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Aus dem Archiv der Gelehrten: Nachrichten aus Hews Fluch – Teil 2

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Nachrichten aus Hews Fluch – Teil 2. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Aus dem Archiv der Gelehrten: Nachrichten aus Hews Fluch – Teil 2

Archiv der Gelehrten – Nachrichten aus Hews Fluch – Teil 2

Dieses mal ist der Text ein bisschen kürzer, dafür erfährt man einiges zur kommenden Diebesgilde, welche mit dem gleichnamigen DLC am 7. bzw. 22. und 23. März erscheinen wird.

TESO MitarbeiterZenimax on Aus dem Archiv der Gelehrten (Quelle)

War Prinz Hubalajad so tölpelhaft und dickköpfig, wie die Geschichten uns glauben machen? Weshalb baute er Abahs Landung an einem so wenig einladenden Ort wie Hews Fluch auf und investierte weiter in die Stadt, ganz gleich, welche Hindernisse sich seinem Vorhaben in den Weg stellten? Dieser Text, den man in den Archiven gefunden hat, mag dabei behilflich sein, ein differenzierteres Licht auf die Gründe und Geschichten hinter der Kolonisierung von Hews Fluch zu werfen.

ZUR VERTEIDIGUNG VON PRINZ HUBALAJAD

Von Fürstin Cinnabar von Taneth

Falls Ihr auch nur einen Hauch von yokudanischer Geschichte gehört habt, kennt Ihr die Rolle, die Prinz Hubalajad in der ersten Zeit nach der ursprünglichen Kolonisierung durch die Ro’Wada gespielt – oder eben nicht gespielt – hat. Wir kennen „Prinz Hew“ als komische Figur, erzählen uns Anekdoten über seine dickköpfige Herangehensweise an die unmöglichsten Problemstellungen und reißen Witze über seine schon als aggressiv zu bezeichnende Opulenz. Ein Schrein zu Ehren Zehts wird als Zeichen der Missgunst des Gottes überflutet? Errichtet einen noch extravaganteren weiter den Fluss abwärts! Ein in Taneth oft gebrauchter Ausdruck für das Verschwenden von Geld ist „auf Hubalajads Münze gründen“.

Doch was weiß man wirklich über den Glücklosen Prinzen? Die einzig verfügbaren Quellen sind Dokumente, die bestenfalls aus dritter Hand stammen. Die vielen unbelegten Erzählungen trüben das Bild nur zusätzlich und lassen uns immer weiter und weiter von dem eigentlichen Menschen entfernen. Demzufolge müssen wir unseren Blick auf das Land von Hews Fluch selbst richten, um unsere eigenen Schlüsse zu ziehen. Wie wäre es, wenn wir – wenn auch nur für einen Augenblick – all das, was man gemeinhin als seine vielen Fehlschläge betrachtet, einmal unvoreingenommen in Augenschein nehmen?

Wir wissen, dass Hubalajad in dem kargen Land, das zu seiner Zeit noch „Khefrems Stiefel“ hieß, mit einer beträchtlichen Menge an Soldaten und Handwerkern eintraf. Mangels Steinbrüchen vor Ort und ohne verlässlichen Landweg nach Norden mussten sie Unmengen an Haustein auf dem Seeweg importieren. Der durch die natürlichen Gegebenheiten geschützte Hafen an dem Ort, der später Abahs Landung genannt werden sollte, war zweifelsohne ihre erste Anlaufstelle. Ein stetiger Strom voll beladener Lastkähne hätte die Verlockung für Piraten ins Unermessliche getrieben, also bestand Hubalajads vorrangige Notwendigkeit darin, die Zitadelle von No Shira zu erbauen, eine eindrucksvolle Festung, welche die abekäische See überragen sollte.

Es stimmt, No Shira wurde schon bald von den jahreszeitlichen Fluten unterspült. Doch als Antwort darauf versuchte Hubalajad, Zeht mit einem Schrein wohlwollend zu stimmen. Als darauffolgende Fluten den ersten Schrein zunichtemachten, ordnete er an, einen weiteren Schrein zu errichten, der noch kunstvoller gestaltet sein sollte – doch Untersuchungen des Mauerwerks ergaben, der neue Schrein befand sich flussaufwärts des letzten. In diesem Licht betrachtet erweist sich „Prinz Hews Dickköpfigkeit“ in der Tat als beharrliche Entschlossenheit. Bei dem yokudanischen Gott des Ackerbaus Eindruck zu machen, ist nicht die Tat eines arroganten oder unüberlegten Mannes.

Währenddessen entwickelte sich Abahs Landung von einem Soldatenlager und einer Barackensiedlung zu einer ausufernden Stadt. Trotz der vielen Unbillen eines Lebens an der Grenze ersann Hubalajad einen großartigen Palast – ein Symbol dafür, dass dieses Land seine Heimat war und dass er genauso darauf bedacht war, diese gedeihen zu lassen, wie es die Ortsansässigen waren. Die Steine wurden zu den großen Mauern von Abahs Landung gebracht und machten deutlich, dass das, was in ihrem Inneren lag, denselben Schutz verdiente wie die yokudanischen Schiffe.

Ich bitte Euch, nur einen Moment die zahlreichen Grabmäler, das eindrucksvolle Prinzentor, das eine nördliche Passage in das Gebiet der Ro’Wada eröffnete, und die yokudanische Statue im Süden von Abahs Landung, von welcher die meisten irrtümlich meinen, sie sei ein idealisiertes Abbild Hubalajads selbst, außer Acht zu lassen. Die Errichtung einer Zitadelle und einer ummauerten Stadt zur gleichen Zeit aus denselben Rohstoffquellen erfordert in logistischer Hinsicht schon einen scharfen Verstand. Wenn es nicht Hubalajad selbst war, dann wusste er, sich mit jemandem zu umgeben, der dies bewerkstelligen konnte. Dies ist kaum das Werk eines einfältigen Possenreißers.

Das Ausmaß von Hubalajads Rückschlägen rechtfertigt in den Augen dieser Schreiberin nicht die Geschichten endloser Torheiten. War es Rufmord neidischer Rivalen, der seine Investitionen in ein unwirtliches Land in Verruf gebracht hat? Ein ruinierter Ruf, weil er nicht erkannte, dass sein Halbonkel ein Nekromant war? Hat er den Zorn eines yokduanischen Gottes oder vielleicht auch eines daedrischen Fürsten auf sich gezogen? Auch wenn wir vielleicht nie die Wahrheit erfahren mögen, so sollten wir dennoch eines über Hubalajad im Hinterkopf behalten: vor seiner Ankunft prägte kein Mensch und kein Mer dieses Land. Heute sind die von „Prinz Hew“ errichteten Bauwerke die einzigen, die hier zwei Jahrtausende überstanden haben.

MITGLIEDER DER DIEBESGILDE AUF HEWS FLUCH BEANTWORTEN EURE FRAGEN:

„Werte Diebe von Abahs Landung,

ich schreibe euch, weil schlimme Gerüchte durch ganz Tamriel getragen werden. Falls die Gerüchte auch nur einen Funken Wahrheit in sich tragen, fürchte ich, dass tiefgreifendere Taten nötig sind, um dauerhaften Einfluss auf unsere florierende Gilde zu vermeiden. Ich schreibe im Namen unserer Kameraden nahe Morrowind und wir würden gern genaue Einzelheiten über dieses angebliche ‚Eisenrad‘ erfahren, das gegen euch wohl schon zu oft zugeschlagen hat.

Wenn ihr auch nur einige wenige Details liefern könnt, so werden wir euch unsere besten Männer zur Hilfe schicken. Wir hätten gern die Namen jener, die dem Eisenrad vorstehen, und deren Aufenthaltsorte. Und was sind ihre Schwächen? Haben sie ein Versteck, aus dem wir sie zerren könnten? Irgendetwas, das dabei helfen könnte, euch von diesem Fluchrad zu befreien.

Falls wir bis zum 7. Erstsaat nichts von euch hören, werden wir euch zu Hilfe eilen, ob ihr nun wollt oder nicht.

Möge die Herrin der Schatten euch alle verhüllen,

– Nighren“

Schleicht-leise sagt: „Vor ihren Übergriffen wussten wir nichts. Jetzt? Wir wissen, dass sie gerne mit Brandmalen spielen, dass sie uns wie Krecken verschnürt auf ihre Gefängnisschiffe schleifen und dass sie gerne ‚Halt, Dieb!‘ brüllen. Die Truppen in Abahs Landung werden von Oberinspektor Rhanbiq geleitet, der die schlimmste Art von Ruf besitzt: er hat Prinzipien. Und, Nightren, auch wenn es mich schmerzt, diesen Eifer Eurerseits zu dämpfen, dem Eisenrad sollte man sich nicht stellen! Sie entstanden aus der Häschergilde von Taneth – einer für Diebe wie uns Angst einflößenden Gruppierung, selbst zu Zeiten des Kaiserreichs.“

„Seid gegrüßt,

ich bin Hundorian und ich war neulich in der Kanalisation von Riften auf der Suche nach jemandem, den ich für meinen Dreck begeistern kann. Ich bin auf einige zwielichtige Gestalten gestoßen, die behaupteten, sie würden zur Diebesgilde gehören. Ich habe ihnen etwas von meinem besten Dreck gegeben. Ich wollte gern auch etwas für diejenigen in Abahs Landung mitbringen und würde gern wissen, ob ich dort überhaupt willkommen wäre. Findet man sie ganz leicht oder muss man viele verwirrende Rätsel lösen, von denen mir der Kopf allein durch das Betrachten wehtut? Oh! Ich würde außerdem gern wissen, was Kamele denn so fressen. Ich könnte viele Blumen mitbringen, aber ich bin mir unsicher, ob sie die mögen würden oder nicht. Ich persönlich halte Blumen ja für sehr köstlich. Anbei findet Ihr außerdem einen Beutel mit sandigem Dreck.

– Hundorian“

Kari Münzzähler sagt: „Ein jeder ist in der Diebesgilde willkommen, Hundorian – selbst Argonier wie Ihr. Allerdings wirkt das Versenden von Sand nach Hews Fluch in etwa so, als würdet Ihr Schlamm nach Schwarzmarsch schicken (oder so stelle ich es mir vor; ich war nie selbst dort). Also der Dreck und Schmutz, für den wir uns hier interessieren, ist eher von der Art, der Skandale unter Händlerfürsten und damit mögliche Erpressungsversuche bewirken kann. Aber dennoch kann ich mir vorstellen, dass Ihr Euch irgendwie nützlich machen könnt. Könnt Ihr bis Einhundert zählen?“

[Dieses lange und mitgenommene Schreiben scheint schon einige unnatürlich, wenn nicht sogar anderweltliche, Dinge mitgemacht zu haben. Ruß hat mehrere Flecken auf dem Schreiben hinterlassen und das Pergament selbst riecht leicht nach Echkinzähnen und Zweiglingsaft. Dem Inhalt nach war der Brief für einen Magier bestimmt, aber irgendwas ging bei der Übersendung schief. Auf dem Siegel wurde eine magische Rune angebracht, mit der sofort eine Antwort zurückgeschickt werden kann.]

„An den Leiter der Gildenhalle der Magiergilde von Hews Fluch,

ich entschuldige mich hiermit für meine nun schon Monate betragende Verspätung bezüglich meines Treffens mit Euch, werte Matrone. Meine Verstrickungen mit einem gewissen Halbprinzen und meine Teilnahme an seiner Arena haben dafür gesorgt, dass ich längere Zeit in den Weiten des Reichs des Vergessens feststeckte und mich am Ende in Lauerschatten wiederfand. Nocturnals Gefolge hier ist kalt aber entgegenkommend. Allerdings zeige ich die Schuppen der Ärgernis und ich muss zugeben, dass mich dieser trostlose Ort langsam ermüdet.

Sobald ich auf Hews Fluch ankomme, werde ich meine Arbeiten fortsetzen, die rothwardonischen Götter im argonischen Stil in Steinbildnissen festzuhalten, ganz so wie Ihr es gewünscht habt. Aber um ehrlich zu sein, habe ich nicht ausreichend Informationen über den Glauben auf der Insel, um fortzufahren. Folgt Ihr den Ahnherren und verehrt Ihr Arkay und Julianos? Oder seid Ihr Anhänger der Kronen und betet zu Tava und Hoonding? Oder herrscht auf der Halbinsel der Glaube an obskurere yokudanische Gottheiten wie Hoodoc, den Fledermausgott und jenen, der andere zuhören lässt? Ich muss zugeben, dass mich die rothwardonische Kultur in jüngster Zeit fasziniert und ich jede Hilfe und Informationen hierzu zu schätzen wissen würde. Kontaktiert mich, sobald Ihr könnt.

– Eis Vuur Warden, freischaffender Gelehrter“

Velsa sagt: „Julianos, Tava, Hoodoc? Dies hier ist die Diebesgilde, Bücherwurm – wir verehren den Golddraken und alle seine geheiligten Erscheinungsbilder! Tatsache ist, sie mögen ja sagen, sie wären Kronen oder Ahnherren, aber die meisten Bewohner von Abahs Landung schenken ihre innigste Verehrung dem Geldes, noch weit vor allen Göttern. Ganz nebenbei, was ist in dem Beutel, Bücherwurm? Das wirkt mir doch viel zu schwer als, dass man es einen Bücherwurm ganz alleine herumschleppen lassen sollte.“

„An jene, die es betrifft,

ich weiß nicht, an wen ich schreibe, aber ich verstehe, dass Ihr etwas sowohl über die Diebesgilde als auch über die Stadt Abahs Landung und deren Heimat Hews Fluch wisst. Ich habe einige Fragen zu diesen Themen und wäre über Antworten auf diese überaus dankbar.

Meine erste Frage betrifft die Ursprünge der Gilde. Bevor der größte aller Anker von Kalthafen niederging, verbrachte ich einige Wochen in der Kaiserstadt mit Büchern und Aufzeichnungen. Ich fand einige interessante Informationen, etwa zur Krönung des alessianischen Kaisers Ami-El 1Ä 322 nach dem Tod seines Vaters Belharza. Einige Veröffentlichungen der Universität von Gwylim beschreiben die Zeit der linksseitigen Elfen in Yokuda, übernommen aus uralten Texten der Ro’Wada. Allerdings konnte ich nichts über die Ursprünge der Diebesgilde finden.

Daher frage ich Euch, wie die Diebesgilde entstanden ist. Während die Bruderschaft Sithis dient, verstehe ich es so, dass die Diebesgilde irgendeine Verbindung zu Nocturnal aus Immergrau pflegt. Müsste ich raten, würde ich behaupten, dass die daedrische Fürstin eine Gruppe von Dieben angeleitet hat, eine eigene Fraktion zu begründen. Also falls Ihr wisst, wie sie entstand, würde ich gern wissen, wie es wirklich war.

Meine zweite Frage bezieht sich auf die Zweitnamen von Hews Fluch. Ein Khajiit mit dem Namen Zabani sagte mir, Abahs Landung wäre das Juwel von Khefrem, und ein beschädigtes Dokument aus Schildwacht bezeichnete die südliche Halbinsel von Hammerfall als ‚Hnes Rax‘. In einem Buch wurde eine ‚Akademie des yokudanischen Erbes‘ in Khefrem erwähnt und ich würde behaupten, Hnes Rax wäre alt-yokudanisch für Hews Fluch. Vielleicht könnt Ihr dies bestätigen und/oder näher erläutern?

Meine dritte und letzte Frage befasst sich mit Abahs Landung selbst. Ich nehme an, der Name stammt vom uralten Ash’abah-Stamm, der in der heutigen Gegend von Hews Fluch anlandete, auch wenn ich es so verstehe, dass diese die Alik’r nördlich der Stadt bevölkerten. Ich weiß nicht, ob sie die Stadt gründeten oder ob später Siedler ankamen und Abahs Landung zur Ehre des Stamms gründeten, aber im Augenblick sind dies meine besten Theorien. Könntet Ihr etwas Licht auf dieses Thema werfen?

Danke für Eure Zeit und ich hoffe, Ihr könnt mir bald antworten.

– Cyan Fargothil von Seyda Neen“

Zeira sagt: „Also zu eurer Frage: Es gab immer Diebesgilden. Was wir zuvor nicht hatten, war eine richtige Struktur und ein gesundes Maß an Regel, an die sich die Gesetzlosen zu halten haben. Wenn die Diebesgilde von Abahs Landung Erfolg hat, wer weiß was passiert … Vielleicht nehmen auch Gesetzlose anderswo in Tamriel unsere Grundsätze an.“

Thrag wirft ein: „Hews Fluch war noch lange nach Prinz Hubalajads Tod als Khefrems Stiefel bekannt. Soweit ich sagen kann, begannen die Einwohner Hews Fluch zum Ende der Ersten Ära so zu bezeichnen. Die Gewässer, die wir mit Taneth teilen, waren einst als ‚Hubalajads Bucht‘ bekannt. Vielleicht hat es sich daraus ergeben. Und zu ‚Abah‘ … Ich habe gelesen, dass das Wort zur Zeit von Prinz Hew so etwas wie ‚schmutzig‘ oder ‚unrein‘ bedeutet hat. Vielleicht atmeten die ersten Siedler eine Prise vom Hafen von Abahs Landung unter der Mittagssonne ein. Aber erzählt das besser nicht den Ash’abah. Vielleicht stören sie sich daran, wenn sie als das ‚stinkende Volk‘ bekannt wären.“

Andarri ergänzt: „Sagt Zabani, sie schuldet mir eine Flasche Orsinium-Pinkzinfandel!“

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