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Aus dem Archiv der Gelehrten: Die Rituale der Göttlichen

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Die Rituale der Göttlichen. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Die Rituale der Göttlichen

Auch dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Archiv der Gelehrten (Quelle)

DIE NEUN GEBOTE DER ACHT GÖTTLICHEN

Möge euch durch die Fürsprache der Heiligen Alessia Gnade gewährt werden, und möget ihr von der aus der Gnade entspringenden Kraft und Weisheit so erfüllt werden, dass ihr durch diese Lehren zur wahren Kenntnis der Acht Göttlichen und ihres Ruhms gelangt. Der menschliche Geist kann nicht all die mannigfaltigen Feinheiten der Wahrheit und der Tugend erfassen, und wären die Meere aus Tinte und der Himmel das Pergament, auf dem die Weisheiten der Götter geschrieben stehen. Und doch hat Akatosh, im Wissen um die Ungeduld des Menschen und wie ungern er auf den schweren Pfaden der Wahrheit wandelt, in seiner Weisheit erlaubt, dass diese neun einfachen Gebote mit mächtiger Klarheit und genauer Definition offenbart werden.

1. Stendarr sagt: Seid freundlich und großzügig zu den Bewohnern Tamriels. Beschützt die Schwachen, heilt die Kranken und gebt den Armen.

2. Arkay sagt: Ehrt die Erde, ihre Wesen sowie die Geister, lebend und tot. Verteidigt und hütet die Gaben der sterblichen Welt und entweiht nicht die Geister der Toten.

3. Mara sagt: Lebt besonnen und friedlich. Ehrt eure Eltern und bewahrt den Frieden und die Sicherheit des Hauses und der Familie.

4. Zenithar sagt: Arbeitet hart, dann werdet ihr belohnt. Gebt euer Geld weise aus, dann werdet ihr gut davon leben können. Stehlt niemals, sonst werdet Ihr bestraft.

5. Kynareth sagt: Nutzt die Geschenke der Natur weise. Respektiert ihre Macht und fürchtet ihren Zorn.

6. Dibella sagt: Öffnet euer Herz für die edlen Geheimnisse der Kunst und der Liebe. Würdigt das Geschenk der Freundschaft. Sucht Freude und Inspiration in den Mysterien der Liebe.

7. Julianos sagt: Erkennt die Wahrheit. Beachtet das Gesetz. Sucht im Zweifelsfall Rat von den Weisen.

8. Akatosh sagt: Dient und gehorcht eurem Kaiser. Studiert die Bünde. Betet die Acht an, tut eure Pflicht, und beachtet die Weisungen der Heiligen und der Priester.

9. Die Acht sagen: Seid vor allem gut zueinander.

Würde doch nur ein jeder in den Spiegel dieser Gebote blicken und dort die Seligkeit erkennen, die sich aus den Geboten ergibt, wenn man sie streng befolgt, so würde er in Demut und Bescheidenheit leben. Der folgsame Mensch kann vor die Altäre der Acht treten und gesegnet werden, und er kann den Trost und die Heilung der Acht empfangen, und er kann ihnen für seine mannigfaltigen Segnungen danken.

Der böse Mensch wendet sich leichtfertig ab und verzichtet auf die einfachen Weisheiten, die ihm durch die allweisen und allwissenden Neun gewährt werden, und er lebt in Sünde und Unwissenheit alle Tage seines Lebens. Er trägt die furchtbare Last seiner Verbrechen, und vor Mensch und Gott ist seine Bosheit bekannt, und er kann von den Altären und Schreinen der Acht weder Segen noch Trost erwarten.

Doch die Bösen und Törichten sind nicht verloren, denn in ihrer unendlichen Gnade haben die Acht gesagt: „Tut Buße und Gutes, und der Quell der Gnade wird wieder für euch sprudeln.“

Bereut Eure Verbrechen! Entrichtet an den Kaiser die Strafe in Gold, damit der Glaube und seine Vorteile an alle Menschen verbreitet werden können!

Zieht aus und tut Gutes! Macht Eure Untaten durch Glanztaten vergessen! Zeigt allen Menschen und den Acht den Ruhm des rechtschaffenen Menschen, auf dass Ihr Euch erneut den Altären und Schreinen der Kapelle nähern und den Trost und den Segen der Acht empfangen könnt.

ARTORIUS PONTICUS BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„An Bischof Artorius Ponticus des Tempels von Akatosh, ich grüße Euch:

Aufgrund der hohen Opferzahlen der kürzlich über Tamriel hereingebrochenen Katastrophen wurde mein Interesse auf das Leben nach dem Tod gelenkt. Mir sind die Fernen Ufer, die die Helden rothwardonischer Abstammung beanspruchen, sowie das ätherische Reich Sovngarde bekannt, doch einige andere Quellen verweisen auf einen Ort, noch über Aetherius hinaus geht, an den die Seelen der Toten wandern. Zu welchen anderen Reichen von Aetherius rufen die Göttlichen ihre Anhänger nach dem Tode und welche Zeremonien werden benötigt, um sicherzustellen, dass die Verstorbenen sicher auf der anderen Seite ankommen?

Hochachtungsvoll, Rohais aus Auridon“

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Auch wenn andere Glaubensrichtungen fantasiereiche Namen für das Reich des Jenseits haben, so ist es für uns, in der Akatosh-Kantorei, nur als Himmel bekannt. Wir, Anhänger der Acht, bauen auf die Weihen von Arkay, um die Seelen auf ihrer Reise himmelwärts zu beschützen.“

„Sehr geehrter Bischof Ponticus,

ich würde mich freuen, wenn Ihr meiner Wenigkeit eine Frage beantworten könntet, die mich schon seit Jahren verwirrt und an meiner Neugier nagt. Ich bin nur ein Magier und Gelehrter und habe leider kein genaueres Verständnis solcher spirituellen Angelegenheiten. Soweit es mir bekannt ist, sind sich die Priester der Göttlichen und die Altmer von Sommersend einig, dass Akatosh und der elfische Auri-El dieselbe göttliche Gestalt sind. Und doch ist es mir nicht möglich, die Gemeinsamkeiten des goldenen Adlers und des Drache der Zeit auszumachen. Ich habe bis heute keine Beschreibung oder Erwähnung von Auri-El gefunden, in der er als Drache dargestellt wurde, oder, dass Akatosh in jeglicher Weise durch Auri-El inspiriert, oder sogar mit ihm verwandt sein sollte. Könnt Ihr mir erläutern, wie diese beiden Gottheiten miteinander verbunden sind und ob einer der beiden dem anderen vorausgeht? Sind sie in Wirklichkeit tatsächlich derselbe Gott der Zeit, zu dem so viele von uns beten?

Mit freundlichen Grüßen, Großverzauberer Etienne Dumonte“

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Alle, bis auf die rechthaberischsten Theologen, sind sich einig, dass der kaiserliche Akatosh und der elfische Auri-El ein und derselbe sind, auch wenn die Verehrung Auri-Els durch die Elfen, durch ihre bedauernswerten Vorurteile gegenüber anderen Völkern, verzerrt ist. Doch Auri-El ist zweifelsohne der Gott der Zeit, sowohl für die Altmer, als auch die Bosmer. Ihre Mythen der Entstehung können leicht als das Werk unseres eigenen Vathers Akatosh erkannt werden. Was Eure zweite Frage angeht, Akatosh, sowie Auri-El werden zugeschrieben, dass sie für das Beginnen der Zeit verantwortlich sind und aufgrund ihrer Definition, kann keiner der beiden dem anderen ‚vorausgegangen‘ sein.“

„Sehr geehrter Bischof Ponticus,

ich wäre Euch zu tiefst Dank schuldig, wenn Ihr mit eine Frage beantworten würdet, die ich nicht wagte mit Freunden und Verwandten zu teilen. Sie befasst sich nicht mit dem allmächtigen Akatosh, sondern mit der liebevollen und barmherzigen Mara. Es ist immer eine Freude zu beobachten, wie junge Paare den ewigen Schwur in den Tempeln der göttlichen Mutter eingehen, doch konnte ich bisher nie eine Hochzeit zwischen zwei Männern oder zwei Frauen beobachten. Erlauben Mara und ihre Priester einen Verbund zwischen zwei Männern, oder zwei Frauen, und wie stehen sie zu solchen Beziehungen? Begrüßt Mara jeden, oder sollten zwei Partner des gleichen Geschlechts den ewigen Bund nicht eingehen?

Mit freundlichen Grüßen, Großverzauberer Etienne Dumonte“

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Mutter Mara liebt all ihre Kinder, ungeachtet ihrer Gestalt. Sie schätzt ihre Seelen, nicht ihre Körper, und wenn zwei Sterbliche Maras Schwüre leisten, so vereinigen sie ihre Seelen.“

„Ihr seid ein Bischof Akatoshs, richtig? Nun, es gibt zwei Sachen, die ich über Euren seltsamen ‚Göttlichen‘ nicht verstehe:

Als Sängerin studiere ich gleichermaßen Worte wie Schwerter. Wenn mich meine Etymologie nicht im Stich lässt, dann setzt sich der Name „Akatosh“ aus dem aldmerischen ‚Aka‘ – ‚Drache‘ – und dem Wort ‚Tosh‘ – stammend aus einem obskuren nedischen Dialekt, das ebenfalls ‚Drache‘ bedeutet, zusammen. Also bedeutet ‚Akatosh‘ ‚Drache Drache‘. Wenn ich mir aber Eure Darstellungen Akatoshs ansehe, zeigt sich mir ein Bild eines zweiköpfigen Gottes mit jeweils einem Drachen- und einem Menschenkopf. Warum besitzt er nicht zwei Drachenköpfe, wie sein Name es vermuten lässt?

Die zweite Frage wäre: Warum betrachtet Ihr Akatosh als den ‚ersten der Göttlichen‘? Die Zeit ist nicht wichtig. Ich will damit sagen, auch wenn die Nord dumm sind, so ergibt ihre Mythologie mit der Rolle Alduins irgendwie Sinn. Verglichen damit scheint Eure Mythologie gänzlich aufgesetzt. Nun, das wird wohl auf dem irren ‚Propheten‘ Marukh zurückzuführen sein, der all Euer nedisches Erbe zerstört hat und Ihr so Eure gesamte Mythologie aus dem Nichts wieder aufbauen musstet. Dennoch, ich musste es einfach fragen.

Ernsthaft, ihr Leute aus Cyrodiil seid Narren. Tobr’a“ – Von Iszara die Rastlose, Sängerin der Szenaristengilde

 

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Auch wenn Ihr schimpft, rastlose Iszara, spüre ich, dass Eure Fragen aufrichtig sind. Ich werde daher über eure Missachtung hinwegsehen, um Euch bei der Minderung Eurer Ignoranz zu unterstützen.

Eure Etymologie ist nicht unbegründet, doch vereinfacht sie diese komplexe Angelegenheit zu stark. Fürst Akatosh trägt sowohl das Gesicht eines Drachen als auch eines Menschen, um das Bündnis zum Kaiserreich der Menschen und das Bündnis zwischen dem Göttlichen und der Heiligen Alessia, als die Menschheit Cyrodiils von den Elfen befreit wurde, aufzuzeigen. Und Euch werden die Sprachforscher berichten, dass ‚Tosh‘ für die Nedier nicht nur ‚Drache‘ sondern auch (abhängig von deren Gebräuchen und Wohnorten) ‚Tiger‘ oder ‚Zeit‘ bedeuten konnte. Daher: Akatosh, der Drache der Zeit.

Was Eure zweite Frage anbelangt – sie hat zwei Antworten. Akatosh war der erste der Göttlichen, der zu Beginn der Welt eine Gestalt annahm; er war das Vorbild, dem alle anderen folgten. Und natürlich, als Gott, der für den Lauf der Zeit verantwortlich ist, ist er der erste Beweger der Zeitdauer und auf dieser Basis somit der erste der Göttlichen.“

„Ah, werter Bischof. Es ist mir eine Ehre mit jemandem korrespondieren zu dürfen, der den wahren kaiserlichen Glauben während dieser vernichtenden Zeit aufrechterhält. Ich hoffe Ihr könnt mir meine wissenschaftliche Neugier zu diesen heiligen Themen verzeihen, nichtsdestotrotz habe ich eine einschlägige Frage zu Glauben und Gläubigern. Ich interessiere mich für die Herkunft der kaiserlichen Verehrung Akatoshs selbst und ich vermute Ihr seid ein Experte der Theologie, die ihn umfasst. Daher würde ich diesbezüglich gerne Eure Meinung hören. Ganz pflichtbewusst studierte ich einen Band namens „Shezarr und die Göttlichen“, in der Bibliothek von Wegesruh, in dem behauptet wird, dass die Nord, die Alessia bei der Zusammenschließung der Acht Göttlichen unterstützten, Akatosh nur wiederwillig in das alessianische Pantheon aufnehmen wollten, da er als Gott der Elfen galt. Es gibt zwei Gründe, warum ich das als sonderbar empfinde. Erstens, hatte ich den Eindruck, dass der aldmerische Name des Gottes der Zeit Auri-El war, der als Adler, oder großer Altmer mit einer Krone beschrieben wurde. Zweitens, stellte ich nach genauerem Studium des heidnischen Glaubens der alten Nord fest, dass dieser andeutet, dass in den alten Tagen eine Art Drachengötze aus Atmora importiert wurde. Könnte dieser, primitive heidnische Gott eine brutale, missverstandene Iteration unseres geliebten Akatosh sein, oder repräsentiert dieser Götze einen wilden barbarischen Gott, der längst in Vergessenheit geraten ist? Die vielen Möglichkeiten faszinieren mich und ich warte sehnlichst auf Eure Antwort, werter Herr.“ – Von Legate Cyclenophus von der bretonisch-kaiserlichen Restaurationsgesellschaft

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Die Nord, die Alessia bei dem Sklavenaufstand unterstützten, nahmen, wie ihr schon sagtet, Aktatosh nur wiederwillig in dem neuen Pantheon auf. Dies lag allerdings nicht nur daran, dass die Elfen ihn, obgleich unter anderem Namen, verehrten. Was eine viel tragendere Rolle spielte, war das grundlegende Missverständnis, welches die Nord der Natur des Drachen der Zeit entgegenbrachten. Sie verbanden ihn mit ihren Mythen zu Alduin, dem Drachen, der die Welt verschlingt. Es war wahrlich ein ‚brutales Missverständnis‘, ein Fehler, deren Glauben sich bis zum heutigen Tage weiterhin bei den weniger gebildeten Bewohner Himmelsrandes widerspiegelt. Wie das Buch bereits erläutert, wurden die Nord von Alessia erst besänftigt, nachdem sie zustimmte, ihren geliebten Shor in das Pantheon als Shezarr, der Fehlende Gott, aufzunehmen. Und dies war auch angemessen, da es gleichzeitig die Wichtigkeit Shezarrs und auch seine Abwesenheit hervorhob.“

„Zum Gruße Bischof Ponticus,

dies ist meine Frage an Euch: Wie befasst sich die Kirche mit der Verfälschung der Verehrung der Acht Göttlichen, wie es die Khajiit praktizieren, oder die Anbetung der lebenden Götter des dunmerischen Tribunals?

Erkennt die Kirche solche Variationen des Glaubens an und, wenn dies der Fall ist, wie versöhnen sich diese Unterschiede des Glaubens miteinander?“ – Von dem einsamen Ayleïden

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Vereinigung der Unterschiede des Glaubens? Was für eine wunderliche Idee. Die Welt hat Ignoranz und Fehler im Überfluss, und die Aufgabe der Gläubigen ist es, diese zu richten. Die Bündnisse lehren uns die wahren Wege des Glaubens von Akatosh und der sieben anderen Göttlichen. Anderen Völkern die Wahrheit des Bündnisses zu lehren ist eines der drei Vorsätze der Kantorei Akatoshs.“

„Geehrter Artorius Ponticus,

meine Frage bezieht sich auf die „daedrische Fürstin“ Meridia.

Meridia sticht unter den daedrischen Fürsten hervor, wenn man sie denn überhaupt eine Daedra nennen kann. Zum Beispiel scheint Meridia viele Eigenschaften der Anuic zu besitzen, die man für gewöhnlich den Aedra und vielen anderen aetherischen et’Ada zuschreibt, doch nicht den daedrischen Fürsten. Zusätzlich dazu, befand sich Meridia während der Entstehung auf Nirn und verließ es zusammen mit Magnus, tatsächlich soll sie laut Nachforschungen eine der Magna Ge sein, dazu wird sie in der ayleïdischen Mythologie mit dem Licht in Verbindung gebracht. Ich konnte in der Vergangenheit bereits mir ihr und ihren Dienern interagieren und mir scheint es, als wolle sie Nirn und ihren Bewohnern nichts Böses. In der Tat scheint sie sogar bereit zu sein, Sterblichen zu helfen, vor allem gegen jene, die das Leben selbst verderben wollen.

Ich würde gern Eure Meinung dazu hören, warum sie als daedrische Fürstin Bezeichnet wird: Ist der Grund dafür der, dass sie im Reich des Vergessens einen Bereich aus dem Licht der Sonne erschuf, statt nach Aetherius zurückzukehren? Zählt Magnus auch zu den Daedra? Er hat, wie auch Meridia, seine Macht nicht aufgegeben, nachdem die Erschaffung Nirns abgeschlossen war.“ – Von Melanion, Templer von Stendarr und Meridia

 

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Ich schließe aus Eurem Namen, Melanion, dass ihr zu den Elfen gehört, was erklärt, warum ihr einem solch schrecklichen Fehler unterlegen seid. Meridia mag zwar gerecht zu Sterblichen sprechen, wenn sie ihre Folgsamkeit wünscht oder sie sich ihnen zu Untertan machen möchte, doch hier in Cyrodiil wird sie auf immer für das in Erinnerung bleiben, was sie wirklich ist: eine Gönnerin und Beraterin der Elfen des Herzlandes und Mitschuldige an der Knechtschaft und Unterdrückung jeglicher Menschheit, der sich die Ayleïden bemächtigen konnten. Ihre süßen Worte verschleiern ihre unaufrichtigen Ziele. Befolgt stattdessen den Rat des Bündnisses und traut nicht den Versprechen einer Daedra!

Was Magnus anbelangt, so wird er nicht als Teil der Acht Göttlichen angesehen, auch wenn er viel entbehrte, so gab er dennoch nicht alles. Als er sich aus Mundus zurückzog, hinterließ er den Sterblichen das Geschenk der Magie, eine fragwürdige Hinterlassenschaft, die der Welt sowohl gutes als auch böses beschert – doch gibt es keinen Zweifel an seiner aedrischen Natur. Ich möchte Euch nach Kvatch einladen, Melanion. Dort können wir diese Unterhaltung fortsetzen und Euren Irrglauben aufklären.“

„Brief – Zur eiligen Auslieferung per Courier zu Pferd an:

Bischof Artorius Ponticus
Kathedrale von Akatosh
Stadt Kvatch, Provinz von Cyrodiil
Anbei der Restbetrag der Zustellungsgebühr (12 Münzen)

Höchst ehrwürdiger Bischof Ponticus,

ich war höchst erfreut zu erfahren, dass Ihr unsere Fragen bezüglich des Wesens des Glaubens der Acht Göttlichen in Tamriel (mögen sie mit dem Segen Akatoshs und aller Göttlichen erfüllt sein) beantwortet habt. Vergebt mir Vater, falls ich zu wortreich bin. Zuerst würde ich gern mehr über die Liturgien erfahren, wie Ihr sie selbst in der heiligen Kathedrale feiert. Werden am zentralen Altar der Kathedrale bestimmte Rituale gehalten? Wie werden Laien am Gottesdienst beteiligt? Gibt es bestimmte Liturgien für einzelne Tage der Woche, oder einzelne Stunden des Tages? Zeigt Ihr Eure Verehrung durch das Lesen oder Nutzen von bestimmten Schriften? Zusätzlich würde ich gern mehr über die persönlichen Andachten Eurer Gruppe und Gemeinde erfahren. Beten sie auch in ihren Heimen? Beten sie auf ihren Betten, oder nutzen sie dafür fromme Bücher? Verschreibt Ihr selbst bestimmte Gebete oder gottesergebene Taten? Ich danke Euch vielmals für Eure Aufmerksamkeit.

Mögen Akatosh und alle Göttlichen gepriesen sein,

Abeachy“

Bischof Artorius Ponticus sagt: „In jeder Kirche, Kapelle oder Kathedrale, in der Akatosh verehrt wird, wird pünktlich zur Mittagsstunde eine Messe gehalten, wie es von der Sonnenuhr des vorsitzenden Priesters im Gefäß der Stunden festgelegt wird. Ausgenommen an Tagen, die Akatosh heilig sind, ist diese Messe kurz gehalten und besteht aus Vorlesungen angemessener täglicher Liturgien des erweiterten Bündnisses, anschließend führt der Priester die Gemeinde im Gebet der Dankbarkeit.

Die Verehrung von Zuhause oder in privaten Gebeten, solltet Ihr an der Messe nicht teilnehmen können, ist noch einfacher: der Laie Akatoshs hält einfach für eine volle Minute inne und zählt die Sekunden der Vergeltung aus, und gibt somit seinen Dank für sein bzw. ihr sterbliches Leben und jede Stunde, die es aussteht, egal wie wenige es auch sein mögen.“

„Grüße, mein teurer Bischof. Es gibt eine Angelegenheit, die mir schon seit einiger Zeit schwer auf dem Herzen liegt und da Ihr Akatosh verehrt, mag ich vielleicht endlich einen Abschluss finden – es handelt sich um eine mögliche Verbindung mit dem daedrischen Fürsten Peryite und dem Drachengott der Zeit. Vor einigen Monaten erwähnte ein gräulicher Herr des Kaiserlichen Kollegs in einem Gespräch mit mir, dass laut den Verehrern des Zuchtmeisters, seine Ähnlichkeit zum Drachengold, seit Beginn der Zeit, ein unerkennbarer Scherz wäre. Beide werden von Drachen repräsentiert und wo Akatosh seine aedrische Ordnung aufrechterhält, scheint die Sphäre von Peryite das selbige für die Daedra zu bewirken. Mir ist auch aufgefallen, dass die Statuen der beiden, die von Priestern und Kultisten gleichermaßen verwendet werden, oftmals nur geringe Abweichung aufweisen. Sind diese Gemeinsamkeiten Zufall, oder gibt es wirklich eine versteckte Verbindung zwischen diesen zwei Unsterblichen? Was ist, als Bischof Akatoshs, Eure Meinung hierzu?“ – Von Eis Vuur Warden, freischaffender Gelehrter

Bishof Artorius Ponticus sagt: „Wieder diese Daedra! Ich werde niemals die Faszination der Leute für diese, mit Hass erfüllten, heimtückischen Dämonen verstehen. Sie sind falsche Götter, Vorbilder für selbstsüchtige Mutwilligkeit, unfähig zu verstehen, welches Opfer die Aedra erbrachten, um unsere Welt zu erschaffen, dazu unglaubwürdig in ihren Absichten und unwürdig der Verehrung.

Und doch versuchen einige den mächtigen und wohltätigen Akatosh mit diesen so genannten ‚Fürsten‘ zu vergleichen, und das nur, weil der Dämon die Gestalt eines Drachens gestohlen hat und sie sich zum Symbol machte. Wenn es aus Bewunderung geschehen wäre, könnte man es vielleicht entschuldigen, doch Bewunderung ist keine Eigenschaft, die den Daedra innewohnt. Dieser Diebstahl ist schlicht und einfach ein Versuch, sich durch Verschleierung die Macht und Erhabenheit eines anderen zu klauben. Der Zuchtmeister? Pah! Wohl doch lieber, der Schwindler!

Wir sollten nicht länger über diese Angelegenheit diskutieren.“

„Wie wird in der allgemeinen tamrielischen Gottesverehrung, um genauer zu sein, im Kult Dibellas, über die Wahl der Sibylle entschieden, bzw. wird sie direkt von der göttlichen Inspiration, von Dibella selbst, oder doch ganz anders, gewählt?“ – Von Valaria Aritus, Lehrling der Magiergilde

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Wie die Sibylle aus dem Haus von Dibella gewählt wird, ist eines der Geheimnisse des Kults – selbst wenn ich die Antwort wüsste, könnte ich sie Euch nicht verraten, denn dann hätte ich einen Eid zur Schweigsamkeit abgelegt! Es wird behauptet, dass Dibella ihre Sibyllen selbst erwählt. Dazu soll sie ihre Wahl über eine Art göttliche Offenbarung einer Gemeinschaft mitteilen. Andere – ich zähle mich selbst zu ihnen – meinen, dass das eher unwahrscheinlich ist, da sie als Göttin, die sich selbst opferte, keine aktive Präsenz mehr in unserer Welt hat. Vater Akatosh könnte als ‚aktivster‘ Aedra angesehen werden, da wir ihn in jeder Sekunde der vergehenden Zeit spüren können – doch wenn selbst ich, ein Bischof von Akatosh, noch nie mit einem Göttlichen Zwiesprache gehalten habe, wie wahrscheinlich (und dies soll nicht als Respektlosigkeit gegenüber der Dame der Liebe gelten) ist es dann, dass eine Sibylle Dibellas mit ihr Zwiesprache halten kann? Sehr unwahrscheinlich. Nein, wirklich sehr unwahrscheinlich.“

„An Artorius Ponticus, Bischof von Akatosh im Tempel in Kvatch,

jeder in Cyrodiil weiß von dem Bündnis zwischen Vater Akatosh und der Heiligen Alessia, doch dieser niedere Gelehrte versteht nicht, wie Molag Bal es schaffen konnte das Abkommen zwischen den Göttlichen und Al-Esh zu umgehen, als der daedrische Fürst in den letzten Jahren der Ersten Ära Gil-Var-Delle zerstörte. Könntet Ihr dies mit den einfachsten Begriffen, die sogar ein Nord verstehen würde, erläutern?

Quintillius Trebates der großen Bibliothek in Leyawiin“

Bischof Artorius Ponticus sagt: „Ich befürchte diese Herausforderung könnte sogar für mich ein wenig zu groß sein, ehrenhafter Quintillius, denn diese Angelegenheit ist … kompliziert. Das Problem, Nirn vor der Verwüstung durch die Daedra zu schützen, hat nicht einfach nur zwei Seiten, bei der auf der einen die Zerstörung Tamriels, und auf der anderen der Schutz Tamriels steht. Mundus ist vielseitig und so beinhaltet es beide Seiten, zusammen mit Weiteren, und ist umgeben von den unzähligen Ebenen des Reichs des Vergessens. Das mag Paradox wirken, doch ist, nichtsdestotrotz, die Wahrheit. Das Bündnis Akatoshs ist natürlich heilig und unvergleichlich … es könnte dennoch Wege geben, um es zu schwächen, oder es sogar, wenn auch unvorstellbar, zur Kapitulation zu zwingen.

Der Gott der Zeit mag zwar der Erste der Aedra sein, doch gibt es in Mundus viele andere Mächte, und andere aus dem Jenseits, von denen wir nicht sprechen. Einige mögen uns beschützen, während andere mit unseren Beschützern streiten und so mögen selbst die Taten der Sterblichen nicht so unbedeutend sein, wie es vielleicht zunächst scheint. Wir haben unendliches Vertrauen darauf, dass Vater Akatosh uns beschützt – doch werden wir in Zeiten der Gefahr trotzdem beten.“

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