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Aus dem Archiv der Gelehrten: Archäologie und die Völker Tamriels

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Archäologie und die Völker Tamriels. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Archäologie und die Völker Tamriels

Auch dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Aus dem Archiv der Gelehrten (Quelle)

DIE EXPEDITION NACH SALAS EN

Von Fürstin Clarisse Laurent

Es ist seltsam, dass die elfischen Ruinen von Salas En, die in Hammerfall an der Küste von Kap Shira liegen, noch nie gründlich erforscht oder erkundet wurden. Dies liegt vermutlich an der übertriebenen Ehrfurcht, die die abergläubischen Ortsansässigen Begräbnisstätten der Toten entgegenbringen, auch denen anderer Kulturen. Ich würde nicht so weit gehen, die Rothwardonen von Alik’r als Angsthasen zu bezeichnen, aber es ist wirklich starker Tobak, dass ich meine gesamte eigene Mannschaft quer über die Bucht von Hochfels hierherbringen muss.

Wie dem auch sei, jetzt sind wir unterwegs, und wir sorgen dafür, dass die Sache angemessen erledigt wird. Es gibt nur wenig, was über Salas En tatsächlich bekannt ist, aber was man weiß, ist faszinierend, da in den letzten drei Ären eine Reihe von Kulturen dort gehaust hat. Die letzte dieser Kulturen waren Rothwardonen, weshalb man zuoberst auch Relikte aus der Zeit findet, in der die Kronen der späten Ro’Wada Salas En besetzten. Diese Rothwardonen, die als Kolonisten von der Insel Yath im verlorenen Yokuda kamen, scheinen die Elfen verdrängt zu haben, die zuvor an diesem Ort beheimatet waren. Scheinbar haben diese Abkömmlinge von Yath Salas En besetzt, bis sie es Mitte des 23. Jahrhunderts aufgegeben haben, was zeitlich mit den verheerenden Auswirkungen der Thrassischen Pest übereinstimmt.

Die Elfen, die die Rothwardonen von Yath verdrängt hatten, waren der Überlieferung zufolge altmerische Kolonisten des Klans Corelanya, die erst vor kurzem Salas En erreicht hatten und angeblich die Daedra verehrten. (Dies würde auch erklären, warum sie von Sommersend an die schroffen Küsten von Hammerfall ausgewandert sind.) Es scheint, dass sie irgendwann im sechsten Jahrhundert der Ersten Ära angekommen waren und die Gebäude bewohnt und erweitert hatten, die ursprünglich von den Ayleïden erbaut worden waren. Hier finden sich sowohl bosmerische Relikte als auch klassische Vertreter der altmerischen Hochzeit, was nahelegt, dass die Corelanya entweder am Küstenhandel der Waldelfen teilnahmen, der damals seine Blütezeit erlebte, oder dass Salas En von den bosmerischen Händlern als Zwischenstopp verwendet wurde, bevor die Corelanya sich hier niederließen.

Unter den Neubauten der Hochelfen, und tatsächlich weniger vom Zahn der Zeit betroffen als viele der später erbauten Gebäude, finden sich die ursprünglichen Bauten der Ayleïden, die den vergangenen Jahrhunderten zum Trotz stolz in den Himmel ragen. Über die Ayleïden, die Salas En erbaut hatten, ist so gut wie nichts überliefert, und ich führe diese Expedition hauptsächlich durch, um hinter ihre Geschichte zu kommen. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit der Hilfe meiner erfahrenen und handverlesenen Ausgräber die Steine von Salas En überreden kann, mir ihr Geheimnis zu verraten.

FÜRSTIN CLARISSE LAURENT BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Fürstin Clarisse Laurent,

ich verstehe, dass Euch die Suche nach Artefakten gemeinsam mit der Magiergilde gefällt, insbesondere in Hochfels, und mich würden die rechtlichen Vorgänge interessieren, die notwendig sind, damit Ihr durch diese Ruinen ziehen könnt. Müsst Ihr Euch zunächst an irgendeine Art von Autorität wenden? Wenn Ihr dann Zutritt zu einer Ruine habt, wären dann weitere rechtliche Schritte notwendig, wenn Ihr beispielsweise auf ein mächtiges magisches Artefakt stoßen würdet, etwa einen großen Welkyndstein in einer Ayleïdenruine? Wie unterscheiden sich diese rechtlichen Fragen im Vergleich zu den anderen Orten Tamriels, die Ihr bereits erkundet habt?

P.S. Ich habe nicht vergessen, dass wir eine Verabredung zum Tee hatten. Ich musste Gabrielle Benele bei einem wichtigen Projekt helfen. Ich hoffe, Ihr versteht das.

Zaubermeister Solinar von der Magiergilde“

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Rechtliche Vorgänge? Was für eine interessante Vorstellung! Aber wahrscheinlich stammt Ihr aus Cyrodiil oder möglicherweise gar von Sommersend, wo solch lästiger Tamtam alltäglich ist. Ich bin eine bretonische Adelige und daher damit vertraut, selbst Entscheidungen zu treffen, wenn es etwa um Besitz und Recht geht. Ich würde niemals etwas so Linkisches tun, wie etwa ein uraltes Grab lebender Aristokraten zu plündern. Und davon abgesehen, nun … die Suche nach Wissen bringt einen dorthin, wohin sie einen führt!“

„Nun, wenn das nicht meine liebe Freundin Clarisse ist. Ich zeige die Schuppen der Freude! Wie lange ist es her? Mittlerweile fünf Jahre? Wir haben uns seit dieser betrunkenen Nacht in der Taverne zum Kreischenden Echkin in Fahrun nicht mehr getroffen. Es war … ähm … gut, sprechen wir nicht mehr darüber, meine Liebe. Was ich Euch fragen wollte, betrifft den Rückzug, die Ächtung und nun das Verschwinden der Minotauren. Die ‚Männer aus Tor/Taur‘, je nach Kontext, werden häufig als Nachfahren der Heiligen Alessia der Freien und dem Halbfürsten Morihaus, dem Sohn von Kyne, verstanden. Der zweite Kaiser, Belharza der Bulle auf zwei Beinen, war der erste Minotaur und laut uralten Fabeln deren Sohn. Die Kaiserlichen der Ersten Ära schienen die Minotauren als ihre Brüder anzusehen und lebten mit ihnen friedlich im Einklang. Aber als ich Dokumente durchgesehen habe, die bis in die heutige Zeit reichen, stieß ich immer wieder auf Erwähnungen der Minotauren als ‚Wilde‘ oder ‚tobende Monster‘, insbesondere in kaiserlichen Folianten. Warum sank der Respekt gegenüber den Minotauren mit dem Anbrechen der zweiten Ära? Und warum verschwanden sie ganz aus Cyordiil?“ – Von Eis Vuur Warden, freischaffender Gelehrter

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Für eine Antwort müsst Ihr weiter zurück blicken, in die frühe bis mittlere Erste Ära, als der alessianische Orden die Macht im Kaiserreich Cyrodiil innehatte. Auch wenn die Aufzeichnungen aus dieser Zeit lückenhaft sind, so ist dennoch eine Sache klar: die Abneigung der Alessianer gegenüber nicht-menschlichen Völkern war nicht auf ihren Hass den Elfen gegenüber beschränkt. Minotauren waren immer Ziel von Verdächtigungen und Furcht, unter anderem wegen ihrer Größe und Stärke. Sie wurden von den Alessianern als ‚Monster‘ neu definiert und mit Kreaturen wie Ogern und Trollen in einen Topf geworfen. Sie wurden in die Hügel und Wälder getrieben und welche Kultur auch immer sie vorher besaßen, ging verloren.“

„Allerdings wurden sie nie vollständig ausgelöscht und man sagt, Minotauren würden selbst heute noch durch die Hinterwälder und Hügel der colovianischen Hochlande und der Goldküste streifen. Vielleicht sehe ich mir das sogar selbst an, nachdem ich meine geplante Expedition in die Berge Wrothgars abgeschlossen habe! In letzter Zeit sind Reisen an die Goldküste schwierig geworden, allein wegen der Launen der sogenannten Piratenkönigin von Anwil, aber so wie ich das verstehe, könnte es innerhalb des kommenden Jahres wieder möglich werden, nach Anwil und Kvatch zu reisen. Ich werde Stibbons auftragen, sich so bald wie möglich um die notwendigen Vereinbarungen zu kümmern.“

„Grüße, ich bin Hundorian. Es wärmt meine Schuppen, dies an Euch zu schreiben, Fürstin Clarisse Laurent. Ich würde gerne mehr über dieses fuchsartige Volk mit dem Namen Lilmothiit erfahren. Ist es wahr, dass sie aufgrund der Knahaten-Grippe ausgestorben sind? Mein Stamm ist nomadisch und ich habe gehört, dass die Lilmothiit vielleicht auch nomadisch oder stämmisch veranlagt waren. Sind das alles nur Mythen und Gerüchte oder könnte darin auch etwas Wahrheit stecken? Ich hoffe, mein Brief erreicht Euch wohlauf und dass Ihr mir antworten können werdet. Ich habe außerdem ein Beutelchen mit Schlamm beigefügt. Möget Ihr alles haben, was Ihr Euch wünscht, solange Ihr dies weise einsetzt. Möge der Schlamm Euch führen, Fürstin Clarisse Laurent.“ – Von Hundorian, Herr des Schlamms

„Grüße, Fürstin Clarisse:

Während meiner Studien bin ich auf einige Referenzen zu den ausgestorbenen Lilmothiit gestoßen, einem nomadischen, fuchsartigen Volk aus Schwarzmarsch. Man sagt, sie waren mit den Khajiit verwandt, auch wenn ich mir dessen nicht sicher bin (auch wenn ihr Name es unterstützen mag: einige verbündete Khajiit versicherten mir, Lilmothiit würde in Ta’agra in etwa ‚jemand aus Lilmoth‘ bedeuten, was vermuten lässt, dass sie diese Sprache ebenfalls nutzten oder sie zumindest Ähnlichkeiten besitzen – außer es ist einfach nur ein zugewiesener Name, so wie Altmer wie ich einfach ‚Hochelfen‘ genannt werden). Ich konnte nicht viel mehr über sie finden, außer der Tatsache, dass sie die Stadt Schwarzrose gegründet haben. Wisst Ihr mehr über dieses mysteriöse Volk?

Danke,

Alarra – Berater der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen“

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Ah, die verblichenen, betrauerten und nun vergessenen Lilmothiit! Allen Quellen nach ist das gesamte Volk der schrecklichen Knahaten-Grippe erlegen und wir werden wohl nie in der Lage sein, mit einem lebenden Mitglied des Fuchsvolks zu sprechen. Allerdings können wir uns an der Tatsache erfreuen, dass sie zweifellos nun leerstehende und unberührte Siedlungen hinterlassen haben, wodurch wir die Lilmothiit durch die Disziplin der Archäologie wieder zum Leben erwecken können! Von Hochfels aus betrachtet lebten sie an der entgegengesetzten und abgelegenen Seite von Tamriel, weshalb sie uns bretonischen Gelehrten so gut wie unbekannt sind – aber ich plane höchstpersönlich, diesen Mangel zu beheben! Nach meinem Besuch an der Goldküste hoffe ich, mit einem Schiff nach Leyawiin reisen zu können und von dort aus dann auf dem Landweg weiter nach Trübmoor in Schwarzmarsch. Dann werden wir schon sehen, was wir finden können!“

„Werte Fürstin Laurent,

ich bin überaus erfreut, die Gelegenheit zu erhalten, mich mit jemandem auszutauschen, der so in den Künsten der Geschichte und Archäologie versiert ist wie Ihr. Ich habe Eure Karriere verfolgt und muss schon sagen, dass Euer Enthusiasmus und Eure sorgfältige Herangehensweise an Angelegenheiten und älteste Völker Eure ‚professionelleren‘ und ‚gelehrteren‘ Kollegen in Scham versinken lassen sollten. Ich habe Euch in der Hoffnung angeschrieben, dass Ihr etwas Licht auf unsere rätselhaften Ahnen werfen könntet: die Nedier. Viele Gelehrte in Wegesruh können stundenlang über die Technologie der Dwemer oder die Magie der Ayleïden philosophieren, aber nur wenige interessieren sich für die Geschichte und Kultur unserer Ahnen. Meine nordischen Kollegen bestehen darauf, dass die Nedier nichts weiter waren als nordische Stämme, versklavt durch die Elfen, während die Kaiserlichen der Ansicht sind, die Nedier wären ebenfalls atmoranischen Ursprungs, aber ein anderes Volk. Und wieder andere behaupten, die Nedier waren von Anfang an in Tamriel heimisch, völlig isoliert von den Atmoranern. Was ist Eurer gelehrten Meinung nach der Ursprung und Geburtsort der Nedier? Glaubt Ihr, sie waren Atmoraner oder etwas völlig anderes? Und in diesem Gedankengang: Glaubt Ihr, es gibt wesentliche Unterschiede zwischen den Nediern, die die einzelnen Provinzen bewohnten, etwa die Protobretonen oder Protocyrodiiler? Und zum Schluss, wisst Ihr, welche einzigartigen Magien oder Praktiken die Nedier besaßen und wie sie sich in ihre Kultur einfügten? Ich hoffe wirklich, Ihr werdet etwas Licht auf unsere mysteriösesten und am häufigsten ignorierten Ahnen werfen können, werte Fürstin.

Mit freundlichen Grüßen,

Großverzauberin Etienne Dumonte von der Magiergilde in Wegesruh“

„An Fürstin Laurent,

als Gelehrter vieler Disziplinen würde ich Euch gern eingehender zu den schleierhafteren Details der Archäologie befragen. Bei diesem Thema, das ich selbst und viele andere noch nicht erforscht haben, beziehe ich mich vor allem auf die frühen menschlichen Kulturen Tamriels, die Nedier und ihre Zeitgenossen. Was wisst Ihr – falls überhaupt – über diese Völker, beispielsweise die Keptu, die ‚Männer von Ket‘, die Orma, die Yerpest, die Horwalli, die Al-Hared, Al-Gemha usw.? Ich fürchte, dass durch den Mangel an schriftlichen Aufzeichnungen seitens dieser Völker die einzigen Quellen, die Gelehrten des geschriebenen Wortes, wie auch ich einer bin, zur Verfügung stehen, solche Bruchstücke der Ayleïden und anderer sind, die diese zusammentragen haben, die oft aus der Sichtweise der Herrschenden verfasst sind, die keine Rücksicht auf die eigentliche Kultur der Unterworfenen nehmen. Vielen Dank im Voraus für jegliche Erleuchtung, die Ihr mir bieten könnt.

– Exilgelehrter, Querulus Praeco“

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Auch wenn ich selbst nur in einige wenige nedische Stätten vorgedrungen bin, so bin ich lustigerweise doch überaus belesen in den Belangen dieses Themas. Was bedeutet, dass ich das knappe halbe Dutzend an Büchern gelesen habe, die sich tiefergehend damit befassen und sich gegenseitig widersprechen. Allerdings drängt mich dies als stolze Amateurgelehrte aristokratischer Herkunft dazu, mir meine eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden. Und diese sieht wie folgt aus: Der Sammelbegriff ‚Nedier‘ wird für die Menschen der merethischen Ära so großzügig genutzt, dass er fast schon an Bedeutung verliert. Es ist in meinen Augen unumstritten, dass alle menschlichen Stämme des nördlichen Tamriels (vor der Ankunft der Ro’Wada natürlich) ihre Ursprünge im mythischen Atmora hatten und dass sie von dort aus übersiedelten, in verschiedene Gegenden und zu verschiedenen Zeiten, verteilt über viele Generationen hinweg. Jeder Stamm brachte seine eigene Kultur mit und diese Kulturen vermischten und entwickelten sich nach ihrer Ankunft in Tamriel noch weiter. Sobald der liebe Emeric diesen verrückten Konflikt in Cyrodiil beendet hat, hoffe ich, dass ich mir selbst einige Stätten der Keptu und Perena ansehen kann, die ich mir auf meiner Karte schon vorgemerkt habe. Ich möchte dann ein Einzelwerk verfassen, das etwas vom dringend benötigten Licht auf diese Angelegenheit werfen wird.“

Herzliche Grüße an Fürstin Clarisse Laurent,

ich hoffe, es erging Euch seit unserem letzten Treffen gut. Nochmals Danke, dass Ihr Euch meiner Anfragen zu diesem Thema annehmt. Ich erbitte allerdings Eure Geduld, da sich meine Fragen auf äußert vielfache Weise unterscheiden:

Zunächst zu den Nediern. Die nedische Kultur ist faszinierend, aber unglücklicherweise undurchschaubar. Sie schienen eine gewisse Faszination für die Sterne besessen zu haben, die es selbst mit der der Ayleïden aufnehmen konnte (falls sie diese nicht sogar übertraf), bevor sie sich schließlich den Nereïden und anderen Entitäten zuwandten. Bei meiner Frage geht es um letztere: Ich habe Ruinen in Kargstein erkundet, von denen man sagt, dass sie nedischem Ursprungs sind. Die Gravuren weisen ein geläufiges Muster aus vier Symbolen auf: eine Visage mit Hauern, der Schädel eines Hirsches, eine Schlange mit Flügeln und ein Schlangenpaar. Wenn man die Nähe zu mehreren Orksiedlungen berücksichtigt, so würde ich annehmen, dass das Gesicht mit Hauern für Mauloch steht, der Hirsch könnte eine Referenz zu Hirzine sein, denn es gab auch Berichte über Werwölfe in der Gegend. Nur die Schlangen erinnern im Entferntesten an bekannte Sternzeichen, doch die Flügel sind schon etwas merkwürdig, wie auch die Abbildung zweier Schlangen. Wisst Ihr vielleicht mehr darüber?

Zweitens: Auf meinen Reisen durch Valenwald hatte ich äußerste Schwierigkeiten, auf irgendwelche Artefakte oder Siedlungen zu stoßen, die man mit den Imga in Verbindung bringen könnte, auch wenn sie meines Wissens nach noch immer existieren. (Individuen dieses Volkes zu finden, hat sich als ähnlich problematisch erwiesen, aber das geht über den Rahmen dieser Frage hinaus.) Ich habe Teile von Schwarzmarsch aufgesucht und Überbleibsel von Dörfern der Kothringi gefunden. Mein Verständnis für die Lilmothiit sagt mir, dass sie kaum etwas wie Siedlungen hatten, da sie nomadisch lebten, weshalb mich das Fehlen von Artefakten bei ihrer Kultur nicht verwundert. Aber die Imga sollten noch existieren und Werkzeuge herstellen oder benutzen. Warum haben sie keine Spuren hinterlassen?

Und zu guter Letzt: Ein Landsmann hat kürzlich die Aufgabe angenommen, eine gestohlene akavirische Begräbnismaske zu finden (Ich schätze, sie stammt eher aus der Zeit der Tsaesci als der Kamal, wenn man ihr angenommenes Alter bedenkt). Das brachte mich zu dem Schluss, dass es auf Akavir einen Brauch mit Begräbnismasken gibt oder zumindest gegeben haben muss. Wisst Ihr mehr darüber, ob diese Praktiken mit den Masken der Drachenpriester von Himmelsrand zusammenhängen? Es scheint mir zu viele Ähnlichkeiten zu geben, um reiner Zufall zu sein, insbesondere durch die Verbindung zu Drachen.

Ich muss Euch nochmals für Eure Zeit danken und entschuldigt, dass es etwas länger geworden ist.

Freundlichste Grüße,

Rohais von Auridon“

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Bei Julianos, Meister Rohais! Ihr seid ja fast so wissbegierig wie ich. Und ihr stellt Fragen zu tiefgreifenden Themen – einige sogar zu tief für mich!! Aber ich werde tun, was ich kann, um Eure Neugier zu stillen.“

„Zunächst einmal beneide ich Euch für Eure Reise nach Kargstein, eine Region, zu deren Besuch ich bisher keine Gelegenheit hatte! Bezüglich der wiederkehrenden Symbole, die Ihr dort gefunden habt, würde ich sagen, Eure ersten Vermutungen zu den ersten beiden Symbolen sind ganz gut. Das Vorhandensein der normalen Schlange könnte sicher mit der Faszination – oder gar Besessenheit – der alten Nedier Kargsteins mit den Sternbildern zusammenhängen. Zur geflügelten Schlange: Könnte dieses Symbol nicht sogar rothwardonischen Ursprungs sein? Ich habe gehört, dass es fliegende Schlangen im südlichen Hammerfall geben soll. Vielleicht waren sie einst viel weiter verbreitet. Ich hoffe doch, dass ich einige dieser so genannten ‚geflügelten Vipern‘ sehen kann, wenn ich auf meinem Weg zur Goldküste in Abahs Landung vorbeikomme – sie sollen dort ziemlich häufig vorkommen.“

„Zu den Imga: Ich denke, Cirantille von Sommersend hat zu diesem Thema etwas verfasst, einschließlich der Ansicht, die Imga hätten ‚Falinesti besucht‘, bis der ganze Unsinn mit der Ebenenverschmelzung und dem Allianzkrieg vorbei ist. Natürlich ist es so, dass man nichts glauben sollte, was aus Cirantilles Feder stammt.“

„Und die Sache mit den akavirischen Begräbnismasken klingt einfach faszinierend. Allerdings muss ich zugeben, dass ich so gut wie nichts über unsere fernen Nachbarn im fernöstlichen Akavir weiß. Vielleicht hätte Fürstin Cinnabar hierzu eine Meinung. Oder auch Divayth Fyr? Stibbons, notiere das.“

„Grüße, Fürstin,

da ich eine Reihe alter yokudanischer Ruinen studiert habe, bin ich von den Mysterien fasziniert, die dieses Volk umgeben. Während ich das Abschlagmaterial nach Hinweisen zur Rundwanderung durchsuchte, fand ich mehrere Tafeln, die von Schlangen und Schlangenhäuten sprachen. Da das Sternbild der Schlange einen wichtigen Platz in der yokudanischen Geschichte einnimmt, frage ich mich, ob Ihr irgendwelche interessanten Funde zur Rundwanderung vorweisen könnt oder ob Ihr eine Verbindung mit der Schlange feststellen konntet. So wie ich es verstanden habe, umfasst die Rundwanderung eine Art von transliminalem Übergang und meine Theorie ist, dass die Unsterne der Schlange irgendwie daran beteiligt sind, da sich die Unsterne selbst im Vergleich zu den Vorgängern in ‚merkwürdigen‘ Winkeln bewegen. Eure Expertise wäre unschätzbar für meine Forschung. Vielleicht könnten wir ja auch an einem gemeinsamen Manuskript zusammenarbeiten?

Gruß,

Correlon Menetieri“

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Wisst Ihr was? Während die Rothwardonen ein so zurückhaltendes und würdevolles Volks zu sein scheinen, werden sie häufig umso gesprächiger, wenn Ihr einfach nur ein höfliches Interesse an ihrer rustikalen Zivilisation bekundet. Meiner Erfahrung nach war das zumindest bei einer jungen Poetin mit dem Namen Azadiyeh, die ich in Satakalaam traf, eindeutig der Fall. Sie erzählte mir, dass die moderne Tradition der Rundwanderung eine Art Übergangsritual für die rothwardonische Jugend ist, die auf uralten yokudanischen Legenden über Heldentaten basiert. Eine große Kriegerin der Ära der Dämmerung reiste über das Himmelszelt und bei jedem Sternbild musste sie eine Herausforderung bewältigen. Leider ist mir im Augenblick ihr Name entfallen, aber die Geschichte dieser Heldin könnte eindeutig Eure (sonst recht fantasiereiche) Hypothese stützen.“

„An die berühmte Fürstin Laurent von Dolchsturz, von einem Kollegen der Suche nach verlorenen Schätzen und vergessenem Wissen.

Ich vertraue darauf, dass Euch dieser Brief erreicht, denn die Kuriere der Ländereien des Bündnisses scheinen die schreckliche Angewohnheit zu haben, zu vergessen, ihre Nachrichten auszuliefern.

Wie dem auch sei; ich schreibe Euch, um zu erfragen, ob Ihr auf Euren äußerst weitläufigen Reisen je auf eine Erwähnung der uralten Falmer, oder Schneeelfen, von Himmelsrand gestoßen seid. Wie Euch jeder Student der frühen Geschichte oder auch jeder anständige Nord erzählen könnte, waren die Schneeelfen schon lange hier, noch bevor unsere Ahnen aus dem alten Atmora übersetzten. Wenn man die majestätischen Ruinen und arkanen Überbleibsel der stolzen Ayleïden in ganz Tamriel betrachtet, könnte man annehmen, dass ihre nördlicheren Vettern aus Himmelsrand ähnlich fortgeschritten gewesen wären, sowohl kulturell als auch im Umgang mit Magie. Als Magier und Gelehrter Himmelsrands habe ich Folianten und Aufzeichnungen durchsucht, um irgendwelche Hinweise darauf zu finden, was aus den Falmern wurde und ob Ruinen oder Artefakte von ihrem Volk verblieben sind. Die möglichen Durchbrüche im Bereich der Magie allein wären beeindruckend! (Ganz abgesehen von dem Wohlstand und Ruhm, den jeder einheimsen könnte, der die Geheimnisse der vergessenen Schneeelfen lüftet.) Falls Ihr irgendwelche Spuren habt, die mir auf meiner Suche helfen könnten, so würde ich gerne sofort davon erfahren! (Auch wenn ich nochmals eindringlich davon abraten würde, die örtlichen Botendienste zu nutzen.)

Ich werde Euch auf jeden Fall in meinem nächsten Buch erwähnen, sollte meine Suche Früchte tragen.

Respektvoll und erwartungsvoll,

Asgautr Grauwind, Magier in Winterfeste“

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Physische Überbleibsel der lange vergessenen Schneeelfen sind in der Tat äußerst rar – stumme Zeugen dafür, wie gründlich dieses Volk und alles, was es geschaffen hat, von unseren Ahnen getilgt wurden. Zumindest hatten wir, der bretonische Adel, den Anstand, es den Direnni-Unterdrückern zu erlauben, sich auf ihre kleine Insel in der Iliac-Bucht zurückzuziehen. Aber Ihr habt wohl recht: Jede nachweisbare Entdeckung von Relikten oder Ruinen der Falmer würde einen Gelehrten berühmt machen. Bei meinem Besuch in den Bergen Wrothgars sollte ich beide Augen offen halten, ob unsere neuen Verbündeten, die Orks, nicht von irgendwelchen Stätten der einstiegen Schneeelfen wissen, aber ganz offen gesagt bin ich hier nicht sehr optimistisch.“

„Fürstin Laurent, ich vertraue darauf, dass Ihr und Stibbons es sicher aus der Leeren Stadt zurück geschafft haben. Es muss als Archäologin schon aufregend gewesen sein, wenn man bedenkt, wie viele Entdeckungen diese angeblich unsterblichen Abenteurer gemacht haben müssen, die sonst nie zurückgekehrt wären, um ihre Geschichten zu erzählen. Ich hoffte, Ihr könntet etwas mehr zu den Ursprüngen von zwei dieser überraschenden Entdeckungen berichten.

Die klassische kaiserliche Geschichte ist berüchtigt dafür, die verschiedenen ayleïdischen Städte zu übergehen, die nach dem Fall des Weißgoldturms außerhalb des Herzlandes erblühten. Aber selbst die entschiedensten Verfechter dieser Theorie geben zu, dass die Wildelfen ihre Grenze nie bis hinter die Jerallberge ausbreiteten. Und trotz der Jahrtausende der Herrschaft von Falmer und Nord über Himmelsrand wurden offenbar die Ruinen eines ayleïdischen Außenpostens unter der zerstörten Feste Grünwall freigelegt, mitten in Rift. Wie passt diese Entdeckung zur Geschichte der Region?

Meine zweite Frage bezieht sich auf einen recht berüchtigten Schlupfwinkel voller Gesetzloser unter den Straßen von Belkarth. Ich bin mir sicher, eine Fürstin Eures Standes hätte kaum etwas mit einem derartigen Ort zu schaffen, aber die Steinarbeiten darin sind von herausragender nedischer Handwerkskunst. Die kürzlich entdeckte nedische Stadt Reinholds Refugium, eine zerfallende Ruine aus der Zeit noch bevor die ersten Yokudaner Fuß auf Tamriel fassten, befindet sich ebenfalls unter Belkarth. Sind diese Gewölbe möglicherweise Teil eines verbundenen und noch intakten Komplexes?“ – Von Legoless, Doyen der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen

Fürstin Clarisse Laurent sagt: „Wie ich schon in meiner Antwort auf eine vorherige Frage geschrieben habe, genoss ich noch nicht das Privileg, mir Kargsteins nedische Überbleibsel anzusehen, aber wenn es solche Ruinen nahe beieinander unter Belkarth gibt, dann würde mir mein Instinkt sagen, dass es sich dabei um keinen Zufall handelt. In meinem Fall würde ich Stibbons sofort damit beauftragen, eine Verbindung zwischen beiden Stätten ausfindig zu machen. Eine sowohl vollständige als auch intakte Stätte zu finden ist allerdings etwas, worauf man eher nicht hoffen muss.“

„Ayleïdenruinen? In Himmelsrand? Unmöglich. Laut meiner Kopie von Hrerm Hausbauers ‚Unter Ostmarsch‘ sind die Werke unter der Feste Grünwall ausschließlich nordischen Ursprungs. Wenn überhaupt, dann müssten elfische Ruinen in dieser Region den Falmern zugeordnet werden. Außer … außer dieser Skeever Hrerm hat eine vergessene Stätte der Schneeelfen entdeckt und will sie ganz für sich haben. Das klingt so typisch für ihn! Stibbons: Notiere das für später.“

„Stibbons, mein Freund, ich sehe, Ihr ertragt die Mühen des Reisens und das Gewicht des Gepäcks, ganz gleich wohin Fürstin Laurent als nächstes reist. Wie genau seid Ihr an diese Position gekommen? Und, ganz unter uns, würdet Ihr lieber für jemand anderen arbeiten?

Mit freundlichen Grüßen,

Alena-Draco, Hauptpaladina und Matriarchin des Hauses Draco“

Stibbons sagt: „Ich betrachte es als seltenes Privileg für jemanden meines Standes, einer Adeligen wie Fürstin Laurent zu dienen, so gut ich kann, ganz gleich wie alltäglich. Ich wurde nie als Gelehrter ausgebildet, aber in meiner Kapazität als Hausknecht erfahre ich in den Diensten der Fürstin dennoch stets mehr über bretonische Lehren – und das ist trotz allem doch eine wichtige Sache. Und so lange es der Forschung dient, sind Unannehmlichkeiten wie uralte boshafte Flüche, Versteinerungen oder daedrische Folter nichts weiter als … nun, eigentlich, Herr, wo wäre diese neue Anstellung denn angesiedelt? Rein hypothetisch gesprochen, natürlich.“

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