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Aus dem Archiv der Gelehrten: Lieder der Sterne

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Lieder der Sterne. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Lieder der Sterne

Auch dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Archiv der Gelehrten (Quelle)

LIEDER DER STERNE

Von Großsterndeuter Caecilus Bursio

Wir waren nur wenige Monate zuvor noch im Mittelpunkt des Spottes der wenigen, denen der Namen „Sternengucker“ etwas sagte. Das schlecht versteckte Kichern und Augenrollen der Bewohner von Belkarth liegen mir noch heute auf der Seele. Doch jetzt auf einmal scharen sie sich um uns. Egal ob Gelehrte oder Magier, sie alle suchen nach den Hinweisen und dem Wissen, das wir über die Sterne angesammelt haben. Ich sollte mich wohl darüber freuen, meine Studien eifrig mit ihnen teilen und ihre Meinungen für neue Perspektiven willkommen heißen, doch machen es mir die Verbitterung, die Verachtung und die Jahre voll Hohn, die mein Herz umschließen, sehr schwer.

Ich bin mittlerweile eines der erfahrensten Mitglieder meines Ordens. Ich habe die große Sternwarte in Stros M’Kai besucht und die Bewegung der Sternenbilder jede Nacht genauestens aufgezeichnet. Ich habe sogar unsere mächtigen Wächter vom Himmel fallen sehen – und ich bin immer noch am Leben, während viele meiner Kollegen nicht so viel Glück hatten. Jetzt, wo wir mit unseren wissenschaftlichen Unterfangen endlich ein gewisses Maß an Legitimität erhalten haben; jetzt, wo ich der Großsterndeuter bin, sollte ich es sein, der keine Bemühungen scheuen sollte, um unser Wissen weiterzugeben.

Doch ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich mich zurückziehe. Ich verbringe meine Tage und Nächte in unseren Archiven, vertieft in meine Studien. Wenn selbst die Sterne vom Himmel fallen und sich körperlich auf Nirn materialisieren, ist vieles über das Wesen der Sterne, über das wir einst spekulierten – und ja, auch Mundus selbst – falsch, oder zumindest noch viel unvollständiger, als wir uns je hätten vorstellen können. Und wenn das einmal passiert, wer kann da bestreiten, dass das nicht erneut geschehen kann? Was hält die Schlange davon ab, jeden einzelnen Stern vom Himmel zu löschen und uns so von Aetherius zu trennen? Während andere nach banalen Dingen wie Anerkennung und Status streben, wird meine Seele immer wieder zum Himmel gezogen, immerzu wachsam, der in der Leere lauernder Gefahren.

Ich gebe zu, dass es da noch etwas anderes gibt. Wenn die Sternenbilder eine körperliche Gestalt annehmen können, sind unsere Vermutungen bezüglich ihres Einflusses auf die Bewohner Nirns dann wirklich so oberflächlich? Vielleicht wird jeder bei der Geburt durch seinen Aszendenten beeinflusst, aber funktioniert das auch in die andere Richtung? Kann jemand mit dem richtigen Verständnis und passenden Ritualen den Sternbildern Macht entziehen, die über normale Magie hinausgeht?? Und welche Folgen würde das für die ätherische Ebene haben?

In Nächten, in denen ich keinen Schlaf finde, studiere ich unsere seltensten Bücher (einer der Vorzüge als Großsterndeuter) und finde immer wieder Referenzen auf die uralten Schriften der Dwemer, auch „Harmonische Astronymie“ genannt. Sie beinhalten wohlmöglich die Antworten auf meine Fragen – wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie mich dazu veranlassen, klügere Fragen zu stellen. Wir wissen, dass die Dwemer Mundus besser verstanden, als es für uns der Fall ist und doch kann ich den Gedanken nicht abschütteln, dass sie sich die Macht der Sternbilder in für uns unvorstellbarer Weisen zu Nutze machten. Wenn es eine Kopie dieser Schriften gibt, dann muss ich sie unbedingt finden. Doch wo soll ich meine Suche beginnen? Und wie könnte ich meinen Sternguckerkollegen in diesen turbulenten Zeiten verlassen?

GROSSSTERNDEUTER CAECILUS BURSIO BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Unserem Orden fiel ein Buch in die Hände, welches von einem mächtigen König berichtet: Ysmir dem Vorvater, der in den Himmel hinaufstieg, um zum mächtigen Sternbild des Kriegers zu werden. Gibt es in Euren Archiven Wissen zu diesem bisher unbekannten König von Menschen und Drachen, der eigenartigerweise einen Namensbruder im Aschkönig findet? Haben die anderen Sternbilder ähnliche mystische Ursprünge, die Ihr uns verraten könnt?“ – Von Jimeee, Archivar der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen

Großsterndeuter Caecilus Bursio sagt: „Die Verbindung von Figuren aus Mythen und Legenden zu dem einen oder anderen Sternbild ist ein gängiges Thema in ganz Tamriel: Gewöhnlicherweise wird ein Held oder Monarch mit den mächtigen Aspekten des Sterns, von dem man sagt, dass sie oder er unter ihm geboren wurde, in Verbindung gebracht. Zum Beispiel die heilige Alessia, die erste Kaiserin, wurde traditionell mit dem Sternbild der Diebin verknüpft, währenddessen sich ihr Gatte Morihaus das Sternbild des Fürsten als Vorbild nahm und es auf seiner fürstlichen Rüstung trug. Sehen wir uns Ysmir an, dessen Legenden mir zufällig bekannt sind: Erhob er sich zum Himmel, um zum Krieger zu werden? Das würde bedeuten, dass dieses Sternbild zuvor nicht existierte, was für mich eher unglaubwürdig erscheint. Erhob er sich zum Himmel, indem er durch sein Sternzeichen – den Krieger – strömte, um jenseits Aetherius zu erreichen? Ich denke, das klingt poetisch, zumindest für eine mystische Gestalt. Nahm sich Ysmir den Krieger als Siegel, da er seine Stärke widerspiegelt und daher sogar nach seinem Tode (oder Ableben, oder Vermutungen oder auch seiner Vorherrschaft) mit dem Sternbild in Verbindung gebracht wurde? Dies scheint von allen doch die wahrscheinlichste Erklärung zu sein. Natürlich gibt es viele, die anderer Auffassung sind und womöglich findet ihr ihre Argumente überzeugender als die meinen.“

„Was sind ‚Unsterne‘ bzw. ‚Nichtsterne‘, von denen man sagt, dass sie das Sternbild der Schlange, bilden? Und, da die Position der Sterne relativ zueinander (oder zumindest zur Sonne) nicht festgesetzt ist: Wenn Sterne Löcher im Himmel sind, wie bewegen sie sich dann?“ – Von Feynn

Großsterndeuter Caecilus Bursio sagt: „Genau dieser Umstand, beschäftigt viele von uns verbliebenen Sternenguckern und ist der Grund, der sie unter meiner Leitung studieren lässt. Auch wenn wir nur ein unvollständiges Verständnis für die Schlange haben, glaube ich doch, dass die Antwort zu Eurer Frage in ihrer Aussage angedeutet wird: Ungleich der ‚Löcher im Himmel‘, welche sich nicht bewegen (zumindest in Relation zueinander), sind die sogenannten ‚Unsterne‘ der Schlange beweglich, da sie keine Sterne sind. Sie sind mit ihnen vergleichbar, denn sie leuchten hell in den Nächten – doch welche Art Licht scheint von ihnen aus auf uns herab? Es ist mit Sicherheit nicht Varlianz. Was ist es? Ist es unserer Moral wohlwollend oder will es uns übles? Diese Fragen, die ich als sehr wichtig ansehe, werden wohl sehr von ihren Antworten abhängen.“

„Ich habe eine Frage zu dem Sternbild des Schattens: Mit Ausnahme von der Schlange, haben wir bisher immer gehört, dass Sternenbilder mit Aetherius verbunden sind. Doch der Schatten scheint mir eigenartig, da die Geschichten der Schattenschuppen und nun auch ein Buch namens ‚Der Dunkle Gemahl‘ in unserem Archiv den Schatten mit Sithis in Verbindung bringt. Entspricht dies der Wahrheit? Ist der Schatten ein Herold Sithis‘? Steht er wirklich mit Aetherius in Verbindung?“ – Von Iszara dem Rastlosen, Sänger der Szenaristengilde

Großsterndeuter Caecilus Bursio sagt: „Sehr interessant, Iszara. Ich werde den von Euch erwähnten Band ausfindig machen. Sicher wird der Schatten in Poesi und Mythos von anderen in thematischer Weise mit den Unwesen und dem Nichts in Verbindung gebracht. Andererseits sehen andere den Schatten als einfachen Beobachter von Magus‘ Licht, einfach eine der vielen Manifestationen der anuischen/padomaischen Zweihaftigkeit von Mundus. In Bezug dazu würde der Schatten das Nichts, das durch die Sterne scheint, repräsentieren – was wiederum auf das jenseitsliegende Abyss hindeutet, wenn auch auf eine eher zweifelhafte Art. Es wäre wahrscheinlich weise, diese Aspekte der Realität als Essenzen oder Qualitäten anstatt als Persönlichkeiten anzusehen – wenn wir mit ihnen interagieren, so kann unser einfacherer Sterblichenverstand sie jedoch doch nur begreifen, wenn wir sie als Persönlichkeiten erkennen.“

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