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Aus dem Archiv der Gelehrten: Y’ffres Ruf

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Y’ffres Ruf. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Y’ffres Ruf

Dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Antworten auf Bürgeranfragen (Quelle)

Y’FFRES RUF

Von Gwaering, der Grünen Dame

Das Lied des Grüns, nun laut in meinen Knochen, hat mich geweckt. Ich höre die Geschichte in der Bewegung des Lebens, wie es Sekunde um Sekunde mit glänzenden Fäden gewoben wird. Ein jeder Schritt ist ein Trommelschlag, ein Wort, ein Gedanke, der mit einer Form gesegnet ist. Jeder losgelassene Pfeil wird zu einem Ausruf, einer Wendung in der Geschichte, einem Anfang eines Endes.  Ich ging auf im wir.

Ich wurde zur Jägerin, zur Beschützerin, zur Vergeltung des Grüns. Meine Erinnerungen entstammen den Flüssen der Geschichte, wie sie die Bosmer seit den gestaltlosen Zeiten kennen. Es war meine Hand, die das Herz der Farneshäme herausriss, dem sich windenden Widersacher, der unsere Kinder verschlang und Mütter und Väter qualvoll klagen ließ. Mein eigener Pfeil durchdrang das Auge von Dulohoth dem Axtheft, dem niederträchtigen Ork, der seine Flut von einem Gefolge befahl, Baum und Kraut zu fällen und zu verbrennen. Als die Krankheit die Tiere Grahtwalds heimsuchte, jagte ich hundert Nächte ohne Rast, um die Hungrigen zu nähren. Und ich werde weitere Hundert jagen.

All das habe ich getan und ich werde es erneut tun, wenn ich gerufen werde. Die Schreie von Y’ffres Kindern – ihre Freude, Angst, Zorn und Trauer – werden in meinem Herz nur lauter. Sie sind das Trommeln des Lebens in den tiefsten Wäldern. Ich höre sie in meinen Träumen; ihre Emotionen werden meine eigenen und sie hallen tausend Male lauter in mir wider. Nichts wird mich davon abhalten, meine Antwort auszurufen. Ich werde ihnen antworten, bis mein Blut den Lehm durchtränkt und die Wurzeln der Grahteichen nährt.

Auch wenn ich die Geschichte höre, von der die Erdknochen künden, so bleibt ein wenig Furcht; etwas sucht mich noch immer heim. Ich bin die Grüne Dame und in meinem Geist herrscht darüber kein Zweifel. Aber in meinem Verstand bin und bleibe ich einfach nur Gwaering, das Mädchen mit dem Bogen, mutig, aber klein. Ich habe Angst. Wird Gwaering verblassen? Kann sie sich dem Strudel urtümlicher Emotionen stellen, der jetzt aufkommt? Ist sie stark genug, dem Grün zu antworten und ihre Rolle zu spielen? Kann sie ihr Volk und den Silvenar beschützen?

Aber ich schöpfe etwas Trost in dem Wissen, dass meine Zweifel und meine Ängste kaum Folgen haben werden. Sie sind nur kleine Abschweifungen, die Unterbrechungen durch ein ungeduldiges Kind, während ein Weber seine Geschichte erzählt. Die Zeit schreitet voran und die Geschichte wird ohne Pause erzählt werden, nie ein Ende erreichen, aber dennoch abebben und erneut anschwellen. Ich werde gerufen werden und wenn meine Stimme nicht stark genug ist, um zu antworten, dann wird meine Rolle enden und eine andere wird beginnen. Und das, so sehe ich es jetzt, ist der Lauf der Welt.

GWAERING BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Ich durchstreife Tamriel schon seit vielen Jahren und keine Kultur, die sich auf mündlichen Überlieferungen begründet, hat mich so erstaunt wie die der Bosmer. Ihre Wertschätzung für das Erzählen von Geschichten ist so faszinierend und scheint selbst wie eine Art Magickaritual zu sein. Sie scheinen die Vergangenheit und die Zukunft zu verändern, indem sie neue Kapitel in die Geschichte eines Individuums weben. Das ist ein nicht zu leugnendes Geschenk von Y’ffre, dem Geist des Jetzt. Was ich gerne wissen würde: Wirkt diese Geschichten erzählende Magie auf Auri-Els Sphäre ein oder ist sie Teil von dieser?“ – Von Eis Vuur Warden, freischaffender Gelehrter

Die Grüne Dame sagt: „Magie war das Geschenk aller Göttlichen, die sich an der Schöpfung von Mundus beteiligt haben, und so haben alle Sterblichen etwas von der Gabe, Magicka zu konzentrieren und die Realtiät zu verändern. Auch wenn dies nur begrenzt und vermutlich vorübergehend ist – die Veränderung ist dennoch real. Der Weg von Y’ffre ist eine erzählerische Magie, denn das Erzählen von Geschichten ist ein Akt der Schöpfung. Und was ist schon unser Leben anderes als die Verwirklichung von Geschichten?“

„Dieser weiß, dass sich die Bosmer darauf berufen, zu den besten Jägern ganz Tamriels zu gehören. Daher fragt sich M’Vakhu, wie präsent der Fürst der Jagd, Hircine, in ihrer Kultur ist (abgesehen von Y’ffre). Dieser kann es sich nicht vorstellen, wie solch ein Volk nicht dazu verleitet sein könnte, demjenigen zu dienen, der ihren Lebensstil so grundlegend verkörpert. Dieser schätzt Eure Zeit.“ – Von M’Vakhu

Die Grüne Dame sagt: „Die Herbeirufung von Hircine dem Jäger kann huldvoll und harmlos erfolgen, beispielsweise wenn ein Jäger ihn um Glück bittet, während er einen Pfeil anlegt, um einen Hirsch zu schießen. Wenn allerdings zu weit gegangen wird, dann kann der Kult des Hircine als Begründung für Gräueltaten und eine Rechtfertigung für Unterdrückung und Mord dienen. Wir erlebten ein Beispiel hierfür erst in unserer jüngsten Geschichte, was zu meiner Handreichung mit dem Silvenar führte. Die Daedra existieren und wenn sie sich in die Belange Sterblicher einmischen, dann müssen wir uns ihnen manchmal stellen – was aber immer gefährlich ist. Das ist etwas, das die Törichten und Gierigen unter uns häufig vergessen.“

„Wie für viele Außenstehende wirkt mir der Grüne Pakt etwas verwirrend. Zwei der Grundsätze scheinen ‚iss keine Pflanzen‘ und ‚iss nur Fleisch‘ zu sein. Diese sind nicht wirklich gleichzusetzen. Meiden diejenigen, die sich strikt an den Grünen Pakt halten, auch Milchprodukte, Honig, Pilze oder Insekten?“ – Von Ravenna Hellschwinge

Die Grüne Dame sagt: „Auch wenn der Grüne Pakt oberflächlich einfach erscheint, so können dessen dogmatische Details Außenstehende überwältigen, und in der Tat widersprechen selbst die weisesten unserer Weber einigen seiner Aspekte. Den ersten von Euch genannten Grundsatz sollte man besser als ‚verletze keine lebenden Pflanzen‘ interpretieren und wir streben danach, dies einzuhalten, selbst wenn wir die Hauslieder für die Bäume singen, damit sie uns eine Unterkunft bilden. Aber schadet es einer lebenden Pflanze, ihre herabgefallenen Früchte zu essen? Ganz und gar nicht – es ist ja in der Tat sogar die Weise, wie Pflanzensamen verteilt werden. Das zweite von Euch genannte Dogma ist besser bekannt als das Fleischmandat, aber wie strikt es eingehalten wird, variiert von Stamm zu Stamm, eigentlich sogar von Individuum zu Individuum. Milchprodukte, Honig, Pilze und Insekten werden allerdings von so gut wie allen Bosmern des Pakts – abgesehen von den Übereifrigsten – mit Genuss verzehrt.“

„Wie mächtig sind die Weber und ist ihre Macht auf Valenwald beschränkt? Es wirkte mir ziemlich stark, wie Gedanken zu den Erinnerungen von jemanden hinzugefügt wurden, der eine Aufgabe für den Wildkönig erfüllte oder wie man die Geschichten anderer erleben kann, indem man einfach nur sie oder einen ihrer Gegenstände berührt.“ 

Die Grüne Dame sagt: „Die Macht eines Webers ist die Stärke seiner Erzählungen, gepflegt durch sein Talent und verstärkt durch Erfahrung. Wie Ihr schon selbst sagt, ein großer Weber kann die Geschichten seines Umfelds regelrecht SEHEN – und diese Geschichten können die wahre Natur von Personen oder Objekten enthüllen. Aber um eine Geschichte zu verändern, muss sich ein Weber auf deren Protagonisten einlassen und dieser wiederum muss die neuen Wendungen in der Erzählung auf gewisse Weise akzeptieren.“

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