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Aus dem Archiv der Gelehrten: Nachrichten aus Hews Fluch – Teil 1

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Nachrichten aus Hews Fluch. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

ESO Archiv der Gelehrten

Archiv der Gelehrten – Nachrichten aus Hews Fluch

Dieses mal ist der Text ein bisschen kürzer, dafür erfährt man einiges zur kommenden Diebesgilde, welche mit dem gleichnamigen DLC am 7. bzw. 22. und 23. März erscheinen wird.

TESO MitarbeiterZenimax on Aus dem Archiv der Gelehrten (Quelle)

AUS EINER KOPIE FÜR DAS ARCHIV

Zeira,

ich habe aus unserem alten Hauptquartier geborgen, was ich finden konnte. Das Eisenrad hat alles, was nicht niet und nagelfest war an sich gerissen. Leider habe ich bezüglich den Überresten von Eddas und Daldur keine guten Neuigkeiten für Euch. Es wurde nichts von ihnen zurückgelassen. Doch seid getrost, wir werden sie nicht vergessen.

Was ich allerdings finden konnte, war ein Teil von Nicolas‘ altem Tagebuch. Ich bin sicher, er würde wollen, dass Ihr es erhaltet – der alte Gildenmeister gibt seine Weisheiten an die neue Gildenmeisterin weiter, und das sogar nach seinem Tod. Ich kann sein lächelndes Gesicht fast vor mir sehen.

— Schleicht-leise
2E 582

EINTRAG 220

Die Zahlen halten mich nachts wach.

Ich habe nun zwei Drittel meines Lebens in der Diebesgilde verbracht. Die Hälfte meines Lebens war ich Gildenmeister. Ein Drittel davon habe ich die Handelsfürsten von Abahs Landung ganz und gar unter meiner Kontrolle. Über einhundert Diebe stehen mir zu Befehl und dutzende Partner, die niemals realisieren werden, welchen Teil sie zu meinen Plänen beitragen, sowie einen Diebesrat, bestehend aus meinen vier Besten und Begabtesten: Daldur, Edda, Velsa und Zeira.

Weit entfernt vom Chaos, das Bright Ilmund über die Gilde hereinbrachte. Dieser Narr befahl uns Bettler ihrer Münzen zu entledigen! Er stürzte sich wie ein Gassenhund auf die Überreste, die ihm die Handelsfürsten zuwarfen und überschüttete ihre Füße mit Küssen. Wir haben durch seinen üblen Einfluss mehr Mitglieder verloren, als durch die Wachen von Abahs Wacht. Dieser Trottel war nicht einmal in der Lage, einen Beutezug zu planen, der mehr verlangt als nur einen Straßenhändler zu überfallen.

Es dauerte lange Zeit, benötigte viel Geduld und Glück, um die Gilde gegen Bright Ilmund zu wenden. Ich habe Fehler gemacht, die ich bis heute bereue. Sein Tod war unvorhersehbar. Doch schlussendlich hat sich alles zum Besseren gewendet. Dass die anderen mich zum Gildenmeister auserkoren haben, war nur das Sahnehäubchen auf dem Süßkringel. Ich hatte es wahrlich nicht geplant, doch wer, außer mir selbst, hätte es in dieser Zeit geschafft, die Gilde zu leiten?

Diese Aufgabe war natürlich etwas, das niemand bei vollem Verstand freiwillig übernommen hätte. Den Reihen der Gilde blieb neben Bright Ilmunds Angst und Hass nur wenig mehr als Misstrauen und Rivalität. Ich konnte mitbeobachten, wie sich verschiedene Lager bildeten, konnte vorhersehen, wie sich die Gilde zu Straßenbanden zurückentwickelte, die sich über bedeutungslose Territorien stritt.

Ich habe sie davon abgebracht, ihre Territorien zu markieren, indem ich sie auf die Dächer schickte. Ich half ihnen zu erkennen, dass Bright Ilmunds Unterwerfung vor den Handelsfürsten nur zu scheußlicher Habgier und wahnwitzigen Rachetaten führte. Es ist fast nicht zu glauben, dass drei einfache Regeln das gesamte Durcheinander des ehemaligen Gildenmeisters wieder wettmachen würden:

  1. Vergreife dich niemals am Eigentum der Diebesgilde. Wir überfallen Handelsfürsten, nicht uns selbst.
  2. Töte niemals während eines Auftrags der Diebesgilde. Leichen werfen nur einmal Gewinn ab.
  3. Stehle niemals von Bettlern. Sie sind unsere Verbündeten in den Gassen, sie hassen die Wachen weit mehr als wir selbst.

Nun sieh dir an, wie weit wir es geschafft haben. Wir haben die Handelshäuser von Abahs Landung auf drei dezimiert und demonstrierten damit die Macht der Gilde. Wir erhalten jede Woche tausende von Drachen von den Handelsfürsten. Eine Steuer, die sie die Gosse hinunter werfen und wenn sie sich weigern sollten, landen sie sprichwörtlich selbst in der Gosse. Was mit Gurges und Partner geschah, sollte für alle eine unvergessliche Lehre gewesen sein.

Und doch ist der unangefochtene Dieb kein geringerer als die Zeit. Was habe ich hier in dieser stinkenden Stadt wirklich erreicht? Ich habe drei Jahrzehnte meines Lebens geopfert, um die Diebesgilde zum fettesten Skeever der Kanalisation zu machen? Ich beginne zu glauben, dass dies die Höchstnote ist, die wir erreichen können, dass die schönen Gemälde an den Wänden meines Schlafgemachs die Krönung meiner eigenen Leistungen darstellen. Doch warum sollten wir dem Schatten von Hubalajads Palast erlauben, sich über uns zu erheben? Stattdessen sollte die es Diebesgilde sein, die von seinen Turmspitzen hinabschaut!

Zeira drängt mich, die Organisation zu vergrößern. Vielleicht könnten wir an der Goldküste Fuß fassen, noch bevor Kaiser Varen mit den Provinzen zu einer Einigung kommt. Ein guter Gedanke, aber in zu kleinem Maßstab.

An jedem Ort, in jeder Stadt des Kaiserreichs gibt es eine Gruppe von Dieben. Sie verleihen sich unterschiedliche Namen, und doch sie sind alle nur Brüder dessen, was Bright Ilmund einst aus uns machte. Sie streifen durch die Gassen, zeigen ihren eigenen Bettlern nicht die geringste Gnade und stürzen sich ungeduldig auf die Überreste, die ihnen von ihrer Version der Handelsfürsten vor die Füße geworfen wird. Es kommt ihnen nicht einmal in den Sinn, zu den Dächern der Städte hinaufzuschauen; zu erkennen, wie klein ihre Gassen doch sind. Wer wäre besser geeignet, ihnen den Weg zu weisen? Was, wenn unsere Brüder der Gassen sich einfach unseren Namen überstreiften?

Wir benötigen einen Ruf, um sie zu überzeugen. Und eine unglaubliche Menge von Gold. Diese Zahlen sind es, die mich nachts nicht zur Ruhe kommen lassen.

Ich habe schon die groben Umrisse eines Plans. Er wird gefährlich, womöglich sogar irrwitzig und ohne den passenden Partnern und genauere Planung wird er keine Früchte tragen. Ich kann Velsas Gegenargumente bereits hören – doch wie immer bin ich mir sicher, dass sie schlussendlich nachgeben wird.

Etwas Wertvolles zu stehlen ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Wenn ich mich nicht täusche, und alles nach Plan verläuft, dann werden wir jeden in Tamriel glauben machen, dass die Diebesgilde auch an jedem noch so kleinen Ort lauert.

— Nicolas

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