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Ist ESO ein gutes MMO? – Unser Fazit zum Spiel

Immer wieder taucht die Frage auf ob ESO ein gutes MMO ist. In diesem Artikel wollen wir ein wenig über das Spiel sprechen, welche Eindrücke wir gewonnen haben und ob es eine Alternative zu den etablierten MMOs ist.

Elder Scrolls Online – MMO der besonderen Art

Ich habe viele MMOs bisher gespielt. Neben World of Warcraft auch SWTOR, Guild Wars 2, STO, DAoC, Rift, HdRO und andere. Als ich vor vielen Jahren mit WoW angefangen habe hatte ich ein besonderes Gefühl. Man erstellte seinen Charakter, erledigte die ersten Aufgaben und wollte dann die ganze Welt erkunden und  jede Ecke angucken und herausfinden was es alles gibt. Dieses Gefühl hatte ich seitdem bei keinem anderen MMO, außer jetzt wieder bei Elder Scrolls Online.

Schon nach der ersten Stunde von ESO wusste ich, dass es ein ganz besonderes MMO für mich ist. Natürlich spielte auch die Tatsache eine Rolle, dass ich großer Skyrim Fan bin. Die anderen Elder Scrolls Teile habe ich allerdings nie gespielt. Mich selber sehe deshalb auch nicht als Fan der kompletten Reihe. ESO konnte mich auf jeden Fall sehr schnell begeistern. Natürlich war die Steuerung anders und auch das Inventar ist gewöhnungsbedürftig, aber es ist der eigene Stil des Spiels. Einziger Kritikpunkt an der Steuerung ist, dass man sich nicht auf der Stelle drehen kann.

Die Individualität der Klassen

Besonders gut gefällt mir die Individualität der Klassen. Am Anfang von ESO wählt Ihr eine der vier verschiedenen Klassen. Zur Auswahl habt Ihr hier den Magier, die Nachtklinge, den Templer und den Drachenritter. Jedoch müsst Ihr beispielsweise eine Nachtklinge nicht als Schurke oder Jäger spielen. Wer gerne zaubert drückt Ihm einen Zerstörungsstab in die Hand, wählt einige DoT-Fähigkeiten aus kann als starker Hexer umher laufen. Genauso verhält es sich mit den anderen Klassen.

Es gibt im Grunde genommen kein Richtig oder Falsch. Hier kann man wirklich spielen wie es einem gefällt, solange man dabei gut unterwegs ist. Zudem macht es unheimlich Spaß die verschiedenen Waffen und dazugehörige Fähigkeiten auszuprobieren und zu verändern.

Ist ESO ein gutes MMO? - Unser Fazit zum Spiel

Berufe und Rohstoffe

Während man in anderen MMOs nur eine begrenzte Anzahl an Berufen mit einem Charakter erlernen kann, so könnt Ihr hier alle Berufe skillen und zum besten Handwerker von Tamriel aufsteigen. Das System mit dem Analysieren, Verwerten und Aufwerten von Gegenständen macht Spaß und funktioniert deutlich anders als in anderen MMOs. Durch die komplexen Möglichkeiten könnt Ihr hier eine Ausrüstung selber erstellen, welche genau an Eure Bedürfnisse angepasst ist.

Wer jetzt denkt, dass das Leveln der Berufe ewig dauert irrt gewaltig. Überall in der Welt gibt es Unmengen an Rohstoffen. Selbst in Gebieten wo sich sehr viele Spieler herumtreiben werdet Ihr in kürzester Zeit eine Menge Erze, Holz und Blumen gesammelt haben.

Himmelsscherben, Schatzkarten und Truhen

Oben haben wir bereits das Thema „Entdecken und Erkunden“ kurz angesprochen. In Elder Scrolls Online werden Spieler, welche nicht linear den Aufgaben folgen, belohnt. In der Welt gibt es unzählige Himmelsscherben und versteckte Truhen, welche nur darauf warten entdeckt zu werden.

Wer drei dieser Himmelsscherben gesammelt hat, der kann sich über einen zusätzlichen Fertigkeitspunkt freuen. Eine gute Belohnung! Die Truhen wiederum sind ein wenig mehr versteckt, beinhalten aber teilweise sehr gute Ausrüstung. Auch das kleine Mini-Spiel welches man absolvieren muss um die Truhe zu öffnen macht mir noch immer Spaß.

Eine der tollsten Sachen im Spiel ist meiner Meinung nach die Schatzsuche. Mit ein wenig Glück findet man eine oder sogar mehrere verschiedene Schatzkarte für ein Gebiet und kann dann auf die Suche gehen. In den Schatztruhen sind stets tolle und sehr gute Gegenstände vorhanden, welche einen oftmals weit nach vorne bringen. Zudem macht die Suche Spaß, besonders wenn mehrere die gleiche Karte haben und gemeinsam suchen.

ESO Himmelsscherbe

PvE und PvP

Das PvE ist eine Nummer für sich in ESO. Es gibt durch die Individualität der Klassen keine festen Tanks, Heiler oder Damage Dealer. Zwar gibt es ein „Aggro-System“, dennoch muss jeder Spieler stets darauf achten, dass er notfalls vor dem Boss flüchten oder ausweichen kann. Die Ausweichrolle ist hierbei eine mächtige Sache, die einem oft das Leben rettet. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad recht knackig, jeder wird zwangsläufig mal sterben.

Ich persönlich sehe das PvP in ESO als Herzstück an. Hier kann man Stunden verbringen und jede Menge Spaß haben. Man kann es ein wenig mit dem WvW in Guild Wars 2 vergleichen. Die drei Bündnisse in Elder Scrolls Online versuchen in dem gigantisch großem Gebiet Cyrodiil Festungen einzunehmen, Schriftrollen der Alten zu erobern und Punkte zu sammeln.

Entweder man kämpft mit teilweise weit über 100 anderen Spielern zusammen oder erstellt selbst eine kleine Gruppe um den Gegner gezielt zu schaden. Das ist das Tolle am PvP in ESO. Selbst 5-6 Spieler können den Nachschub des Gegners empfindlich stören, sodass die eigene größere Streitmacht eine Festung schneller einnehmen kann. Zudem gibt es in Cyrodiil auch viele tägliche Aufgaben, sodass man jeden Tag etwas zu erledigen hat.

Grafik und Atmosphäre

Natürlich kann man bei einem MMO keine top aktuelle Grafik erwarten. Trotzdem ist ESO stellenweise wirklich eine Augenweide und ansonsten sehr solide. Es gibt viele Details und die Gebiete wirken gut durchdacht. Die ganze Welt von Tamriel fühlt sich einfach lebendig an. NPCs gehen Ihrem Tagewerk nach und stehen nicht steril in der Gegend. Auch die Dialoge von den Charakteren sind unterhaltsam und sorgen für eine dichte Atmosphäre.

Davon lebt auch das Spiel, der Atmosphäre. Es gibt kaum etwas besseres als am PvP teilzunehmen und sich richtig in die Rolle einzufühlen. Wenn man sich darauf einlassen und in das Spiel versinken kann, dann erlebt man wunderbare Stunden mit ESO.

ESO Grafik

Ist ESO ein gutes MMO? – Unser Fazit zum Spiel

ESO ist ein tolles MMO, aber es ist deutlich anders als beispielsweise World of Warcraft. Es versucht bewusst anders zu sein, was an manchen Stellen ein wenig eckig wirkt. Zum Beispiels wäre ein einfacheres Inventar schöner gewesen. Zudem gibt es derzeit noch einige Bugs bei Quests oder Klassenfähigkeiten. Das ist allerdings keine Besonderheit und ist so ziemlich bei jedem MMO Release Normalität. Auch manch spontane Wartungsarbeiten am Abend sind nervig, aber verbessern schlussendlich nur das Spiel. Ich persönlich nehme es gelassen.

Ich kann Elder Scrolls Online sehr empfehlen. Es gibt viel Abwechslung und selbst auf maximalem Level gibt es noch immer jede Menge zu tun. Mit der kommenden Abenteuerzone Kargstein und weiteren monatlichen Inhalten wird das Spiel auch auf lange Sicht neuen Content bieten. Wer mal etwas anderes sucht der sollte es auf jeden Fall ausprobieren!

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Ein Kommentar

  1. ESO ist eines meiner Lieblings- MMOs. Auch wenn es vielleicht nicht so viele Abonnenent hat wie andere, so spricht es doch eine bestimmte Nische an und ist dort sehr erfolgreich.

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