Home - ESO News - Gewinner der Geschichten der Toten 3

Gewinner der Geschichten der Toten 3

Vor einiger Zeit hat Zenimax auf der offiziellen Elder Scrolls Online Seite den Wettbewerb „Geschichte der Toten“ erneut ins Leben gerufen. Nun sind die Gewinner bekannt gegeben worden.

Gewinner der Geschichten der Toten

Folgend könnt Ihr Euch die spannenden Kurzgeschichten durchlesen.

TESO MitarbeiterZenimax on Gewinner der Geschichten der Toten 3 (Quelle)

OHNE TITEL

Von 16BitForestCat

Die mit Blut überzogene Spitze von Onkel Forins Schwert ragte aus Dalithiels Brust heraus. Dalithiels Reisebeutel entglitt ihren schlaffen Fingern und fiel mit einem dumpfen Geräusch zu Boden.

„Igitt, sie Blutet ja!“ schrie die kindlich erfreute Stimme ihres Cousins Mirgorin. Aber er war nicht mehr Mirgorin … oder?

Das Skelett, das einst Tante Erilneth war, grinste sie an. Zumindest dachte Dalithiel, dass es sie angrinste. Sie hatte kaum Erfahrung mit Skeletten. Vor allem nicht mit denen, die zu vor lebten und atmeten und zu geliebten Verwandten gehört hatten.

Die drei skelettierten Söhne von Erilneth saßen auf Stühlen in der Nähe. Sie waren begeistert ihre Cousine zu treffen und amüsierten sich über ihren sprachlosen Schock. Ihre Kieferknochen knackten durch ihr schallendes Gelächter. Beide hatten schon immer die Überraschungen des Lebens geliebt. Offensichtlich liebten sie als Untote nun die düsteren Überraschungen.

„Du verstehst jetzt, meine Liebe, warum wir dich täuschen mussten, um dich nach Hause zu geleiten.“ Sagte Erilneths Skelett. „Du wärst wohl nie der Bitte meines mit Magicka geschaffenen Abbilds gefolgt, hättest du gewusst, zu was wir geworden sind, oder? Diese widerwertigen Mörder hier –“, sie deutete mit einer Bewegung ihres knochigen Arms auf eine Anzahl von Schädeln, die aufgereiht auf einer Werkbank und auf dem Boden verstreut lagen. „– haben uns alle, während der Hungersnot im letzten Jahr ermordet. Haben all unser Fleisch bis zum letzten Rest von unseren Knochen genagt! Aber es war für uns auch ein Glücksfall. Kurz bevor ich starb, legte ich einen Fluch auf unser Haus: ‚Innerhalb dieser Wände wird kein Tod gegen meinen Willen endgültig sein‘. Oh, wie dramatisch.“, kicherte sie. „Während diese Schweine ihre Fresssucht ausschliefen, erwachten wir und erkannten, wie viel besser es sich ohne all dieses erdrückende Fleisch anfühlt! Mein Fluch stellte sich als Segen heraus. Doch die Eindringlinge mussten bestraft werden. Sie werden allerdings nie wieder aufwachen.“

Dalithiels Kraft wich mit jedem Atemzug aber sie brachte ein Flüstern zustande. „Warum … hast … du … mich … erstochen?“

„Wir haben dich am liebsten“, betonte der älteste Sohn, Dalivir, als wäre es offensichtlich gewesen. Er wurde nach ihr benannt.

Forin zog sein Schwert mit einem Ruck aus ihrem Rücken heraus. Dalithiel keuchte nach Luft, als sie zu Boden fiel. Sie konnte Forins Worte kaum ausmachen, während sie langsam verblutete. „Wir konnten es nicht ertragen, dich nie wieder zu sehen. Du bist die einzige Familie die uns noch geblieben ist und nun wirst du uns nie wieder verlassen.“

„Papa! Mamaaaaaa!“ jammerte der Schädel des jüngsten Rilthor, der sich in der guten Hand Mirgorins befand. „Mach, dass Dali und Mirgo mir das Versteck meiner Knochen verraten! Ich will Dalithiel umarmen, wenn sie aufwacht!“ Seine Brüder kicherten erfreut.

„Jungs, benehmt euch!“, die verärgerte Stimme glich Erilneths so sehr, dass Tränen über Dalithiels Wangen rollten. Warum sollte sie noch kämpfen, wenn doch ihre ganze Familie bereits fort war?

Einige Augenblicke später kam ihr Herz zum Stillstand.

„Möge Y’ffre sie segnen“, seufzte Erilneth. „Sobald sie erwacht, wird sie so viel glücklicher sein.“

Forin nickte und wand sich an seine Söhne: „Mirgorin! Gib deinem Bruder seine Knochen zurück! Sofort! Dalivir, sorge dafür, dass Dalithiels Knochen gereinigt werden. Ich habe hier gerade sauber gemacht und sehe nicht ein, dass sie hier als Zombie aufwacht und ihr widerliches Fleisch auf unserem sauberen Boden verteilt. Seht zu, dass alles bereit ist, wenn Dalithiel wieder erwacht.“

Erilneths Schädel grinste offensichtlich. „Ich kann es kaum glauben!“, lachte sie. „Endlich ist unsere Familie wieder vereint. Für immer und ewig! Und es war so einfach – wer hätte gedacht, dass wir dafür nur hatten sterben müssen?“

DREI SCHÄDEL UND EIN SÄUGLING

Von scarydrew

„Ach, wie staß ich nur auf Euren schicksalhaften Schädel.“, rief der melodramatische Argonier Spielt-zu-verbissen aus. Er lehnte sich beiläufig auf seinem Stuhl zurück und sorgte mit seinem Gejammer für einen eher verwirrenden Anblick, während er gemächlich einen Schädel auf seinem Knie balancierte.

„Nein, nein nein!“ schrie sein Theaterpartner Scharf-mit-Kritik, „Ich zeige zu dieser Vorstellung die Schuppen des Desasters! Lasst es uns erneut versuchen.“
Spielt-zu-verbissen erhob bei dieser Proposition seiner Rezitation der Zeilen des neuen Stücks ‚3 Schädel und ein Säugling‘ nur die Schuppen über einem Auge. Er war mit der fehlenden Wertschätzung bereits vertraut und schob dies dem schlechten Publikum zu. „Meine Kunst ist ohne jede Konkurrenz und ich erwarte nicht von jemandem wie Euch, solch Potenzial meiner charakterisierten Repräsentation auch nur annährend zu begreifen. Es ist alles ein Teil des … Ablaufs.“

„Meint Ihr wirklich, dass Euer ‚Ablauf‘ unsere Reihen füllen wird? Wir versuchen das jetzt noch einmal und wir gehen nirgendwo hin, bis Ihr das nicht anständig inszeniert habt!“, ärgerte sich Scharf-mit-Kritik. Sie hatten dieses Thema bereits seit Stunden bestritten.

Und es folgten weitere Stunden der Übung, in denen Spielt-zu-verbissen jede Szene überspielte, während Scharf-mit-Kritik sich weiterhin mit keiner Vorstellung zufrieden gab. Stunden wurden zu Tagen, Tage zu Wochen und Wochen verliefen sich zu Monaten. Und nach langer Zeit fand man zwei skelettierte Argonier, die selbst noch nach ihrem Tode ihre Zeilen ununterbrochen probten.

***

Eines warmen Sommertages kaufte ein energischer Nord namens Hofikgar die Residenz und gestaltete Sie um. Er ließ die Seitenwand komplett entfernen und so wurde ‚3 Schädel und ein Säugling‘ das bekannteste Schauspiel in ganz Tamriel. Eines, das weder Anfang noch Ende hatte.

EIN TÖDLICHES BESTREBEN

Von rawcomrade91

16. Morgenröte 582

Während ich gerade den Sonnenuntergang abwarte, frage ich mich, wie alles so schieflaufen konnte. Was, wenn ich etwas anders gemacht hätte? Was, wenn ich meine Umgebung besser abgesichert hätte?

Vergebt mir, ich schweife ab. Erlaubt mir, Euch die Ereignisse zu erläutern, die zu meiner aktuellen misslichen Lage des Ablebens gebracht haben.

Es war wie jeder andere Abend auch. Ich arbeitete an meinem Schreibtisch, Zauberbücher und Schriftrollen überall verstreut, während ich nach Antworten forschte. Seite um Seite, Schriftrolle um Schriftrolle und doch konnte ich mich keiner Lösung nähern. Verärgert zerknüllte ich unzählige vor mir liegende Schriften, während meine Hände nur so vor Magicka brannten. Ich schrie vor lauter zielloser Selbstvergessenheit.

Als ich meine Gedanken sammelte, fing ich an zu atmen. Langsam und ruhig. Ich lies all meinen Ärger und meine Hoffnungslosigkeit von meiner Seele abfallen. Es gab eine Aufgabe und ich musste ihr begegnen.
Ich erhob mich von meinem Schreibtisch und wand mich den Skeletten auf dem Boden vor mir zu. Es muss einen Weg geben, dachte ich. Ich schloss meine Augen, fokussierte meine Magicka und zwang den mir zu Füßen liegenden Körpern, den mir nun vertrauten Zauber auf. Ich beobachte, wie beide Skelette erwachten und sich auf ihre knochigen Gebeine erhoben. Fast ohne Wahrnehmung begannen sie, sich in dem kleinen Raum planlos zu bewegen und verließen die Kabine, die ich für diese Aufgabe gewählt hatte. Ohne jegliche Feindseligkeit, wie ich noch hinzufügen möchte; eine Verbesserung zu den vorherigen Versuchen.

Setzt Euch, kommandierte ich sie mit meinen Gedanken, währenddessen die Magicka durch meine Adern floss. Sie gehorchten anstandslos. Zu diesem Zeitpunkt meiner Experimente, war die Reanimierung der einfachere Teil.

Nachdem ich mich versichert hatte, dass sie sitzen bleiben würden, kam mir ein Gedanke – was wenn ich die Persönlichkeit der Skelette manipulieren könnte? Ich wandte mich schnell zu meinen, auf dem Schreibtisch verteilten Schriften und dachte mir einen rudimentären Zauber aus. Zu meiner Überraschung hat er sogar zu mäßigem Erfolg geführt. Eines der Skelette erhob sein Bein und platzierte es auf dem Stuhl, um anschließend nach einem herumliegenden Schädel auf dem Boden zu greifen, der Teil meiner früheren Versuche war. Das Skelett hielt den Schädel und sein Gesicht begann sich zu bewegen, als würde es lachen. Das andere schien über das kleine Spektakel zu lachen. Nicht unbedingt das Ergebnis, nachdem ich suchte, aber trotzdem ein Erfolg. Ein weiterer Schritt, um sie zurückzubringen.

Genau in diesem Augenblick wurde die Tür eingetreten und zwei dunmerische Patrouillen marschierten in meine Kabine. Sie richteten ihre Klingen auf mich und riefen „Ihr! Auf Anordnung von Haus Redoran seid Ihr hiermit für das Verbrechen der Nekromantie gegen Morrowind und seinem Volk festgenommen.“

Bevor sie ein weiteres Wort aussprechen konnten, schmiss ich sie mit einem Feuerzauber aus dem Weg und verschwand durch das provisorische Tor, das ich für solche Fälle errichtet hatte.

Nun suche ich nach einem Rückweg. Es ist offensichtlich, dass ich meine Praktiken hier nicht verwenden kann, da dies viel zu gefährlich wäre. Sobald ich die Grenze Morrowinds sicher hinter mich gebracht habe, werde ich meine Arbeit fortsetzen, um meine liebliche Velara zurückzubringen. Das verspreche ich, bei Azuras Willen.

Ähnliche Artikel

Eiswolf Reittier

Angebote im ESO Kronen-Shop – Eiswolf, Großelch und mehr!

Der ESO Kronen-Shop hat im Dezember wieder diverse neue Angebote für Euch. Darunter befinden sich …

Kronen-Kisten im ESO Kronen-Shop

Kronen-Kisten im ESO Kronen-Shop

Auf der offiziellen Elder Scrolls Online Seite haben die Entwickler nun bekannt gegeben, dass es …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.