gern das Wissen bewahren möchte, muss ich zugeben, dass ich das ständige Einmischen leid bin. Ich möchte daher einige einfältige Spekulationen, die mir zu Ohren gekommen sind, vom Tisch räumen (als ob mein erstes Buch nicht schon detailliert genug war).

Wenn Ihr mehr über die Reikmannen erfahren wollt, dann seid Euch gewiss, dass sie mit Sicherheit keine missverstandenen oder auch heimlich großherzigen Menschen sind. Sie möchten nicht einmal unter sich bleiben – sie sehnen die Schlacht, die Sklaverei und die Eroberung regelrecht herbei. Haben denn alle schon das große Gemetzel durch Durcorach vergessen, bei dem er sich eine Schneise durch Hochfels schlug, während er alles und jeden auf seinem Weg umbrachte und entweihte? Zuweilen lügen historische Bücher nicht und ich kann Euch versichern, dass die Grausamkeiten der Reikmannen nicht übertrieben werden.

Viele Magier, mit denen ich sprach, fragten mich über die Magie der Reikmannen. Ich kann darüber nicht viel sagen, doch ich bin überzeugt, dass es sich nicht um „überwiegend freundliche Arten der Naturmagie“ handelt, wie einzelne Individuen suggerieren. Ich habe versucht, die Schamanen des Stammes so gut wie möglich zu meiden. Sie bedecken sich fortwährend mit Spinnen und anderen ekelhaften Kreaturen und murmelten mit sich selbst, während sie über faulig riechende alchemistische Gebräue gebeugt waren. Und es ist eine offensichtliche Tatsache, dass die Grabessänger Nekromanten sind!

Ich weiß nicht, ob die Krähenfrauen ein typischer Klan der Reikmannen sind. Ich weiß allerdings, dass sie sehr in die verderbtesten Arten von Daedraanbetung verwickelt sind. Ich wurde dazu gezwungen, abscheuliche Rituale mit zu verfolgen, vom Verbrennen am lebendigen Leibe und Blutbaden bis hin zu rauen Zerstückelungen und das alles immer in der Gegenwart dieses Immersickernden Altars. Ich werde die Massen von Tausendfüßern, Kakerlaken und sich windenden Schrecken nie vergessen, wie sie einen dicken Teppich am Boden der Ritualhütte bildeten, während der Stamm nach Namira rief. Die Mitglieder des Klans haben diese Dinger sogar, während der Rituale, lebend direkt vom Boden gegessen.

Neben der bösartigen Magie und den abscheulichen daedrischen Ritualen haben die Krähenfrauen sich auch den ganz normalen Barbareien verschrieben. Kloavdra, die Rabenvettel, scheint gedacht zu haben, dass Streiche (vor allem die, die anderen Schmerzen zufügen) seien urkomisch und hat daher jede Art von Schikane unterstützt. Sie hat die Schlauen und Garstigen belohnt und die Sanften bestraft. Die Kinder, die für zu schwach befunden wurden, haben sie Namira, noch zusätzlich zu den regelmäßigen zufälligen Beiträgen, geopfert. Und es gab natürlich auch Raubzüge. Ob sie nun andere Klans oder kleine Dörfer überfielen, sie waren stets brutal in ihren Vorgehensweisen. Sie verwendeten Überraschungsangriffe, um ihre Ziele zu verwirren und schlussendlich vollständig zu dominieren.

Da habt Ihr nun mein zweites Buch, mit den vielen Details der abscheulichen Praktiken, die mir weiter in Erinnerung geblieben sind. Ich würde es nun sehr zu schätzen wissen, wenn ich mein Leben in Frieden weiterleben kann!

ARTHENICE BELLOQ BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Sind die Reikmannen ein eigenständiges Volk der Menschen?“ – von CodyWatsonDCI

Arthenice Belloq sagt: „Wenn sie kein eigenständiges Volk sind, dann sind sie mit Sicherheit eine eigene Kreuzung. Ihr Blut gleicht am nächsten den Bretonen, doch die Stämme entführen Kinder jedes sterblichen Volkes und pflanzen sich mit ihnen fort. Das ist wohl die einzige Zeit, in der sie tolerant gegenüber Außenseitern sind.“

„Wo kommen die Rabenvetteln her? Sind sie eine verzogene Art der Nachkommen der Aldmer?“ – von p4r4digm

Arthenice Belloq sagt: „Die Rabenvettel sind Abscheulichkeiten. Ihre Augen sind schmal und tot. Sie leben nur, um anderen Schaden zuzufügen und um sie zu dominieren. Die Klans des Reik verehren sie weniger als sie sie besänftigen. Sie werden sogar von ihren Vettelgemahlen gehasst. Und wo sie herkommen? Sie entstammen aus unseren schlimmsten Albträumen.“

„Ich bin ebenfalls Bretone und suche nach Wissen von jenen, die solch eine erschütternde Erfahrung gemacht haben und siegreich aus ihr hervor ging. Eure Berichte und die anderer beschreiben die übermütige Verehrung der Reikmannen von verrückten daedrischen Fürsten, wie Hircine und Namira. Ich habe allerdings auch Referenzen zu ‚alten Göttern‘ gesehen und mir sind Gerüchte zu Ohren gekommen, dass Reikmannen manchmal Amulette oder Statuen von Göttlichen besitzen. Habt Ihr persönlich solche religiösen Praktiken im Reik beobachten können, bei denen sie nicht die abscheulichen Daedra anbeteten oder Menschen geopfert wurden? Vielleicht ist es der hoffnungslose Romantiker in mir, auch nur etwas Menschlichkeit und Nuancen bei den Stämmen der Reik zu finden. Mögen Euch die Göttlichen beschützen, Schwester im Blute.“ – von Bardon vom Klan Crimthann, Weiler des Stokmarktes, Königreich von Wegesruh

Arthenice Belloq sagt: „Der Klan, der mich gefangen hielt – die Krähenfrauen – verehren hauptsächlich Namira. Ich habe sie aber dennoch manchmal Schwüre für andere daedrische Fürsten äußern gehört. Die einzige aktive Ehrerbietung, die ich während meiner Gefangenschaft von den Reikmannen beobachten konnte, galt nur den daedrischen Fürsten. Abgesehen davon besaß der Klan einige merkwürdige Totems, uralte Götzen, die ich nicht identifizieren konnte. Ich habe sie nie ihre Namen sagen hören und habe sie auch nie danach gefragt.“

„Die Reikmannen scheinen die Daedra, vor allem die daedrischen Fürsten, als ‚alte Götter‘ anzusehen und verehren sie, während sie die Aedra verachten und sie als beinahe als dämonisch ansehen. Diese alten Götter werden auch mit der chaotischen Naturmagie in Verbindung gebracht, was ich immer sehr interessant fand, während ich sie auf meinen Reisen studierte. Sie verehren neben anderen vor allem Molag Bal, Namira und Hircine. Wieso werden diese Fürsten mit den Gebräuchen der Reikmannen in Verbindung gebracht? Was halten sie von anderen, wie Peryite, Nocturnal und Vaermina?“ – von Eis Vuur, Hüter, freischaffender Gelehrter

Arthenice Belloq sagt: „Ich glaube, die Reikmannen assoziieren die Fürsten ihrer Natur, da sie Stammesbarbaren sind und kein anderes als ihr brutales Wesen kennen. Sie verachten Zivilisation und die Zivilisierten, und ich glaube genau daher haben sie keinen Nutzen für „kultiviertere“ Fürsten, wie Sanguine und Clavicus Vile. Feinsinn und Nuance sind ihrer Meinung nach nur für Schwächlinge.“

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