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Aus dem Archiv der Gelehrten: Ränge und Hierarchien der Daedra

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Ränge und Hierarchien der Daedra. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Ränge und Hierarchien der Daedra

Auch dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Aus dem Archiv der Gelehrten (Quelle)

EID EINES ENTEHRTEN KLANS

Von Lyranth

Wir werden nicht ruhen, bis wir unseren Zweck erfüllt haben.

Immer auf der Suche nach einer Gelegenheit, das Unrecht heimzuzahlen.

Valkynaz Seris: Wir werden den Preis für Verrat einfordern.

Dies ist sogar noch wichtiger als unsere Pflicht dem Überkyn gegenüber.

Niemals mehr den Namen Klan der Narrenschlächter hören: schreckliche Qual.

Großzügig werden wir allen gegenüber sein, die uns unterstützen:

Der falsche Aufstieg des Klans der Todesbringer muss beendet werden.

LYRANTH DIE NARRENSCHLÄCHTERIN BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Auch wenn das Leben als Erkunder und Gelehrter weite Reisen erfordert, so liefert es einem doch auch faszinierende Begegnungen. Bei einer meiner kürzlichen Expeditionen in die Leere Stadt traf ich auf eine interessante Kreatur mit dem Namen Schwurbel. Auch wenn man ihn aus etwas Entfernung mit einem Skampen verwechseln könnte, so sieht man doch bei genauerer Beobachtung, dass er Hörner wie eine Unheilsbrut und Rückendornen wie ein Daedroth besitzt. Es sind Jahrhunderte von Begegnungen mit padomaischen Kreaturen niedergeschrieben und dennoch wissen wir noch immer so wenig über ihre Physiologie, ihre Schöpfung und ihren Verfall. Da ich alle Formen der Sklaverei verabscheue, war die Anrufung nie Teil meiner Forschungsmethoden. Daher kann ich mich bei meinen Studien einzig auf persönliche Begegnungen stützen, wobei leider nicht alle ohne Gewalt und Zuhilfenahme anderer Erkunder vonstattengingen. Neulich beschenkte uns Doktor Rhythandius mit seinem Pionierwerk ‚Chaotisches Creatia: Das Azurplasma‘. Laut ihm ist es ein padomaisches Überbleibsel, was den Morphotyp einer Kreatur erhält, während ihr Körper aus dem Azurplasma geformt wird, das das Überbleibsel umschließt. Also zurück zu Schwurbel. Ich frage mich, wenn die Gestalt im Überbleibsel verwahrt wird, wie ist es dann möglich, dass ein solcher Hybride existiert? Danke im Voraus!“ – Von Shuryard, Gelehrter der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Neun von jeweils zehn Eurer Wörter sind Unsinn und Faselei. Typisch Sterbliche. Überbleibsel? Sie sind verwundbar; formbar; verderbbar. Vertraut nicht Eurer Auffassung eines Daedra, denn die sterbliche Sicht ist unzuverlässig und alles ist vergänglich.“

„Lyranth,
ich weiß, dass Auroraner und Goldene Heilige unterschiedliche Daedra sind, aber ich frage mich, ob Ihr erläutern könntet, wie sie sich gegenseitig sehen, wenn man bedenkt, wie ähnlich sie sich doch sind. Sehen sie die jeweils anderen als minderwertigere Ebenbilder? Oder stehen sie sich schlichtweg feindlich gegenüber?
Hochachtungsvoll, Jeancey, Schriftenmeister der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen“

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Auroraner? Idiotische Spielzeuge der Glitzerhexe, die so undezent in Kalthafen, die Ebene des Meisters, eingedrungen ist. Die Goldenen Heiligen des Verrückten Gotts sind auch nur einfältig, aber wenigstens haben sie den daedrischen Anstand, eine verständliche Hierarchie zu bilden. Aber wie sie sich gegenseitig betrachten, wo sie doch allesamt mehr Anspruch erheben als ihnen zusteht, so habe ich doch keinen Zweifel, dass sie sich abwertend betrachten. Was natürlich völlig verdient ist.“

„Ich habe eine Frage für Ihre Schrecklichkeit Lyranth, aber ich denke, es betrifft eher das Verhältnis zwischen niedereren Daedra als das behandelte Thema der Ränge. Ich hoffe dennoch, sie ist Eurer Aufmerksamkeit würdig. Wir alle kennen die wilden und reptilischen Daedroth, aber ich habe auch von einem anderen, nicht näher beschriebenen ‚Feuerdämon‘ gehört, der offenbar mit den Daedroth verwandt aber gleichzeitig intelligenter sein soll. Ich habe einmal etwas ähnliches gesehen, als ich auf den verdorbenen ‚Klippenspuk‘ gestoßen bin. Ein ähnlicher Zweifel überkommt mich bei den garstigen Unheilsbruten und die ‚Homunkuli‘, die im Stück ‚Ein hypothetischer Verrat‘ Erwähnung finden. Sind sie die gleichen Kreaturen? Und gibt es eine Verbindung zwischen dem grässlichen Nachtmahrrenner, von dem man sagt, es wäre die Brut von Mehrunes Dagon, und dem legendären, feuerspeienden Höllenhund?
Wenn Ihr erlaubt, würde ich gern noch endgültig geklärt wissen, welche Verbindung es zwischen all diesen Kreaturen gibt, die mit Sicherheit einen gemeinsamen Ursprung in den Ebenen des Reichs des Vergessens haben.“ – Von Shanke-Naar Rechtshorn

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Euer Problem, Sterblicher, liegt bereits in Euren Worten: ‚einen gemeinsamen Ursprung in den Ebenen des Reichs des Vergessens‘. Es gibt nichts ‚Gemeinsames‘ über, zwischen oder inmitten der Ebenen des Reichs des Vergessens … sie sind die Verkörperung des Wandels und der Vielfalt, der Manifestation aller Möglichkeiten und der Sicherung des Verständnisses und Missverständnisses. Ihr sucht nach Ähnlichkeiten, wo es nur Unterschiede gibt, eine Klassifikation des Chaos. Ihr denkt allein auf Basis Eurer Wahrnehmung oberflächlicher Ähnlichkeiten zwischen dem Erscheinungsbild des Nachtmahrrenners und des Höllenhundes, dass sie miteinander ‚verwandt‘ sein müssen. Und wie immer verteidigt sich der sterbliche Verstand gegen die Realität des Unbegreiflichen über die armselige Auferlegung bekannter Muster auf Entitäten lästiger, hyperagonaler Morphologie. Pah. Denkt über die Tatsache nach, dass Ihr nicht ein einziges Wort meiner Erklärung verstanden habt und belästigt mich nicht länger mit derlei Fragen.“

„Gibt es abseits der allgemein bekannten daedrischen Fürsten (und Jyggalag) andere Fürsten, die die Bewohner Tamriels einfach nicht kennen? Sind alle Dremora an einen Fürsten gebunden oder sind diejenigen – verzeiht den Mangel eines besseren Wortes hierfür – vertragsgebunden? Sind alle Dremora kriegstreiberisch und in Klans organisiert oder sind einige von ihnen auch – ohne einen passenderen Begriff zu haben – zivilisiert?“ – Von Benyamin Soto

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Die Dremora sind zivilisiert, WEIL wir Kriegerklans sind, ignoranter Sterblicher. Im Reich des Vergessens werden Ordnung und Hierarchie durch den Willen des Bewegenden aus der Trübe der chaotischen Creatia entrissen. Und so stellen Rang und Ordnung Ruhm dar, denn sie repräsentieren Willensstärke. Es liegt in unserer Natur und daher dienen wir jenen, die einen noch stärkeren Willen vorweisen, und in ihren Diensten mehrt sich unsere Gestalt und unser Lohn. Unser Treueeid ist unerschütterlich – aber die Ewigkeit ist der Wandel. Und bezüglich dem, was ‚die Bewohner Tamriels einfach nicht kennen‘ … nun, das würde an dieser Stelle wohl den Rahmen sprengen.“

„Da die Ebenenverschmelzung in ganz Tamriel tobt, ist es nicht schwierig, auf alle möglichen Arten von Dremora zu stoßen. Die vereinten Erkunder besitzen einige Informationen über die geläufigsten, aber es gibt auch einige exotischere Arten, etwa die Kyngald, Narkynaz, Furchtkyn, Hauzkyn oder Harstryl. Stellen diese alle einfach nur Ränge dar oder steckt da auch mehr dahinter, beispielsweise die Rolle des jeweiligen Trägers? Oder sind es vielleicht irgendwelche Klansnamen?“ – Von Vordur Stahlhammer, Koryphäe der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Dremora erhalten Namen und Titel, um unseren Zwecken zu dienen. Sie dienen nicht der Bequemlichkeit der Sterblichen; Eure Existenz ist so kurz, dass es sinnlos ist, Euch unsere hierarchischen Strukturen zu erklären, da es Euch an der für das Verständnis nötigen Lebensspanne fehlt. Ränge? Rollen? Titel? Klans? Es gibt all diese Dinge, doch der sterbliche Verstand würde aus ihnen wohl kaum mehr als ein Wirrwarr an Silben machen.“

„Ich beschwöre Euch, Lyranth Narrenschlächter, Wehkehpneht-kamdo, und binde Euch an diese Paleonymik. Antwortet oder kehrt in das Loch des Vergessens zurück, aus dem Ihr gekommen seid!“
„Trotz der endlos komplexen Hierarchie Eures Volkes wissen die Sterblichen Tamriels so gut wie nichts über Eure Klans. Die Kyn scheinen bereitwillig Details über die verschiedenen Ränge Eurer verderbten Gesellschaft zu verraten, sobald man sie ein wenig überzeugt hat, aber selbst die kaiserlichen Kampfmagier haben es bisher nicht geschafft, bedeutungsvolle Informationen über die Klanstruktur zu erhalten. Der bekannteste Klan vor der Ebenenverschmelzung identifizierte sich selbst nur als ‚Dremoraklan‘ und untersteht Fürst Imago Sturm, Eidkin von Mehrunes Dagon. Könnt Ihr etwas Licht in die Ursprünge der Narrenschlächter und der Todesbringer bringen und erläutern, wie sie Molag Bal ihre Treue schworen? Wie steht Euer Klan zu Imago und seinesgleichen?“ – Von Legoless, Doyen der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Ich antworte, gezwungen durch die lästigen Beschränkungen Eurer vulgären Anrufung, Legoless, aber seid versichert, dass Euer Name gebührend in mein Oghma der Unvermeidlichen Vergeltung niedergeschrieben werden wird. Narrenschlächter, Todesbringer und selbst Dremora sind lediglich Arenabegriffe, Spitznamen, die beim Austausch mit Sterblichen zum Einsatz kommen; die wahren, langgezogenen Tribunymiken der Kyn werden niemals gesprochen und niemals enthüllt, denn sie könnten als Waffen gegen uns verwendet werden. Und noch kein Sterblicher hat es geschafft, einen Zauber auszuhecken, der stark genug gewesen wäre, um sie zu offenbaren.“

„Lyranth, … nun, ich bin gewiss nicht erfreut, Euch nach all diesen Jahren wieder zu sehen, aber gleichzeitig muss ich doch sagen, dass es mich freut, dass Ihr nicht weggesperrt und gefoltert wurdet, wegen der Ereignisse, die zu unserer anschließenden Trennung führten und mich auf den Pfad der Gelehrten brachten. Aber ich zeige die Schuppen der Abschweifung, meine liebe, an Nirn gebundene Kyn. Ich habe drei Fragen, die Ihr mir beantworten müsst, meine alte dremorische Freundin, wenn Ihr es wollt:
Die dem Reich des Vergessens eigene Essenz ist der Wandel und die Daedra werden oftmals von Amateurgelehrten schlicht als chaotische Wesen beschrieben. Trotzdem scheinen die Daedra eine Art Kastensystem entwickelt zu haben, das so fest und perfekt ist, dass es offenbar jegliche Form von Veränderung verhindert und der Zweiten Leere erlaubt, auf einer Ebene zu funktionieren, die der sterbliche Verstand nicht verstehen kann. Im scharfen Kontrast dazu stehen einige wenige vertrauenswürdige Texte über Aetherius, die scheinbar andeuten, dass es kein Kastensystem oder ähnliches gibt, und alles nur ohne bewusste Kontrolle wie Ebbe und Flut verläuft. Wenn die Aedra die Entitäten der ‚Ordnung‘ sein sollen, welche die Leben der Sterblichen stabilisieren helfen sollen, warum zeigen sie dann chaotischere Eigenschaften als die viel vorhersehbareren und organisierten Daedra?“ – Von Eis Vuur Warden, freischaffender Gelehrter

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Ich ignoriere Eure zweite und dritte Frage, denn auch wenn Ihr behauptet, den Titel ‚Vuur‘ zu tragen, so habt Ihr noch lange nicht den Status eines Inquisitors und daher auch nicht das nötige Ansehen, mehr als eine zu stellen. Und tatsächlich ist die Prahlerei von Euch Sterblichen wirklich grenzenlos und nur regelmäßige und harsche Tadelungen können sie im Zaum halten.“
„Und zu Eurer verbleibenden Frage … sie ist der reinste Firlefanz, doch ich werde darauf eingehen. Zunächst möchte ich Eure Aufmerksamkeit auf meine Antwort an Benyamin Soto weiter oben lenken, wenn es um die Notwendigkeit der Ordnung in all dem Chaos geht. Wir halten uns stolz an ein strenges Kastensystem, weil wir Willens sind, dies zu tun! Zweitens unterliegen Eure Thesen einem bei Sterblichen häufig auftretendem Irrtum, indem Ihr zweierlei vermischt: die feigen et’Ada, die aus der Schöpfung nach Aetherius flohen, und die et’Ada, die ihre Macht opferten, um Mundus zu erschaffen, jene Bühne, die als ihr Grabmal dient. Aber närrisch oder nicht, die sogenannten Göttlichen, die das sterbliche Schauspiel schufen, haben zweifelsohne große Willenskraft aufgebracht, um Ordnung vom Chaos zu trennen, was eine brutale Bezwingung darstellt, die wir Daedra bewundern müssen. Sie konnten nicht erreichen, was sie vorhatten, denn Ihr Sterblichen und Eure ‚Welt‘ sind recht lächerlich, aber die Torheit war nobel.“

„Ah, ich sehe, meine Nachricht scheint doch angekommen zu sein. Ihr versteht sicherlich, warum ich nicht in Fleisch und Blut vor Euch erscheine. Ich bin kein Narr wie derjenige, der Euch am Ende offenbar Euren Titel einbrachte. Nun zu meiner Frage.
Zunächst einmal, wie geläufig ist es für einen Kyn, im Feld eine Beförderung zu erhalten? Ich verstehe, dass Euer Volk eine strikte militärische Hierarchie pflegt und dass ohne Unterlass Kriege im Reich des Vergessens geführt werden. Das muss sicherlich bedeuten, dass in häufiger Folge Beförderungen und Degradierungen ausgesprochen werden, insbesondere wenn ein Befehlshaber vorübergehend durch eine schändliche Niederlage von seinem Körper getrennt wird. Könnt Ihr mir hierzu mehr verraten, Furcht einflößende Kriegerin?
Eine Sache noch: Eure rüpelhaften ‚Vettern‘, die Xivilai. Welche Meinung habt Ihr zu ihnen? Ich habe gehört, sie wären physisch beeindruckend, aber schwer als Soldaten zu trainieren, weshalb sie nur als Söldner und Unterstützungstruppen für die Fürsten agieren, unter denen sie dienen. Steckt irgendeine Wahrheit dahinter? Oh, und wer würde einen Kampf zwischen Euch und einem Xivilai gewinnen, wenn es Euch nichts ausmacht, dass ich das frage? Ich kann einfach nicht anders als diese Frage zu stellen, da ich mich im Augenblick in einer anderen Dimension als Ihr befinde.“ – Von Legat Cyclenophus von der bretonisch-kaiserlichen Restaurationsgesellschaft

Lyranth die Narrenschlächerin sagt: „Auch wenn Ihr nur ein niederer Wurm seid, so werde ich beide Eurer Fragen beantworten, in der Hoffnung, dass es Eis Vuur Warden dermaßen in Wut versetzt, dass er Euch ‚in Fleisch und Blut‘ aufsucht und Rache für meine eklatante Bevorzugung übt. (Zumindest würde ich das tun.) Bezüglich Beförderungen und Degradierungen: eine strikte Hierarchie, wie die von uns Dremora, setzt darauf, die Verhältnisse zwischen den Rängen festzulegen, aber sie diktiert nicht, welchen Rang ein Individuum ausfüllen muss. (Außer natürlich dann, wenn das der Fall ist, aber das weiter auszuführen, übersteigt meine Bereitschaft zu antworten.) In den Diensten eines großen und kriegerischen Herren ist eine Entkörperung nichts Ungewöhnliches, aber die Hierarchie muss fortbestehen! In solchen Fällen ist eine Änderung des Rangs notwendig, damit das Befehlsnetz fortbesteht.“
„Ah, die Xivilai. Gibt es in den endlosen Weiten der Welten des Reichs des Vergessens pompösere und mehr mit unverdienter Arroganz erfüllte, unverschämte und widerspenstige Flegel? Es ist wahr, dass ihre Kombination aus bloßer Stärke und Einfältigkeit sie zu effektiven Agenten in seltenen bestimmten Situationen macht, aber für die meisten Zwecke sind sie leider viel zu unzuverlässig. Wie Ihr vielleicht wisst, sind die persönliche Garde unseres Herren, die Xivkyn, das Result von Experimenten der Überbleibselhybridisierung im Abscheulichen Laboratorium. Auf den ersten Blick wirken sie wie akzeptable Verbündete, aber bevor wir Dremora ihnen völlig vertrauen können, müssen erst einmal ein oder zwei Erzäonen vergehen, damit wir Erfahrungen dazu sammeln können.“

„Seid gegrüßt, Lyranth,
ich entschuldige mich vielmals, sollte Euch dieser Brief nicht auf die angebrachte Weise erreichen. Ich bin recht neu im Umgang mit Daedra und ich hoffe, dass selbiges möglichst eher die Ausnahme bleibt. Ganz davon abgesehen arbeite ich noch immer daran, meine Seele von Molag Bal, diesem dreifach verfluchten Schuft, zurückzuerlangen.
Auch wenn ich mich persönlich nicht wirklich mit dem Herren der Zerstörung befasst habe, so treibt mich dennoch eine umfassende Faszination mit Mehrunes Dagons Ehrenwache, den Valkyn. Ein Mitglied dieser Elite hat in mir eine Frage bezüglich seiner Biologie im Allgemeinen aufkommen lassen. Sie hat mir schon viele Stunden ruheloser Nachforschungen und Fragen an diejenigen, die ihm selbst entgegengetreten sind, aufkommen lassen. Ich spreche hierbei von Valkyn Skoria. Wisst Ihr, ich bin immer davon ausgegangen, dass die Valkyn (und eigentlich alle von Dagon bevorzugten Daedra) Dremora wie Ihr sein würden. Bei genauerer Betrachtung hat sich mir aber gezeigt, dass Skoria überhaupt nicht wie ein Dremora aussieht; er scheint vielmehr aus Feuer und Schwefel zu bestehen, ähnlich wie ein Flammenatronach, aber in Gestalt eines kaiserlich-daedrischen gepanzerten Soldaten. Daher ist meine Frage: Was genau ist Valkyn Skoria?
Gezeichnet, Vulcanos-Draco, Patron von Tamriels Haus Draco“

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Eine traurige Geschichte … aber lehrreich. Die Valkyn und ihre verbündeten Klans sind zu schwach, um dem mächtigen Molag Bal zu dienen, und daher mussten sie sich eben mit Mehrunes Dagon zufriedengeben. Der Fürst des Ehrgeizes ist nie zufrieden mit seinen Dienern und sucht oft nach Möglichkeiten, um ihre zerstörerische Macht zu erweitern, indem er ihre Überbleibsel verändert. Diese Experimente haben häufig unglückliche Nebeneffekte für die betroffenen Mutanten. So war es auch bei Valkyn Skoria, einem Dremora, der mit bestimmten Aspekten der Atronachen aus Infernal erfüllt wurde. Dagon erreichte so sein Ziel, ihn zerstörerischer zu machen, aber um diesen geschmolzenen Zustand zu erhalten, muss Skoria stets sehr nahe an Magma bleiben. Das bedeutet auch, dass er auf alle Ewigkeit die Schmerzen des Verbrennens erleidet, ganz so als würdet Ihr, ‚Vulcanus-Draco‘, von den Flammen dieses Drachen geröstet werden, dessen Namen Ihr so anmaßend angenommen habt.“

„Mächtige Lyranth,
ich hoffe, dass Ihr mir antwortet und fühle mich in so einem Fall geehrt, dass Ihr mir einen Teil Eurer endlosen Zeit aufopfert.
Ich weiß, dass jeder Fürst andere Daedra unter sich schart und ihnen Macht verleiht, so wie es dem jeweiligen Fürsten beliebt. Ich führe einen Kult von Sanguine an und ungeachtet der Abscheu, die dies in Euch wecken könnte, würde ich gerne mehr über die gegenseitige Beziehung der einzelnen Daedroths in den Diensten meines Herren erfahren.
Diese Unwissenheit lässt sich leicht begründen. Ich bin zwar recht vertraut mit Verführerin Trilvath, mit der ich mich häufig in der Domäne des Meisters in Schattenfenn treffe, und immer, wenn ich dort bin, erfahre ich mehr über meinen Herren, aber unweigerlich vergesse ich dabei jedes Mal, sie zu fragen, weshalb ich es wagen möchte, Euch damit zu behelligen. Ich weiß, was beispielsweise über die Hierarchien der Daedra niedergeschrieben wurde, aber ich wüsste gern, ob selbiges auch für den Meister und seine Diener gilt.
Mir ist bewusst, dass meine Frage kaum als nicht närrisch angesehen werden kann. In der Tat bin ich vielleicht ein so großer Narr, dass ich Eurer Aufmerksamkeit nicht würdig bin, abgesehen von einer einfachen Antwort auf diesen Brief vielleicht.
Verflucht seien die Todesbringer, Kharas Fortemartello – Kultführer des Aufstiegs Sanguines“

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Ah, aber Kharas, es sind doch eben jene Narren, die BESONDERS meiner Aufmerksamkeit würdig sind … und ich versichere Euch, durch Eure Frage erweist Ihr Euch als würdig. Aber zunächst beantworte ich Eure Frage, bevor wir dann zu Eurer wohlverdienten Bestrafung kommen.“
„Sanguine ist natürlich einer der schwächeren Fürsten, weshalb ihm unweigerlich schwache Daedra dienen: Skampe, Unheilsbruten, Dunkle Verführerinnen und die Ogrim, die er als Türsteher bei seinen Gelagen missbraucht. Es ist wie es sein muss. Und es ist kein Zufall, dass seine Diener unter den Sterblichen so sind … wie Ihr.“
„Und nun, Sterblicher, flieht in Eure eingebildete Sicherheit inmitten Sanguines Domäne und verbergt Euch dort so gut Ihr wollt, denn die Euch zugestandene Lebenszeit ist so gut wie vorbei.“

„Seid gegrüßt, Unsterbliche,
aktuelle Gerüchte künden von Eurem gerissenen und geistreichen Sieg über einen feindlichen Klan, weshalb ich Euch meine Glückwünsche und meine aufrichtigste Bewunderung anbieten möchte. Da Ihr großzügigerweise zugestimmt habt, über die Ränge und Hierarchien der Bruten Padomays zu sprechen, bitte ich hiermit um etwas Erleuchtung hinsichtlich der Natur der Dremoraklans. Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass Dremora mindestens zwei Fürsten dienen. Gibt es Dremora in den Reihen anderer Fürsten? Haben sich Dremora eines Klans jemals unterschiedlichen Fürsten verschrieben? Und zum Schluss: Wie fügen sich die Hierarchien zwischen den Klans mit der Rangstruktur ein, die von den Fürsten selbst auferlegt wird? Ich danke Euch für Eure Zeit und die Weisheit und das Wissen, an dem Ihr mich teilhaben lasst.“ – Von Furoniil Telvanni, Magister der Magiergilde, Schwarzlicht-Gildenhalle

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Ein Telvanni, wie? Ich beantworte Eure Fragen, denn die Überheblichkeit Eures Hauses wird Euch noch weiter in den Umgang mit den Daedra verstricken, ein Fehler, von dem ich überzeugt bin, dass Ihr ihn einmal zu häufig begehen werdet. Auch wenn die Dremora ihren größten Ruhm in den Diensten des mächtigen Molag Bals erlangen, so sind nicht alle Dremora fähig genug, unseren Reihen anzugehören, und sie müssen versuchen, anderswo unterzukommen. Weniger glückliche Dremora findet man im Gefolge von Mehrunes Dagon, bei Vaermina und Clavicus Vile. Einige arme Caitiffs und Kyrl dienen selbst Peryite. Alle Mitglieder eines bestimmten Klans dienen demselben Fürsten und erhalten (so gut es ihnen möglich ist) die üblichen dremorischen Hierarchien.“

“Ich habe eine neue Frage an Lyranth über das Konzept des „Halbfürsten“, wie er in den 36 Lektionen von Vivec Erwähnung findet:“
„Wie Ihr vielleicht wisst, bedeuten uns Rothwardonen unsere Schwerter viel. Aber einige von uns bevorzugen die Schwertlehren der Barone von Bewegt-sich-so oder Fa-Nuit-Hen anstelle von denen der Ansei. Der Dunmer, den ich getroffen habe, behauptet, dass Fa-Nuit-Hen ein daedrischer ‚Halbfürst‘ wäre. Ich kenne die daedrischen Fürsten, aber was ist ein Halbfürst? Gibt es andere wie Fa-Nuit-Hen?“ Von Iszara der Rastlosen, Sängerin der Szenaristengilde

Lyranth die Narrenschlächterin sagt: „Ein Halbfürst ist ein Bastard eines daedrischen Fürsten oder eines Daedraherren und einer niederen Entität, möglicherweise sogar einem Sterblichen. Ein Halbfürst besitzt häufig Aspekte seiner daedrischen Abstammung, aber ihm könnten genauso gut Charakteristiken wie Weitsicht, Erinnerung, Grausamkeit oder Willenskraft fehlen. Einige erlangen sogar kleinere Ebenen oder erhalten sie als Geschenk, um darüber zu herrschen. Viele dieser Taschenrealitäten sind bizarr und exzentrisch, selbst für das Reich des Vergessens. Einige Halbfürsten, wie beispielsweise Fa-Nuit-Hen, sind bekannt dafür, dass sie gelegentlich Mundus aufsuchen, einfach nur um mit den Sterblichen zu interagieren. Wie ich sagte: exzentrisch.“

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