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Aus dem Archiv der Gelehrten: Die Wiege der Schatten

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Die Wiege der Schatten. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Die Wiege der Schatten

Dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. Neben dem schriftlichen Teil haben die Entwickler auch ein kleines Video veröffentlicht.

TESO MitarbeiterZenimax on Aus dem Archiv der Gelehrten (Quelle)

Aus dem Tagebuch von Dranos Velador, Feldhauptmann des Seidenrings:

Endlich habe ich sie gefunden. Ich habe die Wiege der Schatten gefunden.

Sie war definitiv gut verborgen. Von außen ist sie kaum mehr als ein Haufen überwucherter Steinarbeiten, die von Flechten und alten Zypressenwurzeln bedeckt werden. Die Kaiserlichen scheuten keine Mühen, um sie zu verbergen, aber das Auge eines Assassinen übersieht nur wenig.

Das Bauwerk selbst ist unscheinbar – ein einfaches Bollwerk aus Stein, zusammengetragen im langweiligen colovianischen Stil. Aber man muss nur ein wenig an der Oberfläche kratzen, um die Wahrheit über diesen Ort zu erfahren. Ein stiller Schrecken hängt über der Wiege wie ein Leichentuch. Mephalas Diener lauern in jeder dunklen Ecke, gerade so, dass man sie nicht sieht, doch stets wachend. Wartend. Ich habe mich noch nirgends heimischer gefühlt.

Mephalas Präsenz wird nur noch stärker, während man hinabsteigt. Die blassen steinernen Mauern der Feste weichen großen Kavernen, in denen die Schatten wie verrückte Skampen tanzen und gewaltige Spinnennetze im Fackelschein schillern. Mephalas Diener, die Spinnenkinder, streifen durch diese Kammern und flüstern sich gegenseitig dunkle Geheimnisse in einer Sprache zu, die kein Sterblicher versteht. Aber es ist dennoch nur ein blasses Abbild von dem, was noch kommt.

Jenseits der Höhlen beginnt das Gewebe der Realität selbst zu zerreißen. Irgendwie hat Mephalas Ebene, der Spiralstrang, diesen Ort eingenommen. Ihre tiefschwarzen Ranken streben in jede Richtung und verführen Pilger und Opfer gleichermaßen – erobern sie, indem sie diese in kaltes Chitin einhüllen. Das ist es, was die Kaiserlichen dazu brachte, die Feste einzureißen. Sie fanden diesen Nexus und wollten ihn vor der Welt verbergen. Kurzsichtige Narren, alle miteinander. Wie kann man sich von dieser erhabenen Dunkelheit nur abwenden?

Nachdem ich diese düsteren Hallen nun für ein oder zwei Wochen beschritten habe, spüre ich ihre Last – ich meine ihre Schrecken. Es ist ganz so, als könnte diese ganze schwarze Schönheit in einem Wimpernschlag zusammenbrechen. Jemand hält den Nexus allein durch Willenskraft offen. Ich höre sie in meinen Träumen. Sie fleht mich an, tiefer in die Wiege hinabzusteigen. Sie verspricht mir Ruhm, Lust und Schrecken. Ihr Name ist Velidreth, die Herrin der Fäden. Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich zu ihrem Diener werden, und gemeinsam zwingen wir diese Welt in ihre Knie. Alle werden Mephala fürchten. Alle werden Mephala lieben. Alle werden Mephala dienen.

Unser grausiges Werk beginnt hier, in der Wiege der Schatten.

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