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Aus dem Archiv der Gelehrten: Worte und Macht

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Worte und Macht. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Worte und Macht

Heute möchte Telenger der Artefaktor euch seine neuesten Theorien, die euch sicherlich über die Macht der Sprache nachdenken lassen werden, präsentieren. Er diskutiert, wie das Verzaubern sich in sein Postulat einfügt, und beantwortet einige eurer Fragen zum Thema.

TESO MitarbeiterZenimax on Worte und Macht (Quelle)

Worte und Macht

Von Telenger dem Artefaktor

Sind die Sprachen in Tamriel zu mehr geeignet, als nur der einfachen Kommunikation zu dienen? Während meiner Studien, insbesondere bei meiner fortwährenden Erforschung der mysteriösen Runensteine, ist mir wiederholt ein sprachliches Thema aufgefallen, das direkt mit Magie verbunden ist. Und diese Häufigkeit kann kein Zufall sein. Ist allein die Handlung, Ideen in Worte zu fassen, bereits eine Anrufung? Ich präsentiere hier Beweise, die möglicherweise diese zugegeben radikale Position unterstützen. Ich hoffe, dass die Sapiarchen des Kristallturms dadurch verleitet werden, diesen weiter nachzugehen, oder sie zu widerlegen.

Beginnen wir mit den Runensteinen des Verzauberns. Jeder ist mit einem Symbol, das aus mehreren Silben besteht, markiert. Für sich alleine genommen ist eine Rune inaktiv. Aber ihr magisches Potenzial wird geweckt, wenn man sie mit anderen zusammen in die richtige Syntax bringt. Die vollständige Form, der komplette Ausdruck, strahlt Magie aus. Dabei muss man diese Sprache nicht einmal vollständig verstehen, um die Macht zu entfesseln, die sie beinhaltet. Es gibt nicht genügend Worte – oder es gibt niemanden, der diese kennt – um die Sprache wirklich zu sprechen, aber allein durch das Studieren der Glyphen und das Kombinieren von Runensteinen ist es bereits möglich, genügend von diesen einfachen Konzepten zu erlernen, um sie zu verwenden. Die Sprache selbst ist zweifelsohne auf grundlegende Weise mit magischen Energien verbunden, auch wenn deren Ursprünge ein Mysterium bleiben.

Und als kleiner Vermerk für zukünftige Lehrlinge des Verzauberns: Lasst Euch nicht entmutigen, wenn Ihr auf eine Rune stoßt, die Ihr nicht entziffern könnt. Ihr habt allein durch das Wiederholen von Worten und Phrasen gelernt und die Extraktion von Runen aus Glyphen wird Euch das Wissen gewähren, um selbst die schwierigeren Runen zu meistern. Seid geduldig und arbeitet mit anderen Studenten, um Glyphen zu erschaffen und sie wieder zu verwerten, um mehr Einblick in ihr Zusammenspiel und ihre wahre Bedeutung zu erhalten.

Die Sprache, insbesondere das geschriebene Wort, ist auch für die Altmer von entscheidender Bedeutung. Sie bewahrt nicht nur unsere Geschichte, sondern sie dokumentiert auch unsere vielversprechende Abstammung und sorgt somit dafür, dass jeder Mer seinen oder ihren Platz in der Hierarchie kennt. Es ist kein Zufall, dass die altmerische Gesellschaft die geordnetste und strukturierteste ganz Tamriels verkörpert – es ist der Wille von Xarxes selbst. Die Gelehrtenpriester des Göttlichen Schreibers – so verschlossen sie auch sein mögen – bewahren angeblich eine uralte Sprache, die außerhalb ihres Ordens schon längst vergessen ist. In Helaamerils „Auf ein Wort mit den Etymon-Bindern“ verweist ein anonymer Schreiber auf Wälzer, die Geschmäcker, Gerüche und tanzende Bilder hervorbringen können, und Texte, die von jedem gelesen werden können, der sie nur anschaut – selbst von Analphabeten. Eine weitere Form der Wortmagie, wenn man Helaameril Glauben schenken kann.

Bedenkt selbst das, was Ihr als alltäglich anseht: die Rede eines großen Generals am Morgen der Schlacht, die seine Truppen zu unglaublichen Taten anspornt, die Lieder der Meisterbarden, die Emotionen hervorbringen, oder die beruhigende Stimme einer Mutter gegenüber ihrem Kind. Sind dies Spuren der Magie in alltäglichen Äußerungen, ob nun in Schrift oder Sprache? Es scheint möglich, dass einige Überbleibsel einer Macht am Werk sind, die der Ära der Dämmerung vorausgeht, auch wenn sie zunehmend verblasst. Es gibt in der Geschichte Tamriels noch weitere, diese These untermauernde Beweise – viel zu viele, um sie hier aufzuzählen – und ich freue mich schon darauf, diese Theorie mit meinen Kollegen zu erörtern.

Telenger der Artefaktor beantwortet eure Fragen:

Ich war schon immer vom Verzaubern und insbesondere von Seelensteinen fasziniert. Ist es möglich, die Seelen in Seelensteinen auf andere Weise zu nutzen als für Verzauberungen und Zauber? Könnte man die Seele extrahieren und außerhalb des Edelsteins manipulieren? Es ist gewiss der Wille Molag Bals, die Macht der Seelenmagie zu nutzen – also warum können wir das nicht auch tun? – Von Araeynir Feuerherz

Telenger der Artefaktor sagt: „Auch wenn im kontinentalen Teil Tamriels im Augenblick viele Untersuchungen bezüglich des Einfangens und der Manipulation von Seelen stattfinden, so kann ich es als Altmer nicht gutheißen, solche Experimente durchzuführen. Auf den Sommersend-Inseln wären diese zu Recht als dunkelste Nekromantie verbannt. Ich rate Euch, das Feuer in Eurem Herzen für andere, erhellendere Dinge zu gebrauchen.“

Ich bin ein bescheidener bretonischer Kampfmagier, der sich erst vor kurzem der Kunst des Verzauberns zugewendet hat. Meine Suche nach Runen geht nur sehr langsam vonstatten, selbst mit der Hilfe eines Assistenten. Ich musste feststellen, dass es mir sehr häufig an Aspektrunen mangelt. Andererseits habe ich einen richtigen Überschuss an Essenzrunen. Ich habe eine ganze Reihe Machtrunen, aber diese übersteigen mein Wissen. Habt Ihr irgendeine Empfehlung, diese Kunst schneller zu erlernen? – Von Marola Eponine

Telenger der Artefaktor sagt: „Ah, ein bretonischer Jungspund – manchmal talentiert, aber immer übereilt! Mein Rat wäre es, Gleichgesinnte mit denselben Interessen zu finden und eine Gemeinschaft zur gegenseitigen Unterstützung zu gründen – eine Verzauberergilde, wenn Ihr so wollt. So könnt Ihr unterschiedliche Herangehensweisen gleichzeitig ausprobieren und alle werden vom gewonnenen Wissen profitieren. Und Ihr könnt auch Runen untereinander tauschen.“

Ich habe mit großem Interesse Euren Band „Das Rätsel der Runensteine“ gelesen und halte ihn definitiv für das bisher verständlichste Werk zu diesem faszinierenden Thema. Ich würde gerne mehr über die den Runensteinen zugeordneten Wörter erfahren. Zu welcher Sprache gehören sie? Mir ist die von Nolin dem Vielfarbigen vertretene Theorie bewusst, nach der die Runensteine das Ergebnis eines Experiments eines ayleïdischen Zauberers wären. Und dennoch lautet das ayleïdische Wort für „Feuer“ „Molag“. Die Essenzrune, die mit Feuer in Verbindung gebracht wird, aber „Rakeipa“. Und was ist Eure persönliche Meinung zum Ursprung der Runensteine? – Von Salagar Feynn, Magiergilde von Immerfort

Telenger der Artefaktor sagt: „Eine faszinierende Frage, mit der ich mich selbst schon einige Zeit befasst habe. Das Studieren der Runen zeigt, dass sie aus sich wiederholenden Figuren gestaltet sind, die sich als verbale Silben aussprechen lassen: somit besteht ‚Jora‘, die unbedeutende Rune, die man als ‚entwickeln‘ übersetzen kann, aus zwei geschwungenen Schnitten, die wir als ‚Jo‘ und ‚Ra‘ kennen. Fügt man nun ‚Je‘ hinzu, ergibt dies ‚Jejora‘, eine geringe Rune mit der Bedeutung ‚zunehmen‘.

Die Runennamen bilden also eindeutig eine in sich stimmige und klare Form einer Sprache, auch wenn diese begrenzt sein mag. Die Frage ist: Welche Sprache ist es? Und hier mangelt es uns dann langsam an Antworten, denn die Runensprache scheint bei keiner bekannten historischen oder aus der Zeit vor der Ära der Dämmerung stammenden Kultur ihren Ursprung zu haben. Wenn ich raten müsste, dann ist es eine Sprache, die in der Ära der Dämmerung komplett erdacht wurde, entweder von einem Verzauberer oder einer Schule der Verzauberung, die keine weiteren Aufzeichnungen über ihre Existenz hinterlassen haben, abgesehen von den in Tamriel verstreuten Runensteinen.“

Weiterführende Literatur:

Das Rätsel der Runensteine

Von Artefaktor Telenger

Der Ursprung der mystischen Runensteine, die man in ganz Tamriel verteilt findet, liegt im Verborgenen und Ungewissen. Sogar ihre Beschaffenheit und das Material, aus dem sie bestehen, werden von den Weisen des Kristallturms heiß diskutiert. Der Altehrwürdige Ancirinque, Sapiarch der Mythogeschichte, ist der Ansicht, dass bestimmte schwierige Passagen in Torinaans Tagebuch darauf hinweisen, dass es hier bereits Runensteine gab, als der Ahnenseefahrer aus dem alten Aldmeris ankam. Nolin der Vielfarbige, Sapiarch der Verzauberung, beharrt allerdings darauf, dass sie aus der frühen Merethischen Ära stammen und die unbeabsichtigte Folge eines fehlgeschlagenen Experiments eines ayleïdischen Zauberers sind.

Wie auch immer ihr wahrer Ursprung aussieht, nach Generationen des Studiums durch die hellsten magischen Köpfe der Sommersend-Inseln sind so gut wie alle ihrer verschiedenen Eigenschaften bekannt, und wir wissen, wie man sie bei der Verzauberung von Waffen, Rüstungen und Schmuck verwenden kann. Was die allgemeine Klassifizierung anbelangt, gibt es drei Kategorien, die wir modernen Magier Macht, Aspekt und Essenz nennen.

Zum Zweck der Verzauberung kann man diese drei Arten von Runensteinen als mystisch komplementär verstehen, denn nur durch das Kombinieren von je einer pro Kategorie kann der Verzauberer eine „Glyphe“ erschaffen, wie wir die magische Substanz nennen, mittels derer wir einen Gegenstand mit magischer Kraft versehen.

Obwohl wir jedoch wissen, wie man mit Runensteinen magische Gegenstände erschafft, bleibt doch das eine Rätsel: Was genau sind diese Runensteine eigentlich? Wir nennen ihre drei Standardkategorien Macht, Aspekt und Essenz … Aber was bedeutet das? Sogar der große Phariiz Possenreißer, der ihnen diese Namen gab, antwortete auf die Frage nach ihrer Bedeutung nur mit einem Schulterzucken und „Das sind die Namen, die mir richtig erscheinen“.

Sogar die Tatsache, ob es tatsächlich drei Arten von Runensteinen gibt, wird heute noch diskutiert, da es der Anu-Padu-Theorie zu widersprechen scheint, die besagt, dass die Dualität die Grundlage der Aurbis ist. Camilonwe von Lillandril behauptete, dass es unmöglich sei, dass es nur drei Arten von Runensteinen gäbe, und er verbrachte die letzten zweihundert Jahre seines Lebens mit der Suche nach einer vierten, davon überzeugt, dass für eine korrekte Klassifizierung solcher Dinge zwei Paare vonnöten seien. Er fand seinen „quartischen“ Runenstein, den er Schnelligkeit nannte, zwar nie, aber er bestand bis zum Ende darauf, dass seine Theorie Hand und Fuß habe.

Hatte Camilonwe recht? Gibt es wirklich Runensteine der Schnelligkeit, jedoch in einem Realitätsebene, die sie für gewöhnliche Sterbliche unsichtbar macht? Das ist eine Frage, die bisher nicht beantwortet werden konnte.

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