Home - ESO News - Aus dem Archiv der Gelehrten: Der Sklavenaufstand

Aus dem Archiv der Gelehrten: Der Sklavenaufstand

Im Rahmen der Elder Scrolls Online Serie Aus dem Archiv der Gelehrten gibt es einen neuen Blog-Artikel zum Thema Der Sklavenaufstand. Folgend findet Ihr weitere Informationen dazu.

Archiv der Gelehrten – Der Sklavenaufstand

Auch dieses mal ist die Ausgabe von Archiv der Gelehrten in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt. So gibt es zuerst wieder ein bisschen Geschichte und im Anschluss werden einige Fragen aus der Community beantwortet.

TESO MitarbeiterZenimax on Der SKlavenaufstand (Quelle)

DER SKLAVENAUFSTAND – TRIUMPF DES MENSCHEN

Von Kanzler Abnur Tharn

Die Zerstörung der Ayleïden war unvermeidlich. Es geschah nicht, wie weniger scharfsinnige Gelehrte postulieren, durch den Willen der Aedra oder andere absurde mystische Agenten. Es war das Resultat ihrer entarteten Daedraanbetung und der offensichtlichen Unterschätzung ihrer Sklaven. Die menschlichen Anführer, besonders die Heilige Alessia, die sich den Ayleïden entgegenstellten, erkannten den schwächenden kulturellen Zerfall und nutzten ihn zu ihrem Vorteil, um einen der größten Triumphe der Menschen zu inszenieren.

Die verderbten Elfen waren sehr kreativ bei der Erfindung immer neuer Gräueltaten, die sie ihren Sklaven zufügen konnten. Was für ein Schreck für die Elfen, dass Praktiken wie „Fleischskulpturen“ die gepeinigten Männer und Frauen Cyrodiils schlussendlich zur Rebellion getrieben hatten. In ihrer selbstzufriedenen Gleichgültigkeit haben die Elfen die Möglichkeit eines Aufstands nicht einmal in Betracht gezogen – was den Sklaven zugutekam, denn die Ayleïden hätten sie am Höhepunkt ihrer Macht regelrecht zerquetscht.

Die in ganz Tamriel verstreuten Ruinen sind Beweis genug, dass die Ayleïden eine unglaubliche Gewalt darstellten. Der Ursprung ihrer erstaunlichen Macht war gleichermaßen auch der Auslöser ihres Zerfalls. Pakte mit daedrischen Fürsten lieferten ihnen ihre ersehnte Macht. Sie fühlten sich in der Leitung – die typische Arroganz der Elfen – während ihre Gesellschaft langsam vergiftete. Die verschiedenen daedrischen Kulte stritten und hintergingen sich zunehmend und so bildeten sich die ersten Risse, die die Rebellion für sich ausnutzen konnte.

Ein weiterer ausschlaggebender Faktor des Zerfalls der ayleïdischen Herrschaft war der unbezwingbare Wille der Unterdrückten. Wir haben alle von heroischen Taten wie denen von Alessia, Morihaus und Pelinal Weißplanke gehört. Auch wenn es für jeden mit wenigstens einem Funken Intellekt offensichtlich ist, dass diese Geschichten eher übertrieben sind, so ist es doch recht klar, dass außergewöhnliche Personen die Gründung des Ersten Kaiserreichs erst möglich gemacht haben.

Alessias Sklavenarmee war voller guter Beispiele des wahren Potenzials der Menschen. Es ist eine Schande, dass viele der Schriften nicht länger existieren, da die wenigen, die uns geblieben sind, nur einen kleinen Einblick gewähren können. Außerdem verfälschen viele dieser unehrlichen Gelehrten sie oftmals für skandalöse politische Zwecke. Mein eigener Vorfahre, Tharanus Ye Redde-Hand wird entweder als Skalvenaufseher betitelt, oder aber als „Tharhan der Verstümmler“ vom Ausufernden Massaker. Dies alles basiert auf lächerlichen Interpretationen von unpräzisen und höchst fragwürdigen Fußnoten. Die Missgunst von niederen Menschen – die ich immer wieder genieße – kann zu manchen Zeiten doch zu einer echten Plage werden.

Basierend auf seltenen Schriften – was auch die kürzlich entdeckten Schriftrolle der Ersten Heiligen mit einbeschließt – von denen ich die Ehre hatte, sie in den Archiven von Weißgold zu konsultieren, wurde Tharanus in Wahrheit als ausschlaggebender Anhänger von Alessia beschrieben. Er störte Versorgungswege durch gefälschte logistische Befehle und führte sogar sein eigenes Bataillon in einen der blutigsten Kriege des Konflikts. Leider sind die Verleumderischen so tief gesunken, dass sie mir nun diese lächerlichen Vorwürfe machen, ich selbst hätte die Schriftrolle gefälscht. Verabscheuungswürdig.

Durch die Schwäche der Ayleïden und die, eher inspirierenden, Mitglieder in Alessias Gefolge wurde der Ausgang des Krieges, noch bevor der erste Kopf eines Sklaventreibers fiel, beschlossen. Der Sklavenaufstand lehrt uns sowohl eine warnende Lektion über die Idiotie im Umgang mir den Daedra, als auch die Macht der Menschen, welche seitdem das Herz Tamriels rechtmäßig anführen. So soll es auch bleiben.

KANZLER ABNUR THARN BEANTWORTET EURE FRAGEN:

„Fürst Tharn, die Rolle Eurer Adelsfamilie während des alessianischen Sklavenaufstands ist wohlbekannt, aber ein Individuum, das mich schon immer faziniert hat, war der mysteriöse Erzprelat Fervidius Tharn persönlich. Details über diesen Mann sind spärlich. Würde der gütige Kanzler dabei behilflich sein, etwas Licht auf diese Sache zu werfen?“ – Archivar Jimee der vereinten Erkunder schreiberlicher Vorgehen

Kanzler Abnur Tharn sagt: „Mein lieber Archivar, Eure Frage erfreut mich, denn sie gibt mir Gelegenheit, einige Dinge über einen Mann richtigzustellen, der häufig falsch charakterisiert und missverstanden wird. Mein Ahne, Fervidius Tharn, begann seine Laufbahn im Alessianischen Orden als bescheidener Laienbruder. Aber als seine Verdienste und sein Charakter offensichtlicher wurden – eine gute Abstammung macht sich immer sofort bemerkbar, nicht wahr? – wurde ihm immer umfassendere Verantwortung zugewiesen. Mit der Zeit wurde er so zum Erzprelaten des ganzen Alessianischen Ordens. Aber auch wenn in damaligen Zeiten der Erzprelat annähernd so mächtig wie der Kaiser selbst war, so hatte Fervidius doch weiterhin mächtige Feinde, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Ordens. Die größte dieser Bedrohungen war eine fanatische Splittergruppe der Alessianer, die sich als Marukhatisches Selektiv bezeichneten. Erzprelat Fervidius erfuhr, dass die Zeloten des Selektivs danach trachteten, eine Art mystische Neuformung der Aurbis durchzuführen, indem sie die acht Stücke eines Artefakts finden und zusammenbringen würden. Die Segmente dieses Stabs der Türme wurden durch die Bedrohung, die das komplettierte Artefakt bedeutete, schon früh in der Ersten Ära bewusst voneinander getrennt. Fervidius entsendete Agenten des Ordens, um diese Bruchstücke zu finden. Auch wenn manche behaupten, er hätte dies getan, um das Marukhatische Selektiv zu unterstützen, so wollte er diese sequestrieren, damit das Selektiv diese nicht mehr erlangen konnte. Leider wurde der Erzprälat, der stets andere in sein Vertrauen zog, durch seine engsten Verbündeten verraten. Er verlor sein eigenes Leben, als er sich dem Selektiv mutig entgegenstellte.“

„Meine Frage an Euch, Kanzler, bezieht sich auf den alessianischen Aufstand: Warum wurden die barsaebischen Ayleïden aus Schwarzmarsch, meiner Heimat, nicht als mögliche Bedrohung oder als potenzielle Verbündete für die beiden in Konflikt stehenden Seiten betrachtet? Und wie verhielt es sich mit dieser Frage bezüglich uns Saxhleel? Ich würde meinen, allein ihre Nähe würde zumindest zu einigen Taten führen, aber die Kaiserliche Bibliothek hat nichts darüber verzeichnet. Aber wir wissen ja wie sehr Ihr für Glaubhaftigkeit und Genauigkeit steht, nicht wahr Tharn?“ – VonEis Vuur, Hüter, freischaffender Gelehrter

Kanzler Abnur Tharn sagt: „Mein lieber Hüter, Ihr verletzt mich zutiefst, vornehmlich mit Euren Implikationen. Wer versucht andere mit einem Stiefel zu treten, sollte sich in Acht nehmen, denn ehe er sich versieht, könnte er selbst zu einem solchen werden. Wenn Ihr versteht, was ich meine. Aber ich schweife ab. Die Barsaeben standen im Bürgerkrieg, der als Narfinsel-Schisma in die Geschichtsbücher einging, natürlich auf der aedrischen Seite. Sie wurden während der, durch Deadraanbeeter ausgelösten, Reinigung von Wendelbek aus Cyrodiil vertrieben. Da dies gerade einmal ein halbes Jahrhundert vor Alessias Sklavenaufstand stattfand, bestand für die Barsaebiken noch immer die Demütigung durch das Exil. Als König Glinferen von Atatar einen Boten Gideons entsandte, um Hilfe gegen die rebellischen Nedier zu erbitten, schickte ihn der barsaebische König (sein Name geriet leider in Vergessenheit) lediglich zurück und zwar mit einer strikten Absage. Warum sicherte sich nicht Alessia, die auch andere Ayleïden zu ihren Verbündeten zählen konnte, die Unterstützung der Barsaeben? Wir wissen nicht, dass sie es nicht tat – wir wissen nur, dass sich ein solches Bündnis nie etablierte.“

„Stellen wir die Fakten endlich klar. War Morihaus nun ein Bulle, oder ein Mann, oder ein Mannbulle oder was? Wir müssen es wissen!“ – Vom kaiserlichen Gelehrten Aidius Lutrus

Kanzler Abnur Tharn sagt: „Von einem kaiserlichen Gelehrten zum anderen, Aidius, mich überrascht das Wort ‚Fakten‘ im Zusammenhang mit einer Gestalt zu hören, wie wir sie nur aus den Mythen kennen. Und es gehört zu den ‚Fakten‘, dass es völlig gleich ist, ob Morihaus nun ein Mann, ein Bulle oder Eidarkäse war. Es zählt einzig und allein, dass seine Sage die nationale Narrative des Kaiserreichs unterstützt, und wie der Glaube an die Macht und Rechtschaffenheit von Morihaus das Selbstbild des durchschnittlichen Cyrodiilers anregt. Die Schöpfungsgeschichte des Kaiserreichs hat keinen Zweck und keine Bedeutung, abgesehen davon, das Fortbestehen des Kaiserreichs zu rechtfertigen. Falls dies tatsächlich eine Neuigkeit für Euch ist, dann ist es wohl an der Zeit, das Fortbestehen Eurer kaiserlichen Stipendien zu überdenken.“

„Ich würde gerne Eure Meinung zu Alessia hören. Warum hat sich Akatosh hinter ihre Sache gestellt? Oder genauer genommen: die Sache aller Kaiserlichen. Und ihr auch noch das Amulett der Könige überlassen?“ – Von Alessandra von Cyrodiil

Kanzler Abnur Tharn sagt: „Aber natürlich kennt Ihr bereits die Antwort, treue Alessandra. Wollt Ihr einfach nur die Wahrheit einmal mehr hören, direkt von den Lippen des hohen Kanzlers? Wenn dem so ist, dann gebe ich dem gerne nach. Wiederholt sie mit mir, die Worte, die nicht geleugnet werden können, die Wahrheit, die nicht in Frage gestellt werden kann: ‚Heilige Alessia, durch ihre Reinheit und Weisheit, verdiente sie sich die Liebe alles Guten, sterblich und unsterblich.‘ In Sancre Tor betete sie zu Akatosh, ihr Volk zu befreien, und der Drachengott gewährte ihr drei Visionen, um sie bei dieser Aufgabe zu leiten. Auch wenn die Reise lang und beschwerlich war, so trieb ihr Glaube sie weiter. Die dritte Vision erfüllte sich und ihr Volk war aus der Herrschaft der Elfen befreit. Ihr Werk war vollbracht und sie wurde zu ihrer Apotheose gerufen. Akatosh selbst verlieh ihr ihre Heiligkeit und übergab ihr das Amulett der Könige, auf dass die geheiligten Herrscher des Kaiserreichs es auf ewig und darüber hinaus tragen würden.‘ So, Alessandra. Gesegnet seien die Göttlichen.“

„Als junges Mädchen wurde mir gelehrt, dass unsere Ahnen ‚Nedier‘ hießen. Einige historische Texte gehen davon aus, dass die Nedier die ursprünglichen Menschen Tamriels waren. Andere Quellen, beispielsweise die dunmerischen Sagen, behaupten, sie würden Atmora entstammen und wären Vettern der Nord. Ich weiß, dass Ihr sehr an der Abstammung Eurer eigenen geschätzten Blutlinie interessiert seid, mein Herr, und Euch ein starker Nationalstolz für Nibenay und dessen Errungenschaften innewohnt, weshalb ich davon ausgehe, dass Ihr eine Meinung bezüglich der Identität der Nedier besitzt. Wer waren unsere rätselhaften Ahnen und woher stammten sie?“ – Von Laurina Berne, Meisterverzauberin, Kampfmagiertruppen

Kanzler Abnur Tharn sagt: „Eine hervorragende Frage, der viele unserer besten Gelehrten ihr ganzes Leben widmen. Für die Zeit vor Khoseys Tamrielischen Traktaten, die sich auf etwa 1Ä 200 datieren lassen, sind die historischen Aufzeichnungen bruchstückhaft oder völlig inexistent. Dies bringt uns ins Reich der Mutmaßungen, aber aus den gemeinsamen Elementen der mündlichen Überlieferungen der cyronedischen Stämme lassen sich gewisse Wahrscheinlichkeiten ableiten. Der Ursprung der Nedier lässt sich unzweifelhaft auf den nördlichen Kontinent Atmora zurückführen, aber nicht alle nedischen Stämme kamen gemeinsam und zur gleichen Zeit nach Tamriel; sie kamen im Verlauf von Jahrhunderten und in Wellen, Stamm für Stamm. Diese Stämme waren alles andere als homogen: auch wenn alle aus Atmora kamen, so unterschieden sie sich untereinander so wie Reikmannen von Rothwardonen. Der Begriff ‚nedische Stämme‘ umfasst eigentlich ein breites Spektrum unterschiedlicher menschlicher Kulturen aus unterschiedlichen Teilen Atmoras, die alle ihre eigenen Traditionen und Praktiken besaßen. Für die Nedier wurde Tamriel zu einem großen Kochkessel – einige atmoranische Praktiken blieben erhalten, aber viele andere gingen verloren. Allein in Nibenay finden wir die Art von Kontinuität, die etwas Licht auf die ursprüngliche nedische Kultur wirft, denn nur dort werden die großen und alten Traditionen genauestens beibehalten. Und so sage ich Euch, blickt auf die Nibenesen und Ihr seht das, was am ehesten einem reinen Nedier gleichkommt und noch auf diesem Kontinent zu finden ist.“

 

Ähnliche Artikel

Housing in Elder Scrolls Online

„Homestead“ – Housing in ESO

Auf der offiziellen Elder Scrolls Online Seite wurde nun bekannt gegeben, dass mit dem nächsten …

Eiswolf Reittier

Angebote im ESO Kronen-Shop – Eiswolf, Großelch und mehr!

Der ESO Kronen-Shop hat im Dezember wieder diverse neue Angebote für Euch. Darunter befinden sich …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.