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Aus dem Archiv der Gelehrten: Die Vergangenheit neu schmieden

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Die Vergangenheit neu schmieden. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Die Vergangenheit neu schmieden

Auch dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Archiv der Gelehrten (Quelle)

DIE VERGANGENHEIT NEU SCHMIEDEN

Von Kireth Vanos

Ich werde nie vergessen, wie ich das erste Mal die unverkennbaren Zeichen dwemerischer Handwerkskunst erblickte. Ich war noch zu klein, um überhaupt auf die Waren blicken zu können, die auf dem Tisch dieses reisenden Händlers aufgetürmt waren. Also hob er mich hoch, damit ich die fremdartigen Verstrebungen, die geometrischen Gravuren und den ungewöhnlichen Glanz eines ausgestellten Schildes und einer dazu passenden Keule bewundern konnte. Ich war gefesselt. Auch wenn es gut möglich ist, dass die ersten Stücke, die ich je erblickte, Reproduktionen waren, so haben sie dennoch meine Neugier für ein ganzes Leben entzündet.

Ich ging bei meinem Vater, einem wertgeschätzten Schmied, in die Lehre und versuchte mich immer und immer wieder daran, mein Können zu verbessern, um die dwemerische Bauweise nachzuahmen, die mich so fasziniert hatte. Eine der größten Schwierigkeiten hierbei war natürlich die Tatsache, dass ich kaum Beispiele oder gar Anweisungen hierfür besaß – lange hatte ich stattdessen einzig meine Erinnerungen. Mein Vater verbot es mir, Ruinen auf eigene Faust zu erkunden, aber er hielt mein Interesse aufrecht, indem er mir jedes Buch über das verschwundene Volk und dessen Schöpfungen mitbrachte, das er sich leisten konnte.

Es dauerte allerdings bis ich alt genug war, um alleine auszuziehen, bis ich deutliche Fortschritte machte. Schon bald darauf erkannte ich, wie richtig es von meinem Vater war, mich in meiner Jugend von den Dwemerruinen fernzuhalten. Es sind heimtückische Orte, selbst für erfahrene Abenteurer. Und ein solcher war ich sicherlich nicht, als ich mich das erste Mal Hals über Kopf in eine solche stürzte. Ich war etwas zu zuversichtlich, das gebe ich zu, und ich hätte nie mit dem Spinnenkonstrukt gerechnet, das aus einer Öffnung in der Wand stürzte, als ich daran vorbeiging. Ich hatte ja keine Ahnung, dass die Ruinen noch aktiv sein würden!

Ich war unerfahren und im Kampf unerprobt. Ich glaube, ohne mein Können als Schmied könnte ich hier heute nicht meine Geschichte erzählen. Meine Rüstung schützte mich vor einigen Schlägen, die ich nicht rechtzeitig mit meinem Schild abwehren konnte, als zwei weitere Spinnen aus der Dunkelheit heranklapperten. Mein gut ausbalancierter Schlegel schien sich wie von selbst mit voller Kraft in sie zu werfen und ließ einen Regen an winzigen Zahnrädern und Funken ringsum niedergehen. Es war vorbei, noch bevor ich mir der Situation ganz bewusst wurde, und ich stellte fest, dass ich mich mitten in einem Berg noch immer zischender metallener Kostbarkeiten befand.

Ich stopfte so viel ich konnte in mein Gepäck – ein Stück vom Panzer, ein paar gravierte Beine und eine Auswahl an Zahnrädern und Federn – vorsichtig machte ich mich auf den Rückweg zur Oberfläche. Die Acht lächelten mir an dem Tag zu, denn es dauerte nicht lange, bis mir die Sonne wieder ins Gesicht strahlte und ein paar kleinere Kratzer und Verbrennungen offenbarte.

Mit meinen Schätzen zurück an der Schmiede arbeitete ich Tag und Nacht an einem neuen Schlegel. Ich gestaltete ihn in Anlehnung an einen uralten Text, den mein Vater gefunden hatte. Meine hart erkämpften Bruchstücke nutzte ich beim Schmieden zum Härten. Mir wurde schnell bewusst, dass mir genau das die ganze Zeit über gefehlt hatte! Das Produkt dieser schlaflosen Woche wurde von keinem Gelehrten, Schmied oder Relikthändler je als Reproduktion erkannt.

Wie Ihr sehen könnt, ist das Schmieden im dwemerischen Stil nichts für Amateure. Nur ein engagierter Handwerker wird das haben, was es braucht, um seltene, uralte Texte aufzufinden und die notwendigen Materialien von den tödlichen Konstrukten zu beschaffen, die bis heute in den Ruinen dieser verlorenen Zivilisation lauern. Falls Ihr denkt, dass Ihr dieser Aufgabe gewachsen seid, dann hoffe ich, dass Euch meine Geschichte weiter angespornt hat – und falls nicht, dann bleibt diesen Ruinen fern!

KIRETH VANOS BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Kennt Ihr den Grund für diese gerade Linie in der Mitte der Gesichtsmaske dwemerischer Helme? War das zu rein ästhetischen Zwecken oder gibt es hierfür auch einen funktionalen Grund?“ – Von Solus Kriegsfalke, angehender Dwemergelehrter

Kireth Vanos sagt: „Eine beidseitige oder gar mehrseitige Symmetrie ist im dwemerischen Stil ein so geläufiges Element, dass man häufig kaum festmachen kann, ob es sich hier nun um eine funktionale oder rein stilistische Entscheidung handelt oder möglicherweise auch beides. In den meisten Kulturen symbolisiert der Dualismus die zweiseitige, anuische/padomaische Natur von Aurbis, aber man sagt, dass die Tiefenelfen die Göttlichen ablehnten, weshalb das in ihrem Fall eine eher unwahrscheinliche Begründung darstellt. Natürlich wird das Gesicht eines Sterblichen gleich viel einschüchternder, wenn man eine gerade Linie über dieses zieht, weshalb die Erklärung auch so ganz einfach sein könnte.“

„Ist das Dwemererz, das man an Tamriels Oberfläche finden kann, doch nicht das Metall, das für die Herstellung von Dwemerrüstungen verwendet wurde, sondern stattdessen eine Art ‚Narrengold‘, das gemeinhin nur für das Ausgangsmaterial gehalten wird, aus dem die Dwemer ihre legendären, niemals rostenden Rüstungen, Waffen und anderen Dinge gefertigt haben?“ ­ Von ICEbweaka9

Kireth Vanos sagt: „Das häufig als solches bezeichnete ‚Dwemererz‘ hat seinen Namen tatsächlich davon, dass es an das Metall erinnert, das die einstigen Dwemer schmiedeten. Als Metallurgin kann ich Euch allerdings bestätigen, dass das Dwemererz tatsächlich sehr beständig ist, es allerdings nicht annähernd an das Metall heranreicht, das man aus richtigen Dwemergerätschaften gewinnen kann. Daher benötigt das Schmieden im dwemerischen Stil auch richtiges Dwemermaterial.“

„Werte Vanos, ich frage mich … was hat Euch ursprünglich dazu gebracht, dwemerische Rüstungen zu studieren?“ – Von Razum’dara, freischaffender Khajiitgelehrter

Kireth Vanos sagt: „Etwas an der einfachen, geometrischen Eleganz des dwemerischen Stils berührte mein Verlangen nach Struktur und Organisation tief in meinem Inneren. Die Tiefenelfen mögen zwar unheilige Ketzer gewesen sein, aber bei den Acht, sie verstanden etwas davon, das Richtige zu tun.“

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